Wirtschaftsentwicklung im ländlichen Raum PASDER

Die vier Departemente im nördlichen Teil des Landes (Alibori, Borgou, Atacora und Donga) bedecken fast drei Viertel der Landesfläche und beherbergen etwas mehr als ein Drittel (33,9%) der Bevölkerung. Laut Index der menschlichen Entwicklung (HDI) von 0,485 liegt Benin 2016 auf Platz 167 von 187 Ländern. Die Armut hat auf nationaler Ebene zugenommen und ist von 36,2% im Jahr 2007 auf 40,1% im Jahr 2015 gestiegen (UNDP, 2016). Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Verbraucherausgaben zurückzuführen. Auch wenn sich aus den Reformen im Land, insbesondere im Agrarsektor, Chancen ergeben, muss sich das Programm an einen Kontext zunehmender multidimensionaler Fragilität anpassen. Frauen sind davon besonders betroffen, da sie trotz ihrer dominanten Rolle in der Familie wenig Zugang zu und Kontrolle über Ressourcen haben.

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parakou, benin
9.3466822
2.6090043
Projektdauer
2020 - 2024
Finanziert durch
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA

Das Projekt

Das Programm PASDeR (Programme d’Appui au Secteur du Développement Rural) unterstützt die Wirtschaftsakteure in den ländlichen Regionen, um das Wirtschaftswachstum an der Basis zu fördern. Ziel ist, bis 2027 familiäre Klein- und Landwirtschaftsbetriebe und Handwerksbetriebe in den Departementen Borgou und Alibori dazu zu bringen, einen nachhaltigen Beitrag zur sozioökonomischen Entwicklung zu leisten, um die Armut zu verringern.

In der jetzigen Phase konzentrieren sich die Projektaktivitäten auf die:
  • Konsolidierung und Ausweitung der Errungenschaften der beiden vorangegangenen Phasen
  • Skalierung durch die räumliche Ausdehnung des Programms auf alle Gemeinden in den Departementen Borgou, Alibori, Atacora und Donga, d.h. insgesamt 27 Gemeinden.
Es geht darum, lokale Initiativen für die Landwirtschaft und Viehzucht zu fördern, die Produktivitätssteigerungen und Einkommenssteigerungen bei der armen ländlichen Bevölkerung erreichen.

Verschiedene Ansätze zur Förderung der Agrar- und Ernährungswirtschaft unterstützen die Erreichung der Ziele. Darunter die Schaffung von Infrastrukturen für die technische und finanzielle Unterstützung der Bauernorganisationen, die genetische Verbesserung in der Tierzucht, die landwirtschaftliche Mechanisierung und die Umsetzung des Inclusive Market (IM)-Ansatzes zur Verbesserung des Vermarktungssystems für die Erzeugnisse aus Ackerbau und Viehzucht.

Die direkten Begünstigten des Programms sind Bauernorganisationen und landwirtschaftliche Familienbetriebe.

Projektpartner

Unions Départementales des Producteurs (UDP) ;
Unions Départementales des Organisations Professionnelles d’Eleveurs de Ruminants (UDOPER).

Resultate

Erwartete Ergebnisse:
  • Die institutionellen Leitungsorgane der Bauernorganisationen sind operativ tätig und arbeiten in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften. Ihre verfügbaren personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen werden effizient verwaltet und ihre Handlungsfähigkeit gestärkt.
  • Mindestens 35% der Mitglieder (Familienbetriebe) der Bauernorganisationen haben ihre Produktivität gesteigert, dies dank eines leichteren Zugangs zu angepassten und qualitativ hochwertigen Produktionsfaktoren und Dienstleistungen.
  • Produktionserträge der landwirtschaftlichen Familienbetriebe generieren durch die Verarbeitung vor Ort einen Mehrwert und erzielen auf den Märkten höhere Preise.
  • Die Produktivität von mindestens 30% der weiblichen Mitglieder der Bauernorganisationen steigt signifikant.
  • Mindestens 75% des Volumens an von Frauen verarbeiteten Produkten erfüllen die Qualitätsstandards und werden zu lukrativen Preisen auf den Märkten verkauft.