Waste to Value

Das „Waste to Value“-Projekt zielt darauf ab, in Laos die Kreislaufwirtschaft zu fördern, indem die Zusammenarbeit zwischen lokalen Akteuren in der Wertschöpfungskette für Abfall und Recycling verbessert wird. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der Stärkung umweltfreundlicher Unternehmen sowie der Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von vulnerablen Gruppen wie den informellen Abfallarbeitern und -arbeiterinnen.
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Vientiane
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Vang Vieng 
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luang prabang
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Projektdauer
2025 - 2028

In Laos landen wertvolle Recyclingmaterialien wie Plastik häufig auf Mülldeponien, während informelle Abfallarbeiter und -arbeiterinnen unter unsicheren Bedingungen und niedrigen Einkommen leiden. Derzeit ist die Trennung, Sammlung, Entsorgung und Wiederverwertung von Materialien unzureichend, unkontrolliert und unorganisiert.

Informelle Abfallarbeiter und -arbeiterinnen sind mit schwankenden Preisen für wiederverwertbare Materialien und einer mangelnden Koordination zwischen den Akteuren konfrontiert, was sich negativ auf ihr Einkommen und ihre Arbeitsbedingungen auswirkt. Zudem fehlt den meisten von ihnen unternehmerisches und finanzielles Know-how.

Umweltfreundliche Unternehmen sehen sich mit finanziellen und technischen Herausforderungen konfrontiert, darunter eingeschränkter Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen sowie ein Mangel an Expertise und Schulungsmöglichkeiten zu nachhaltigen Praktiken. Darüber hinaus fehlen staatliche Richtlinien und Anreize zur Unterstützung grüner Unternehmen, während das Bewusstsein der Verbraucher und Verbraucherinnen für nachhaltige Praktiken gering ist.

Angesichts dieser Herausforderungen zielt das Projekt darauf ab, Laos bei der Anpassung an den Bedarf innovativer Lösungen im Bereich Abfallverwertung und Recycling zu unterstützen.

Das Projekt

Das Projekt unterstützt umweltfreundliche Unternehmen dabei, ihre Produktionseffizienz zu steigern, ihre Geschäftsmodelle zu verfeinern und zu stärken sowie marktreife Produkte aus recyceltem Kunststoff zu entwickeln. Durch gezielte Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung, einschliesslich Mentoring und Informationen zum Zugang zu Finanzmitteln, erhalten diese Unternehmen die Ressourcen und das Fachwissen, die sie benötigen, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, die Lebensgrundlagen und die Widerstandsfähigkeit informeller Abfallarbeiter zu verbessern, indem ihr Zugang zum Markt für Wertstoffe verbessert und sie stärker in die Wertschöpfungskette für Abfall und Recycling eingebunden werden.

Zudem festigt das Projekt den politischen Dialog zwischen Akteuren des öffentlichen und privaten Sektors sowie der Zivilgesellschaft, um einen Kreislaufwirtschaftsansatz zu fördern. Dieser Dialog konzentriert sich auf die Förderung nachhaltiger Konsum- und Produktionspraktiken, die Schaffung eines günstigeren Umfelds für das Wachstum grüner Unternehmen und die Umsetzung umweltfreundlicher Praktiken wie der Reduzierung von Plastik.

Zu diesem Zweck führt das Projekt die folgenden drei Massnahmen durch:

  • Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle für grüne Unternehmen
  • Verbesserung der Geschäftstätigkeit und Arbeitssicherheit informeller Abfallarbeiter und -arbeiterinnen sowie Schaffung neuer Marktchancen für Sammelunternehmen
  • Förderung der Kreislaufwirtschaft durch stärkere Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Akteuren

 

Projektziele

Das Projekt trägt zu einer inklusiven Entwicklung und einer gesünderen Umwelt in Laos bei, indem es das Abfallmanagementsystem verbessert. Es konzentriert sich auf nachhaltige Geschäftsmodelle für grüne Unternehmen und fördert den Verkauf und die Nutzung recycelter und upcycelter Produkte, wodurch die Menge an Abfällen, die auf Deponien landen, reduziert wird.

Darüber hinaus erleichtert das Projekt Verkaufschancen für wiederverwertbare Materialien, um das Einkommen informeller Abfallarbeiter und -arbeiterinnen sowie lokaler Sammelunternehmen zu steigern.

Durch die Aufwertung von Abfall als wertvolle Ressource und die Förderung von Recyclingmärkten trägt das Projekt zur Eindämmung des Klimawandels bei und unterstützt gesellschaftliche Veränderungen hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

Erwartete Resultate 2025 - 2028

  • 10 grüne Unternehmen (davon 5 von Frauen geführt) profitieren durch eine EcoChallenge von Unterstützung in der Geschäftsentwicklung.
  • 40 grüne Unternehmen erhalten Zugang zu Informationen über Finanzierungsmöglichkeiten.
  • 300 informelle Abfallarbeiter und -arbeiterinnen nehmen an Schulungen teil, wobei 40% ihr Einkommen um durchschnittlich 500 CHF pro Jahr steigern (davon 50% Frauen).
  • 16 Sammelunternehmen erhalten Unterstützung zur Effizienzsteigerung und erhöhen ihr Einkommen um durchschnittlich 2000 CHF pro Jahr (davon 50% von Frauen geführt).
  • 500 KMU aus dem Gastgewerbe- und Tourismussektor (davon 50% von Frauen geführt) melden sich für das E-Learning zu nachhaltigen Praktiken an, um ihre ökologische Leistung zu verbessern.

 

Finanzierungspartner

Dieses Projekt ist kofinanziert von der Kuoni und Hugentobler-Stiftung. Es ist Teil von Swisscontact’s Entwicklungsprogramm, welches von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA kofinanziert wird.

Aktuelles

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In Laos wächst eine Umweltbewegung. Das Label Plastic Free Laos - eine Organisation zur Reduktion des Plastikmülls im Land – setzt sich für eine ökologisch nachhaltige Zukunft ein. Swisscontact unterstützt das Label mit dem Projekt «Waste to Value». 
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Am 9. September 2022 fand eine Schulung zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen für Dienstleistungsunternehmen wie Hotels und Restaurants in der Hauptstadt Vientiane in Laos statt.