Integrativer Kaffee: Förderung von nachhaltigen Märkten

Das Projekt zielt darauf ab, Ungleichheiten in der Wertschöpfungskette von nachhaltigem Kaffee zu reduzieren, um für Kleinbauern widerstandsfähigere Lebensgrundlagen zu schaffen.
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Tegucigalpa, Honduras
14.065049
-87.1715002
Projektdauer
2021 - 2024

Das Projekt

Die Wirtschaft Honduras hat in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erfahren, steht aber immer noch vor Herausforderungen wie schlechter Diversifizierung, grosser Ungleichheit und weit verbreiteter Armut. Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Exportprodukt, aber der Exportpreis ist gesunken. Im Vergleich zu anderen zentralamerikanischen Ländern exportiert Honduras die grösste Menge zum tiefsten Stückpreis. Nachhaltig produzierter Kaffee kann auf dem internationalen Markt zu einem wesentlich höheren Preis verkauft werden. Bauern und Bäuerinnen profitieren allerdings nicht von einem höheren Einkommen für ihren nachhaltig produzierten Kaffee. Ihren Kaffeekooperativen oder Produktionsgemeinschaften fehlt es an Wissen und Netzwerkbeziehungen, um den nachhaltig produzierten Kaffee zu verkaufen. Folglich verkaufen sie ihn zu herkömmlichen Preisen, obwohl er zertifiziert ist oder den Nachhaltigkeitskriterien entspricht. 

Das Projekt versucht diesen Mangel zu beheben, indem es die Kompetenzen von Wirtschaftsförderungsorganisationen im Bereich Handelsförderung stärkt. Dadurch sollen diese in der Lage sind, Dienstleistungen für exportbereite Unternehmen anzubieten, die sich wiederum für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Produktion einsetzen. Das Endziel des Projekts ist es, widerstandsfähige Lebensgrundlagen für nachhaltige Kaffee-Kleinbauern zu schaffen, das Wirtschaftswachstum und die Teilnahme an globalen Wertschöpfungsketten zu fördern und zu einer gesünderen Umwelt beizutragen.

Als erstes Projekt, das Swisscontacts innovativen Ansatz zur Förderung integrativen Handels anwendet, wird dieses Projekt versuchen, zwei Marktsysteme gleichzeitig zu beeinflussen: das integrative Exportförderungssystem (letzte Meile) und das inklusive Importförderungssystem (erste Meile) in den Zielmärkten. Dieser doppelte Ansatz ermöglicht die Stärkung bzw. Schaffung integrativer globaler Wertschöpfungsketten, die sowohl für die Verkäuferinnen als auch für den Käufer Wert generieren, das Wirtschaftswachstum fördern und die Wohlstandsungleichheit in Honduras reduzieren.

Direkte Partner des Projekts sind 16 lokale Wirtschaftsförderungsorganisationen. Diese Business-Support-Organisationen bieten nachhaltigen Kaffeekooperativen, Produzentenverbänden und KMUs Dienstleistungen zum Kapazitätsaufbau an, die es ihnen ermöglichen, ihre Ausfuhrkapazität zu identifizieren, einen Marketingplan für den Export zu entwerfen, Marktinformationen zu erhalten und sich über spezifische Marktzugangsanforderungen zu informieren. Sobald sie für den Zugang zu den Exportmärkten bereit sind, unterstützen die Organisationen sie mit Go-to-Market-Dienstleistungen, wie z. B. der erleichterten Teilnahme an Messen und anderen Veranstaltungen, die ihnen helfen, nachhaltige Beziehungen zu potenziellen Käufern in Europa aufzubauen.

Schliesslich wird das Projekt die Gründung eines Multi-Stakeholder-Bündnis für integrative und wettbewerbsfähige Handelsförderung erleichtern, um das derzeit schwache und unterentwickelte Umfeld für Handelsförderung in Honduras zu stärken. Diese Allianz, die sich aus Vertretern des öffentlichen und privaten Sektors zusammensetzt, soll Rahmenbedingungen schaffen, die ein integratives Wirtschaftswachstum und die Widerstandsfähigkeit honduranischer nachhaltiger Kaffeeunternehmen begünstigen.

Projektziele

Kleinbauern und -bäuerinnen, die Teil nachhaltiger Kaffeeunternehmen sind (Kooperativen, Produzentenvereinigungen und KMUs), sind in der Lage, erfolgreich direkt mit nachhaltigen Importeuren zu verhandeln, was zu einem erhöhten Absatz von nachhaltigem Kaffee führt und auf diese Weise ihre Lebensgrundlagen widerstandsfähiger macht.

Erwartete Resultate

  • 16 lokale Wirtschaftsförderungsorganisationen sind in die Lage versetzt, ihren Kunden aus dem nachhaltigen Kaffeesektor Dienstleistungen der Exportförderung anzubieten.
  • 26 nachhaltige Kaffeeunternehmen nehmen die Exportförderungsdienste dieser Business-Support-Organisationen in Anspruch.
  • 1 850 nachhaltige Kleinbauern (30 % Frauen) erhöhen ihr Einkommen und erzielen einen höheren Preis pro Einheit für ihren nachhaltigen Kaffee.
  • 30 Importeure und Röster pro Jahr nehmen an Veranstaltungen und Matchmaking-Aktivitäten teil, um direkte Handelsbeziehungen mit nachhaltigen honduranischen Kaffeeunternehmen aufzubauen.
  • Mindestens 5 hochrangige Regierungsbeamte und 5 Vertreter des Privatsektors sind aktive Mitglieder des honduranischen Bündnis für integrative und wettbewerbsfähige Handelsförderung.

Finanzierungspartner

Dieses Projekt ist Teil von Swisscontacts Entwicklungsprogramm, kofinanziert von der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA).

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