Praktische Berufsausbildung hilft jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben (YEP)

Das Projekt hat zum Ziel, die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Nepal zu verringern. Die Begünstigten erhalten Zugang zu marktorientierten, qualitativ hochstehenden Berufsbildungskursen. Damit erhöhen sich ihre Chancen auf eine nachhaltig erfolgreiche Integration in die Berufswelt. Sie verdienen als Angestellte oder Selbständige ihren Lebensunterhalt und verbessern ihre Lebensumstände.
Eine der grössten Herausforderungen Nepals ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Ein Grund dafür ist der Mangel an adäquaten Berufsbildungsmöglichkeiten. Die Privatwirtschaft ist sich zwar zunehmend der Bedeutung gut ausgebildeter Fachkräfte bewusst. Trotzdem zögert sie, ausreichend in deren Qualifikation zu investieren, und viele junge Menschen können sich eine Berufsausbildung nicht leisten.
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Dhankuta
26.983333
87.333333
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Sunsari
26.602019
87.14755
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Morang
26.666667
87.5
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Sarlahi
26.855712
85.56236
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Mahottari
26.633333
85.8
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Sindhui
27.252
85.97
Projektdauer
2017 - 2020

Das Projekt

Das Projekt bietet jungen Menschen in der nepalesischen Region Terai eine Berufsausbildung und unterstützt sie beim Einstieg in die Berufswelt. Die Kurse sind auf den lokalen Arbeitsmarkt ausgerichtet. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Berufsbildungssystems in der Projektregion. Über Aktivitäten, die sich auf den Arbeitsmarkt beziehen, verbessert das Projekt die Chancen der Jugendlichen, einen Arbeitsplatz zu finden oder sich selbständig zu machen und ihr Einkommen zu erhöhen.

Die Ausbildungskurse sind in Module gegliedert, die unabhängig voneinander belegt werden können. Damit wird den unterschiedlichen Bildungsniveaus der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rechnung getragen.

Zudem trägt Swisscontact zum sozialen Zusammenhalt der ethnisch sehr heterogenen Bevölkerung im Südosten Nepals bei und fördert das unternehmerische Denken der jungen Migrantinnen und Migranten, die in ihre Heimatregionen zurückkehren.

Projektziele

Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von 2 310 jungen nepalesischen Frauen und Männern aus den südlichen ländlichen Distrikten Sarlahi, Mahottari, Sindhuli, Morang, Sunsari und Dhakuta zu verbessern. Dies geschieht durch die Förderung von Unternehmertum sowie durch Aus- und Weiterbildung. Dazu werden die Kapazitäten lokaler NGOs und privater Institutionen ausgebaut, damit sie eine Reihe von Fachrichtungen und Trainings für Unternehmertum anbieten können. Das Projekt arbeitet in drei Bereichen:

  1. Förderung des Unternehmertums: 400 Jugendliche, darunter auch rückkehrende Migranten, nehmen an einem Training für Unternehmertum teil. Davon gründen 240 (60% der Auszubildenden) ein eigenes Unternehmen und üben einen Beruf aus, der ihren Lebensunterhalt sichert.
  2. Berufsbildung: 2 500 arbeitslose Jugendliche profitieren von einer marktorientierten, qualitativ hochwertigen Ausbildung, die sich aus Theorie und Praxis zusammensetzt. 1 750 (70% der Auszubildenden) finden eine feste Anstellung oder machen sich selbständig. Sie tragen nach Abschluss des Trainings wesentlich zum Familieneinkommen bei.
  3. Weiterbildung: 400 erwerbstätige Jugendliche verbessern ihre Fähigkeiten in Theorie und Praxis. 320 (80% der Auszubildenden) erhöhen ihr Einkommen um 50% im Vergleich zu vor der Ausbildung.

Projektpartner

•    Kleinste, kleine und mittlere Unternehmen
•    Ausbildungsinstitute
•    Finanzinstitutionen
•    Lokale Radiosender

Resultate

  • Insgesamt 2 898 junge Männer und Frauen absolvierten eine Schulung zum Unternehmertum, zur Entwicklung von Fähigkeiten oder zur Verbesserung von Fertigkeiten.
  • 200 Absolventen eines Entrepreneurship-Trainings gründeten ein kleines Unternehmen und üben einen Beruf aus, der ihren Lebensunterhalt sichert.
  • 1 962 Absolventen eines Trainings zur Kompetenzentwicklung fanden einen Arbeitsplatz oder machten sich selbstständig und leisten einen wesentlichen Beitrag zum Familieneinkommen.
  • 242 weitergebildete junge Erwachsene steigerten ihr Einkommen um mindestens 50%.
  • Die gesamte kumulierte Einkommenssteigerung beläuft sich auf über CHF 4 800 000.

Finanzierungspartner

In 2020 wurde das Projekt von der Stadt Zürich, der Happel-Stiftung, der Stiftung Symphasis und der Stiftung Tibetania finanziert und war Teil des Swisscontact Entwicklungsprogramms , das von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, mitfinanziert wird.

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