Höhere Wertschöpfung für Abfall

Das Projekt zielt darauf ab, bessere Praktiken der Abfalltrennung an der Quelle zu unterstützen, eine effizientere Nutzung von Ressourcen in Produktion und Konsum einzuführen und ein Netzwerk derjenigen zu entwickeln, die sich mit Kreislaufwirtschaftspraktiken beschäftigen. Zusätzlich werden innovative grüne Produkte und Dienstleistungen auf dem Markt vermarktet und die Zusammenarbeit mit öffentlich-privaten Partnerschaften, um die Umweltverantwortung zu unterstützen. 
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Vientiane
17.9757058
102.6331035
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Vang Vieng 
18.95009
102.44379
Projektdauer
2021 - 2024

Die Gesamtmenge des in Ländern mit niedrigen Einkommen anfallenden Abfalls wird bis ins Jahr 2050 um mehr als das Dreifache ansteigen. Insbesondere in den Regionen Ostasiens, die 23 Prozent des weltweiten Abfallaufkommens erzeugen. Die Demokratische Volksrepublik Laos ist sehr anfällig für die Auswirkungen des Klimawandels, und es wird erwartet, dass die ökologischen Herausforderungen in Zukunft noch zunehmen. Das Abfallaufkommen wächst parallel zur Verstädterung, bereits 35,6 % der laotischen Bevölkerung lebt in städtischen Gebieten, mit einer jährlichen Wachstumsrate von 3,2 % pro Jahr.  Allein in der Hauptstadt Vientiane wird bis zum Jahr 2030 ein Anstieg der festen Siedlungsabfälle um über 60 % von 1.004 auf 1.675 MT/Tag prognostiziert. 

Der Dienstleistungssektor in Laos expandiert schnell und trug 2019 zu 31,6 % der Gesamtbeschäftigung bei.  Er ist jedoch auch ein grosser Abfallerzeuger mit Gästehäusern, Hotels und Geschäften, die grosse Mengen an Abfall produzieren, mit durchschnittlich 24 kg/Tag pro 30 Zimmer in Hotels und Gästehäusern und 9 kg/Geschäft/Tag. 

Das Abfallwirtschafts- und Recyclingsystem ist derzeit nicht in der Lage, mit der Menge des anfallenden Abfalls Schritt zu halten. Unzureichende Mülltrennung, -sammlung und -entsorgung sowie unterentwickelte Recyclingprozesse sind wesentliche Faktoren im Umgang mit diesem Problem. Es gibt nur wenige  recyklierte Produkte im Land und die Wertschöpfung für wiederverwertbare Materialien erfolgt in der Regel erst nach dem Export. Diese schafft keine Anreize für gute Umweltpraktiken. Die geringe Mülltrennung führt dazu, dass viele wiederverwertbare Materialien auf Deponien landen oder illegal verbrannt werden - was zu Umwelt- und Gesundheitsproblemen beiträgt.

Informelle Müllsammlerinnen und Müllsammler spielen eine wichtige Rolle im Abfallwirtschaftssystem, indem sie Wertstoffe wie Plastikflaschen, Aluminiumdosen oder Papier aus Haushalten und Betrieben einsammeln und diese dann sortieren und gewinnbringend an Schrotthändler verkaufen. Allerdings leiden die informellen Müllsammler unter einem niedrigen sozialen Status und einer geringen Verhandlungsmacht, haben keine Schutzausrüstung, können oft keine Lagerbestände anlegen und sind instabilen Preisen ausgesetzt.    

Das Projekt

Das Projekt bindet den Dienstleistungssektors zur Verbesserung des Abfallmanagements in ausgewählten Bezirken der Hauptstadt Vientiane und der Provinz Vientiane ein. Das Projekt zielt darauf ab, bessere Praktiken der Abfalltrennung an der Quelle zu unterstützen, eine effizientere Nutzung von Ressourcen in Produktion und Konsum einzuführen und ein Netzwerk derjenigen zu entwickeln, die sich mit Kreislaufwirtschaftspraktiken beschäftigen. Zusätzlich werden innovative grüne Produkte und Dienstleistungen auf dem Markt vermarktet und die Zusammenarbeit mit öffentlich-privaten Partnerschaften, um die Umweltverantwortung zu unterstützen. Ergänzt wird dies durch Bemühungen, die Kapazitäten der informellen Müllsammlerinnen und Müllsammler zu stärken, um effizienter zu werden und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.

Ziel des Projekts ist, die Senkung der Betriebskosten von Unternehmen des Dienstleistungssektors für Wasser, Strom und Abfallentsorgung, was zu einer Erhöhung ihres Einkommens führt, um grüne Arbeitsplätze zu erhalten und/oder zu schaffen. Dies wird erreicht durch 

  • die Einführung von umweltfreundlichen Produkten und die Anwendung guter Umweltpraktiken im Dienstleistungssektor sowie 
  • den Zugang zu verbesserten Abfallentsorgungsdienstleistungen. Zudem zielt das Projekt darauf ab, das Einkommen der informellen Müllsammler durch 
  • die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen durch Kapazitätsaufbau und Zugang zu verbesserten Geschäftsmöglichkeiten zu erhöhen.

 Zielgruppen

  • Abfallerzeuger im Dienstleistungssektor (Hotels, Pensionen, Restaurants, Cafés und Minimärkte)
  • Informelle Müllsammler

Erwartete Resultate

  • 170 KMU des Dienstleistungssektors erhöhen ihr Einkommen
  • 100 Müllsammlerinnen und Müllsammler verbessern ihren Lebensunterhalt
  • 40 % der Begünstigten sind Frauen
  • 30 grüne Arbeitsplätze werden geschaffen
  • 600 KMU des Dienstleistungssektors sind zu Umweltfragen sensibilisiert

Finanzierungspartner

Dieses Projekt ist Teil von Swisscontacts Entwicklungsprogramm, kofinanziert von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA).

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