Uganda: Wirtschaftlich erfolgreiche Honig- und Kakaoproduzentinnen und -produzenten

Das Projekt unterstützt Familien von Honig- und Kakaobauern und -bäuerinnen mit unterschiedlichen Angeboten. In praxisorientierten Aus- und Weiterbildungskursen erweitern diese ihr Wissen und ihre Fertigkeiten. Sie sind in der Lage die Qualität zu steigern und höhere Produktionsmengen zu erzielen. Parallel dazu begleitet Swisscontact die Bauern beim Verkauf ihrer Produkte. Die Produzentenorganisationen gewinnen an Verhandlungsgeschick, bauen stabile Beziehungen zu Abnehmern auf und erschliessen neue Absatzmärkte. Durch die erfolgreiche Integration in das Marktsystem generieren Kleinbauernfamilien existenzsichernde Einkommen.

Aufgrund der grossen Nachfrage werden in der aktuellen Phase 2017-2020 weitere Kakaobauer und Imker in das Projekt integriert und der geografische Fokus wird auf zwei neue Distrikte ausgeweitet. Zudem werden vor allem Frauen und junge Erwachsene in den Anbau von Gemüse und die Imkerei eingeführt, um dadurch nicht nur die Einkommens- sondern auch Ernährungssituation der Familien zu verbessern. Der dritte Schwerpunkt liegt in der Förderung innovativer Finanzprodukte wie Mikroleasing, damit die Bauern ihre wirtschaftlichen Aktivitäten weiter ausbauen können.

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lira, Uganda
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32.8874067
Projektdauer
2017 - 2020
Finanziert durch
  • Medicor Foundation
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA
  • Spenden

Das Projekt

Ziel des Projektes ist es für 23 000 Kleinbäuerinnen und -bauern im Honig- und Kakakosektor eine  die Armut zu bekämpfen, das Einkommen zu steigern und eine nachhaltige Existenzgrundlage für Kakaobauern, Imker und weitere Akteure dieser Wertschöpfungsketten zu schaffen. Das Projekt unterstützt Kakaobauern und Honigproduzenten mit verschiedenen Dienstleistungen. Durch praxisnahe Aus- und Weiterbildungskurse erweitern diese Begünstigten ihre Fähigkeiten und Kenntnisse. Sie sind dann in der Lage die Qualität zu verbessern und die Erträge zu steigern. Parallel dazu unterstützt Swisscontact die Landwirte beim Verkauf ihrer Produkte.

Erzeugerorganisationen verbessern ihr Verhandlungsgeschick, bauen stabile Beziehungen zu Käufern auf und gewinnen neue Absatzmärkte. Durch ihre erfolgreiche Integration in das Marktsystem sind Kleinbauern in der Lage, sichere und lebenserhaltende Einkommen zu generieren.

Erwartete Resultate


Kakaosektor:
  • 15 000 Kakaobauern (30% Frauen) haben Zugang zu Weiterbildung sowie Beratungs- und Konsultationsdiensten. 80% von ihnen können die Produktion um durchschnittlich 40% und ihr Jahreseinkommen um 30% steigern.
  • 6 000 Frauen und junge Erwachsene der oben genannten Kakaobäuerinnen und -bauern erhalten eine zusätzliche Ausbildung im Gemüseanbau und der Imkerei (im Rahmen einer Diversifizierungs- und Ernährungssicherungsinitiative).
  • Im Kakaosektor werden 340 neue Vollzeitstellen geschaffen.
Honigsektor:
  • 8 000 Honigbauern (30% Frauen) nehmen an Fortbildungskursen teil. 80% können die Honigerträge um 35% und die Nebenprodukte der Bienenhaltung um 30% steigern. Dies führt zu einer Einkommenssteigerung von rund 30%.
  • Im Honigsektor werden 500 neue Vollzeitstellen geschaffen.

Projektaktivitäten

  1. Aus- und Weiterbildungen für Kleinbauern
    Mit gezielten Aus- und Weiterbildungen werden die Begünstigten in den Bereichen Anbaumethoden, technische Ausrüstung, Management, Umgang mit Pflanzenschutz, Düngemitteln, Saatgut etc. oder der Bienenhaltung und Verarbeitung von Imkereiprodukten geschult.
  2. Zugang zu Marktinformationen und Aufbau von Geschäftsbeziehungen
    Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufbau von Bauernorganisationen, zur besseren Vernetzung von Produzenten und Abnehmern (Preis- und Abnahmegarantien), zu neuen Marktzugängen und Marktinformationen entlang der beiden Wertschöpfungsketten Kakao und Honig.
  3. Zugang zu Finanzdienstleistungen
    Den Bäuerinnen und Bauern werden Grundkenntnisse in Finanzen vermittelt, welche sie zugleich in Spar- und Leihgruppen anwenden können, und ihre finanzielle Sicherheit und Autonomie ausbauen. Das Projekt fördert zudem den Zugang zu formellen Banken und Kreditgenossenschaften sowie neuen innovativen Finanzprodukte (bsp. Mikroleasing).
  4. Diversifizierung der Anbaustrategien im Kakaosektor (Gemüseproduktion, Integration der Imkerei)
    Frauen und junge Erwachsene werden bei der Einführung des Gemüseanbaus und der Honigproduktion gefördert, um die ärmlichen Kleinbauernfamilien bei der Verbesserung ihrer Ernährungssituation zu unterstützen.
  5. Verbesserung der politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen
    Im Vordergrund stehen die Erarbeitung und Verabschiedung verbesserter regulatorischer Rahmenbedingungen wie Exportregulierungen, Standards und Zertifizierungen.

Resultate

Resultate 2017 - 2019
  • Im Honigsektor erhielten zwischen 2017-2019 insgesamt 7 182 Imker (31% Frauen) Zugang zu relevanten Schulungen, Dienstleistungen und Produkten angeboten von Bauernverbänden, Privatunternehmen und Lokalverwaltungen.
  • Aufgrund der verbesserten Fertigkeiten und Vernetzung mit Akteuren in der Wertschöpfungskette verkauften 80% der Bienenhalter (5 710 Personen, davon 28% Frauen) ihre Honig- und Bienennebenprodukte und steigerten so ihr durchschnittliches Jahreseinkommen um 51%. Im Jahr 2019 allein waren es 1 872 Imker, davon 30% Frauen, die ihr Einkommen um 30% erhöhen konnten.
  • Im Kakaosektor eigneten sich 10 948 Bauern (33% Frauen) Wissen und Fähigkeiten im Kakaoanbau an. 78% von ihnen (8 550, davon 33% Frauen) konnten ihren Kakao verkaufen und erzielten folglich ein zusätzliches Jahreseinkommen von durchschnittlich +38%.