El Salvador: Berufliche Eingliederung von rückkehrenden Migranten

Das Projekt verfolgt die berufliche Wiedereingliederung von zurückkehrenden Migranten durch die Einführung der Zertifizierung von Fachkompetenzen in El Salvador und schliesslich im gesamten nördlichen Dreieck (El Salvador, Guatemala und Honduras).

Tausende Migranten müssen jedes Jahr unfreiwillig, in ihre Heimatländer zurückzukehren. Zurück in Zentralamerika sehen sich viele Rückkehrer mit Schwierigkeiten konfrontiert. Obwohl die überschwängliche Mehrheit von ihnen keinen kriminellen Hintergrund hat, werden die Deportierten von ihren Mitbürgern als Kriminelle betrachtet und haben dadurch Mühe, im Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Dabei bieten diese praxiserfahrenen Fachkräfte ein grosses Potenzial für den Arbeitsmarkt, denn der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in wachsenden Wirtschaftszweigen wie dem Baugewerbe und dem Tourismus ist gross.

invalid
El Salvador
13.704472
-89.193733
invalid
Guatemala
15.783471
-90.23075899999999
Projektdauer
2018 - 2020
Finanziert durch
  • Avina Stiftung
  • Medicor Foundation
  • Stadt Zürich, Finanzdepartement
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
  • Spenden

Das Projekt

Das Projekt hat zum Ziel, mindestens 500 rückkehrenden Migranten den Zugang zu Dienstleistungen zu ermöglichen, die ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt erhöhen. Dazu gehört zum einen die Schaffung eines Evaluierungsprozesses ihrer beruflichen Fähigkeiten im Bau- und Tourismussektor und deren Zertifizierung. Zum anderen, werden bereits bestehenden Dienstleistungen (Arbeitsvermittlung, Entwicklung der unternehmerischen Fähigkeiten) gestärkt. Das Potenzial für die Zertifizierung von Fachkenntnissen in der Region ist hoch. Aus diesem Grund sieht das Projekt vor Pilotaktivitäten in Honduras und Guatemala durchzuführen, um die Reichweite zu vergrössern.

Da rückkehrende Migranten keinen Zugang zu Finanzierungsmechanismen haben, wird das Projekt die Beteiligung von Diaspora-Organisationen, die rückkehrende Migranten bei der Gründung ihres eigenen Unternehmens unterstützen, erproben. Die Zertifizierung der Qualifikationen von Rückkehrern ist eine kostengünstige Möglichkeit, den Bedarf an Fachkräften im Bau- und Tourismussektor zu decken und gleichzeitig Einkommensmöglichkeiten für Rückkehrer zu schaffen. Die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen erleichtert die produktive Wiedereingliederung von Rückkehrern in den Arbeitsmarkt und erhöht gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der entsprechenden Wirtschaftszweige.


Resultate

Resultate 2018 - 2019

  • 283 rückkehrende Migranten erhielten ein Zertifikat für ihre Fähigkeiten im Bau- und Tourismussektor.
  • 82% der zertifizierten Rückkehrenden wurden erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert und 50 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.
  • 125 Rückkehrende profitieren von Arbeitsvermittlung und 100 von Softskills-Kursen.
  • 100 Rückkehrende wurden auf dem Weg zum selbstständigen Unternehmer begleitet.
  • Start der Sensibilisierungskampagne #YoNoDiscrimino