Berufliche Ausbildung 

In der berufliche Erstausbildung erwerben junge Frauen und Männer Kenntnisse und Fähigkeiten, die zentral sind für einen erfolgreichen Eintritt in die Arbeitswelt oder um die Ausbildung fortzusetzen. 

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ist in vielen unserer Partnerländer ein grosses Problem. Junge Männer und Frauen, die von der Schule in die Berufswelt wechseln, sind davon besonders betroffen. Die Zahl junger Menschen wächst, die weder in Ausbildung noch eine Arbeit haben. Gleichzeitig klagen die Unternehmen über einen Mangel an qualifiziertem Personal. Ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit ist dadurch eingeschränkt.  

Die häufigsten Gründe für diese Diskrepanz: Die Berufsbildung ist schlecht finanziert, der Privatsektor ist zu wenig beteiligt an der Planung und Durchführung der Ausbildungen, die Ausbildner sind ungenügend geschult und haben keine Praxiserfahrung, die Lehrpläne und die Ausrüstung sind veraltet. Da ist es schwierig, qualitativ hochwertige Ausbildungen anzubieten. Hinzu kommt, dass die Berufsausbildungen oft nicht an die sozialen und wirtschaftlichen Gegebenheiten im Land oder der Region angepasst sind.  

Der Weg zu einer qualitativ guten Berufsbildung 

Swisscontact baut die Kapazitäten von Akteuren der Regierung, von Ausbildungsinstitutionen, Verbänden, aus der Privatwirtschaft und aus Unternehmen aus. Gemeinsam mit ihnen entwerfen und wir massgeschneiderte Programme für die Berufsbildung und setzen sie um. Dazu gehört auch die Ausbildung von Lernenden oder die duale Ausbildung, d.h. die Verbindung von Theorie und Praxis. So eröffnen sich Möglichkeiten für nachhaltige und relevante Ausbildungsangebote.   

Ein starkes Berufsbildungssystem ist für ein Land, für seine Bürgerinnen und Bürger und die Privatwirtschaft von grundlegender Bedeutung. Mit einer guten und relevanten beruflichen Ausbildung…  

  • sind junge Männer und Frauen ein Leben lang beschäftigungsfähig,
  • können sie produktiv am Wirtschaftsgeschehen mitwirken und ihre Rolle als verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger in der Gesellschaft wahrnehmen. Dadurch tragen sie zum allgemeinen Wohlstand eines Landes bei.
  • steigern die Unternehmen und die Industrie insgesamt ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.
Bangladesch: nachfrageorientierte Ausbildungen ebnen diesen jungen Menschen den Weg in den Arbeitsmarkt.
Myanmar: Ein dualer Ansatz ermöglicht es den Auszubildenden, neben theoretischem Wissen auch praktische Erfahrungen zu sammeln. 

Chancen für die Jugend und ein engagierter Privatsektor

Unsere Projektaktivitäten richten sich an jungen Männer und Frauen, die kurz vor dem Eintritt in die Arbeitswelt stehen. Wir führen Projekte durch, die den Zugang zu Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für ein breites Spektrum von Menschen verbessern: von Sekundarschul-und Universitätsabsolventinnen bis hin zu Schulabbrechern und besonders benachteiligten Gruppen.  

Auf das Engagement des Privatsektors in unseren Aktivitäten legen wir besonderen Wert. Wir stellen sicher, dass die Wirtschaft Eigenverantwortung übernimmt und nach Möglichkeit sogar die berufliche Ausbildung selber vorantreibt.   

Befähigung lokaler Akteure 

Wir übernehmen bei allen Projekten die Rolle einer Vermittlerin. Wir stimulieren Innovationen und bringen die relevanten Akteure des Berufsbildungssystems zusammen, um den Wandel hin zu besseren und relevanteren Ausbildungen selber in die Hand zu nehmen.  

Die Projekte, die wir umsetzen, verändern die Berufsbildungssysteme, damit diese besser auf die Bedürfnisse des Marktes reagieren können. Häufig beginnen wir mit Aktivitäten vor Ort zusammen mit unseren Umsetzungspartnern. Dazu gehören auch Unternehmen und Verbände. Danach bauen wir sukzessive das System aus und können so eine nachhaltige Wirkung erzielen. Wir stehen auch in engem Dialog mit den nationalen Interessengruppen, damit sie Eigenverantwortung übernehmen und damit die Interventionen im System verankert werden können. 

Um die berufliche Ausbildung zu verbessern, arbeiten wir in diesen Bereichen: 

  • Koordination des politischen Dialogs und der Zusammenarbeit der beteiligten Akteure
  • Förderung der öffentlich-privaten Steuerung der Berufsbildung
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Instrumenten zur Qualitätssicherung
  • Förderung innovativer Finanzierungsmechanismen für die berufliche Ausbildung, an denen verschiedene Akteure beteiligt sind;
  • Ausbildungsangebot: Entwicklung von Lehrplänen und Standards, Digitalisierung der Ausbildungen, lernerzentrierte, fördernde pädagogische Ansätze
  • Management der Ausbildungsinstitutionen: Infrastruktur und moderne Lerneinrichtungen, Organisatorisches und Verwaltung, finanzielle Tragfähigkeit, Ausbildung der Ausbildnerinnen und Ausbildner in Schule und Betrieb

Projekte Berufliche Ausbildung

Berufliche Ausbildung - Aktuelles

Weitere Arbeitsthemen

Arbeitsmarktintegration
Die Arbeitsmarktintegration geht auf die Bedürfnisse von Menschen ein, die arbeitslos sind oder von der Entlassung bedroht sind. Die Massnahmen der Arbeitsmarktintegration setzen sich zusammen aus Informations- und Lernangeboten. Ziel ist es, die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen, ihre Chancen auf einen leistungsgerechten Lohn oder eine selbständige Erwerbstätigkeit zu erhöhen.
Umschulung und Weiterbildung
Durch Umschulung und Weiterbildung können Männer und Frauen ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Einstellungen verbessern und auf den aktuellsten Stand bringen. So können sie ihre Stelle oder die selbstständige Erwerbstätigkeit besser halten oder sich weiterentwickeln.