Kompetenzen für eine Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit

Das Projekt «Skills for Employment» (SET) zielt darauf ab, die Aussichten der Jugendlichen auf eine Selbstständigkeit zu verbessern, indem es zu einem verbesserten Zugang zu beruflichen Qualifizierungsangeboten sowie einem erhöhten Stellenwert und einer gesteigerten Qualität dieser Angebote beiträgt.Die Jugendlichen haben aufgrund ihres eingeschränkten Zugangs zu Qualifizierungsmassnahmen und der Diskrepanz zwischen verfügbaren Qualifizierungsmassnahmen und der Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt Schwierigkeiten bei der Arbeitsplatzsuche. Die schwache Beteiligung der Privatwirtschaft im formalen Berufsbildungssystem hat zu einer Situation geführt, bei der die spezifische Nachfrage nach praktischen Fähigkeiten nicht erfüllt wird. Durch gering qualifizierte Arbeitskräfte wird das Wachstum der wichtigsten Wirtschaftssektoren gehemmt und die Entwicklung der beruflichen Kompetenzen macht eine Expansion und Verbesserungen notwendig. Der Mangel an lokal verfügbaren und relevanten qualifizierten Ressourcen tritt auf dem Landwirtschaftssektor, der eines der wichtigsten Standbeine der tansanischen Wirtschaft darstellt, am offensichtlichsten zutage. Das Ausbildungszentrum für Berufsschullehrkräfte Morogoro hat eine wesentliche Multiplikatorfunktion im Berufsbildungssystem inne und den Auftrag, Berufsschullehrende auszubilden. Jedoch besteht hier ein Defizit bei deren Fähigkeit, hochwertige Ausbildungen anbieten zu können, und ihre Kompetenzen bei der Bereitstellung von Dienstleistungen und Leitungsfunktionen sind mangelhaft. Ferner ist die schwache institutionelle Kapazität und Leistung sowohl öffentlicher als auch privater Berufsbildungsanbieter ein ständiges Thema. Derzeit bieten nur wenige Schulungen in Kompetenzen, welche die Herausforderungen von nur mangelhaft qualifizierten Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt ansprechen, um sie dabei zu unterstützen, der Arbeitslosigkeit bzw. einer informellen Beschäftigung für Geringqualifizierte zu entrinnen und eine angemessene Beschäftigungsmöglichkeit auf ihrem lokalen Arbeitsmarkt zu finden.
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Projektdauer
2018 - 2022
Finanziert durch
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA

Das Projekt

Das Projekt SET spricht die Herausforderungen der Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung unter den Jugendlichen Tansanias, besonders Frauen, direkt an. Es unterstützt die Anstrengungen der Regierung, diese grosse Herausforderung für eine Entwicklung der Qualifikationen niedriger Qualität zu lösen, die durch das Berufsbildungssystem hervorgebracht werden. Es trägt zum nachhaltigen Entwicklungsziel angemessener Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Wachstums bei, indem es die Arbeitsproduktivität erhöht, die Arbeitslosenrate besonders unter Jugendlichen senkt und indem es den Zugang zu Dienstleistungen und Unterstützungen verbessert, die wesentliche Bestandteile eines nachhaltigen und inklusiven wirtschaftlichen Wachstums darstellen.
 

Der Ansatz des Projekts ist eine systematische Verbesserung der Förderung beruflicher Kompetenzen junger Männer und Frauen. Die Entwicklung von beruflichen Kompetenzen stellt einen Schlüsselfaktor für Jugendliche und Frauen beim Zugang zu einer Beschäftigung und einem Einkommen dar. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf dem Aufbau der Kapazitäten der Partner, dem Austesten von Modellen und Zugängen zur Erzielung von Skaleneffekten und der Sicherstellung, dass eine grosse Anzahl qualifizierter Jugendlicher ausgebildet wird und Zugang zu Angeboten hat, die ihnen eine angemessene Beschäftigung ermöglichen. Es wendet die Grundsätze und Praktiken des Inclusive Markets-Ansatzes an, wobei die Grenzen und Möglichkeiten ausgelotet werden, die dem bestehenden Berufsbildungssystem innewohnen.


Die Zielgruppe und Begünstigten des Projekts sind junge Männer und Frauen im Alter von 15 bis 24 Jahren, die derzeit arbeitslos oder in einem prekären Beschäftigungsverhältnis sind. Das Projekt zielt darauf ab, die prekären Beschäftigungsverhältnisse bei den Frauen um 76% und bei Männern um mindestens 66% zu verringern.


Das Projekt zielt darauf ab, die Aussichten Jugendlicher auf eine selbstständige Erwerbstätigkeit dadurch zu verbessern, dass es einen nachhaltigen und systemischen Beitrag zu einem verbesserten Zugang zu beruflichen Qualifizierungsangeboten sowie einem erhöhten Stellenwert und einer gesteigerten Qualität dieser Angebote leistet. Dies wird durch den Aufbau der Kapazitäten von Schlüsselinstitutionen und Koordinierung zwischen den Qualifizierungsanbietern und der Privatwirtschaft/den Akteuren des privaten Sektors erreicht. Im Rahmen der ersten Projektphase wird erwartet, dass mit den Förderungen 5'000 Jugendliche (davon 60% Frauen) erreicht werden.

Projektpartner

  • Berufsbildungsbehörde (VETA)
  • Ausbildungsinstitut für Ausbilder Morogoro (MVTTC)
  • Lokale Regierungsbehörden
  • Akteure der Privatwirtschaft und externe Experten

Resultate

Resultate per 2021

  • 5 Arbeitsmarktanalysen für die Teilsektoren Biomedizin, Fischverarbeitung, Informatik, Fischzucht und allgemeine Landwirtschaft wurden unterstützt. 6 Lehrpläne für die Berufsbildungsbehörde und entsprechendes Schulungsmaterial für den Ausbildungsanbieter in der Region Morogoro (informeller Sektor) wurden als Ergebnis der Arbeitsmarktbewertung entwickelt.
  • 32 Arbeitsmarktanalysten der Vocational Educational and Training Authority (VETA), des National Council for Technical Education (NACTE), der Tanzanian Private Sector Foundation (TPSF) und Sustainable Agriculture Tanzania (SAT) nahmen an einer durch das Projekt geförderten Schulung zum Thema Gender und Umfragemanagement teil.
  • Es wurden acht Schulungsmodule entwickelt, um die Fähigkeiten der Ausbildnerinnen und Ausbildner am Morogoro Vocational Teachers Training College (MVTTC) zu verbessern. Dazu gehören:
    • die kompetenzbasierte Aus- und Weiterbildung, Kommunikationsfähigkeiten, Berufspädagogik, Informatik in beruflichen Lehr- und Lernprozessen, Grundsätze der Professionalität in der beruflichen Bildung sowie Workshop-Organisation und Managementfähigkeiten.
  • Diese Schulungen wurden gemeinsam mit der Open University of Tanzania durchgeführt. 227 Lehramtsstudentinnen und -studenten (27% Frauen) nahmen an der Schulung teil.
  • Schulungskurse in den Bereichen Nacherntemanagement, Bienenzucht, Produktion und Vermarktung von probiotischem Joghurt wurden entwickelt und von 3 845 Jugendlichen (52% Frauen) besucht.

Aktuelles

Tansania
03.12.2021
Patricia Danzi, Direktorin der DEZA besucht das Projekt 'Skills for Employment Tanzania'
Patricia Danzi, Direktorin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und Peter Bieler, Leiter der Sektion Süd und Ost bei der DEZA, besuchten letzte Woche Tansania. Gemeinsam mit dem Schweizer Botschafter in Tansania, Didier Chaussot, besuchten sie ausgewählte Projekte, darunter Skills for Employment Tanzania (SET) in Morogoro, um mit Begünstigten und Projektpartnern zu sprechen.