Entwicklung von wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Wertschöpfungsketten für Produzenten von Kaffee, Kakao und Cashew Nüssen

Kleinproduzenten in den südlichen Regionen des Landes in El Paraíso, Valle und Choluteca kämpfen, ein existenzsicherendes Einkommen für sich und ihre Familien zu generieren. Gründe dafür sind unzureichende landwirtschaftliche Kenntnisse in Bezug auf die Produktions- und Qualitätssteigerung ihrer Produkte und deren Vermarktung.

Der „Fino de Aroma“-Kakao stellt für die Kaffeebauern in El Paraíso, wo 51’200 Hektar Kaffeeplantagen 20 % der gesamten Ernte des Landes liefern, eine alternative Pflanze dar. Ferner besteht eine nicht gedeckte Nachfrage nach Kakao im Inland sowie auf den internationalen Märkten; das gilt auch für die Cashew-Nüsse, die ein wirtschaftliches und umweltpolitisches Potenzial für den Süden des Landes darstellen.

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El Paraíso
13.908864
-86.555101
Projektdauer
2017 - 2019
Finanziert durch
  • Europäische Union

Das Projekt

Das Projekt hat zum Ziel, die Armut und unsichere Versorgung mit Lebensmitteln für die kleinen und mittleren Produzenten und Arbeiter in der Landwirtschaft zu verringern.

Dies gelingt durch die Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit und Nachhaltigkeit der Wertschöpfungsketten von Kaffee, „Fino de Aroma“-Kakao und Cashew-Nüssen in den ausgewählten Regionen bei gleichzeitiger Förderung der sozioökonomischen Ausgewogenheit und Gleichheit für die 10’200 Produzenten und 16’000 Mitarbeitenden der kleinen und mittleren Unternehmen.

Hauptaktivitäten

Das Projekt konzentriert sich auf die verbesserte Steuerung der Wertschöpfungsketten von Kaffee, Kakao und Cashew-Nüssen mithilfe eines sozial ausgewogenen, öffentlich-privaten Dialogs mit dem Ziel, die Risiken für die Produzenten zu verringern und den Nutzen zu erhöhen. Um dies zu erreichen, werden für 200 Führungskräfte und 71 Organisationen Kurse über neue Geschäftsmodelle, die mit in- und ausländischen Abnehmern eingeführt und das Einhalten wirtschaftlicher, sozialer und umweltpolitischer Standards fördern werden, angeboten. Dadurch können die kommerziellen und finanziellen Risiken für die Produzenten und Basisorganisationen verringert und Investitionen durch den privaten und öffentlichen Sektor angeregt werden.

Das Projekt erleichtert auch den Zugang zu innovativen, geschlechtssensiblen Dienstleistungen (Finanzdienstleistungen wie Leasing, wechselseitigen Garantien, Versicherungen und nichtfinanziellen Dienstleistungen) sowie gewinnbringenden, klimabewussten Anbaupraktiken wie Boden- und Wasserbewirtschaftung, Ernährung, Forstwirtschaft und genetischen Anpassungen. PROGRESA maximiert die wiederholte Anwendung und Übernahme beispielhafter Praktiken durch Wissensgenerierung, Kommunikation und Lernen auf Grundlage von Fakten, die durch Überwachung, Wirkungsevaluierung sowie partizipatorische Reflexion gesammelt wurden.

Projektpartner

  • Honduranisches Kaffee-Institut
  • Gemeinde Danlí, Departement El Paraíso
  • Gemeinde Namasigüe, Departement Choluteca
  • Molinos de Honduras
  • Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht

Resultate

2019

  • 2 200 geschaffene Arbeitsplätze unter Berücksichtigung von Dauer- und Zeitarbeitsplätzen in der Erntesaison.
  • Molinos de Honduras, CAFEPSA, CECRUCSO und CAFEUNO unterhalten integrative Geschäftsmodelle mit Organisationen im Departement. Die Kapazitäten der Mitglieder dieser Organisationen wurden gestärkt, indem 10 557 Produzenten (22% Frauen) in der Kaffeewertschöpfungskette, 266 Produzenten (21% Frauen) in der Kakaokette und 1 243 Produzenten (46% Frauen) in der Cashewkette geschult wurden.
  • Zu den Erzeugerorganisationen zusammen mit den oben genannten Unternehmen gehören die Labels Bio, Fair Trade, SPP, UTZ, Manos de Mujer und Café Practices.
  • Etablierte integrative Geschäftsmodelle mit internationalen Käufern, die die Einhaltung wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Standards fördern.
  • Die Firma Molinos de Honduras (Projektpartner) stellte 87 Produktionsorganisationen Finanzmittel im Wert von 13,2 Millionen Lempiras zur Verfügung.
  • Die Produktivität stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,59% mit einem Durchschnitt von 13,68 Doppelzentnern/trockenem Pergament.
  • Verbesserte Kettenführung mit inklusiven und effektiven öffentlich-privaten Dialog- und Konsultationsplattformen.
  • Nachhaltige Verbesserung der Leistung der Interessengruppen, Prozesse, Beziehungen, Zusammenarbeit, Innovation, Transaktionen und Rentabilität.
  • Das Wissen, die Kommunikation und das Lernen wurde auf der Grundlage von Erkenntnissen ausgebaut, die durch Monitoring und Folgenabschätzung sowie partizipatorische Reflexion gewonnen wurden, um die Replikation und den Umfang der übernommener, bewährter Praktiken zu maximieren.
  • Die Jahresproduktion stieg um 15,25% gegenüber dem Vorjahr 317 305 Doppelzentner/trockenes Pergament.