Nuevas Oportunidades: Berufliche Eingliederung von zurückgekehrten Migranten

Das Projekt hat die wirtschaftliche Wiedereingliederung von zurückgekehrten Migranten zum Ziel. Es ermöglicht Rückkehrmigrantinnen und Migranten, ihre Fähigkeiten zu zertifizieren, die sie in den Vereinigten Staaten oder Mexiko erworben haben. Nach der Zertifizierung werden sie darin unterstützt, einen Arbeitsplatz zu finden oder ein eigenes Unternehmen zu gründen. Das Projekt besteht somit aus drei Hauptteilen: Zertifizierung, Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit und Förderung der Selbstständigkeit sowie des Unternehmertums. Dabei wird ein Dienstleistungsökosystem geschaffen, an dem Einrichtungen wie das salvadorianische Institut für Berufsausbildung INSAFORP, die salvadorianische Tourismuskammer CASATUR, die salvadorianische Bau- und Industriekammer CASALCO, BürgermeisterInnen, Universitäten und private Unternehmen beteiligt sind. Für den Zeitraum 2021-2024 wurde eine neue Phase genehmigt, die unter anderem bereichsübergreifende Elemente wie neue Technologien miteinbezieht.
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Departamento de Guatemala, Guatemala
14.5649401
-90.52578229999999
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Departamento de Quetzaltenango, Guatemala
14.792433
-91.714958
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Departamento de San Miguel, El Salvador 
13.4451041
-88.24611829999999
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Departamento de Usulutan, El Salvador 
13.4470634
-88.55653099999999
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Departamento de La Paz, El Salvador
13.495364
-88.9796776
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Departamento de San Salvador, El Salvador
13.7739997
-89.20867729999999
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Departamento de Santa Ana, El Salvador
14.1461121
-89.5120084
Projektdauer
2018 - 2024

Das Projekt

Das Projekt befasst sich mit einer der dringendsten humanitären Krisen Zentralamerikas. Im Jahr 2018 waren 195 790 Migranten aus den Ländern des Nördlichen Dreiecks Zentralamerikas gezwungen, in ihre Herkunftsländer zurückzukehren, was einem Anstieg von 38,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Mit der strengeren Politik der US-Regierung hinsichtlich illegaler Migration und dem Ende des vorübergehenden Schutzstatus für 195 000 Salvadorianer wird diese Zahl in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen. Hinzu kommt der Rückgang von Geldüberweisungen aus den Vereinigten Staaten, die für viele Familien in El Salvador überlebenswichtig sind. Da die wirtschaftlichen Möglichkeiten in ihren Heimatländern für die Rückkehrenden begrenzt sind, laufen viele Gefahr, sich auf kriminelle Aktivitäten oder erneute Auswanderungsversuche einzulassen.

Das Projekt schafft nicht nur Einkommensmöglichkeiten für Migranten und Migrantinnen in ihren Heimatländern, sondern trägt auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region bei, da viele Rückkehrende im Ausland wertvolle Qualifikationen erworben haben. Diese Fähigkeiten erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit bestehender Unternehmen und ermöglichen es den migrierten Personen, ihr Einkommen zu erhöhen oder ein eigenes Unternehmen zu gründen.

Die erste Phase des Projekts begann 2018 mit Aktivitäten in El Salvador. 2018 und 2019 wurden erste Aktivitäten in Guatemala durchgeführt und in den kommenden Jahren soll das Projekt auch in Honduras zum Einsatz kommen.

Ziele des Projekts

  • Entwicklung und Verbreitung von Modellen für die Zertifizierung der Qualifikationen von zurückgekehrten Migranten in der Bau- und Tourismusbranche
  • Bildung von öffentlich-privaten Partnerschaften, die die Beschäftigung und Selbständigkeit von zurückgekehrten Migrantinnen ermöglichen
  • Definition und Umsetzung eines Mechanismus, damit auf der Grundlage international bewährter Verfahren Unternehmertum unter zurückgekehrten Migranten gefördert wird
  • Verringerung der kulturellen Stigmatisierung der zurückgekehrten Bevölkerung
  • Durch die soziale Reintegration der Zurückgekehrten in die nationale Wirtschaft soll auch das Wohlbefinden in ihren Familienhaushalten gesteigert werden.
  • Förderung von Soft Skills, finanzieller Bildung, Umschulung und Kompetenzverbesserung
  • Zertifizierung von Job Managern als Coaches nach der C4EE-Methode (Coaching for Employment and Entrepreneurship) von Swisscontact

Projektpartner

  • INSAFORP
  • Ministerium für auswärtige Angelegenheiten
  • Ministerium für Arbeit
  • CASALCO
  • CASATUR
  • CONMIGRANTES
  • CONAMYPE

Resultate

Projektfortschritt im Zeitraum 2018-2020

  • 417 zertifizierte MigrantInnen in der Bau- und Tourismusbranche
  • 1 Modell zur Arbeitsvermittlung entwickelt, Stellenvermittlung von 62 %
  • 44 entwickelte und aktive Unternehmungen
  • 5 Zentren zur Bewertung von Fähigkeiten wurden eingerichtet.
  • Entwicklung von sechs technischen Arbeitsstandards für Arbeitsfähigkeiten mit den entsprechenden Bewertungsinstrumenten
  • 55 geschulte Kompetenzbewerter
  • 1 Modell für psychosoziale Betreuung entwickelt
  • 1 digitale Anwendung für diagnostische Bewertungsdienste und persönliche Bewertungsprogramme, Arbeitsmöglichkeiten und Schaffung eines Netzwerks von zertifizierten MigrantInnen
  • Studien zur Analyse von Arbeitsangebot und -nachfrage (2021) wurden durchgeführt.

Finanzierungspartner

Das Projekt ist finanziert von Green Leaves Education Foundation und weiteren Gebern. Dieses Projekt ist Teil des Entwicklungsprogramms von Swisscontact, welches von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA) kofinanziert wird.

Aktuelles

Bolivien, Peru, El Salvador
Umschulung und Weiterbildung, Arbeitsmarktintegration
11.03.2021
Die Covid-19-Krise in Lateinamerika überwinden 
Wie Projekte den Herausforderungen der Pandemie angepasst werden
Innovative Lösungen sind unerlässlich, um die Herausforderungen während der Covid-19-Krise zu meistern. Drei Beispiele aus Lateinamerika zeigen, wie sich die von Swisscontact umgesetzten Projekte an die neuen Gegebenheiten anpassen und angesichts der Pandemiesituation Resilienz beweisen. In El Salvador wird die ergänzende Schreinerausbildung für zurückkehrende Migranten auf die neuen Marktbedingungen adaptiert. Baumeister in Peru entwickeln ihre digitalen Kompetenzen, um die Sicherheit bei Bauprojekten zu verbessern. Und Maschinenbauingenieure konzipieren und entwickeln ein Beatmungsgerät für Familien in ländlichen Teilen Boliviens.

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