Förderung des Gartenbaus zur Verbesserung der Ernährung und des Einkommens (CHAIN 2)

Bei dem Projekt „Förderung des kambodschanischen Gartenbaus zur Verbesserung der Ernährungs- und Einkommenssituation“ („Cambodia Horticulture Advancing Nutrition and Income“ oder CHAIN) handelt es sich um ein von der Schweizerischen Agentur für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziertes Programm. Nunmehr wurde die zweite Phase von CHAIN eingeläutet. CHAIN 2 zielt darauf ab, die Armut der Landbevölkerung Kambodschas zu verringern. Dies soll durch die Steigerung des Einkommens von knapp 10'000 Kleinbäuerinnen und -bauern sowie kleinen Unternehmerinnen und Unternehmern bis 2020 erreicht werden. Das Projekt nutzt dafür einen ergebnisorientierten Entwicklungsansatz und gründet Partnerschaften zwischen dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft, um die Kapazitäten und eine inklusive Governance zu stärken.

Swisscontact bietet als Partner des Konsortiums dem Hauptumsetzungspartner SNV technische Unterstützung an. Swisscontact stellt Unterstützung für das Projekt unter anderem in folgenden Bereichen zur Verfügung: Marktsystementwicklung sowie Überwachung und Messung der Ergebnisse, einschliesslich Kontakten zwischen Unternehmen auf lokaler Ebene, Partnerschaften mit nationalen Betrieben, wirtschaftliche Unterstützung für KKMU wie Gemüsehändler und lokale Verkäufer landwirtschaftlicher Betriebsmittel, Aufbau der Kapazitäten der Partner sowie eine lokale Marketingkampagne zur Sicherheit der Gemüseversorgung.

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kratie, combodia
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106.0287512
Projektdauer
2017 - 2020
Finanziert durch
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA

Das Projekt

CHAIN 2 legt seinen Schwerpunkt auf die Entwicklung der lokalen Wertschöpfung über die Sicherheit der Gemüseversorgung sowie das unterstützende Marktsystem in den vier Zielprovinzen Kratie, Stung Treng, Preah Vihear und Oddar Meanchey. CHAIN 2 unterstützt Kleinbäuerinnen und -bauern (einschliesslich ggf. ethnischer Minderheiten) bei ihrer Steigerung einer nachhaltigen Produktion und Verbesserung des Einkommens sowie ihrer Widerstandsfähigkeit.  Das Projekt führt zu einer wirtschaftlichen Ermächtigung von Erzeugerverbänden ländlicher Kleinbäuerinnen und -bauern und arbeitet gleichzeitig mit anderen Stakeholdern im Marktsystem zusammen, um so die Entwicklung des Gemüsesektors zugunsten der Armen voranzutreiben. Die wichtigsten Stakeholder im Rahmen des Projekts CHAIN 2 sind lokale Gemüsehändler, lokale Verkäufer landwirtschaftlicher Betriebsmittel, nationale Unternehmen, die landwirtschaftliche Betriebsmittel bzw. Technologien vertreiben oder an der mit Gemüse zusammenhängenden Wertschöpfungskette mitwirken (beispielsweise die Vertragslandwirtschaft), lokale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie der öffentliche Sektor auf lokaler und nationaler Ebene. CHAIN 2 arbeitet auch an übergreifenden Themen wie Ernährung und Gleichstellung der Geschlechter und unterstützt die Entwicklung des fördernden Umfelds (wie der öffentlichen Ordnung).

Projektpartner

  • Stichting Nederlandse Vrijwilligers (SNV) (Lead)

Resultate

Mit CHAIN 1 konnten die folgenden Hauptergebnisse erzielt werden:

  1. Das Projekt erreichte 6’800 Bäuerinnen und Bauern.
  2. 75% der Bauernbetriebe konnten ihr Einkommen verbessern.
  3. Es wurden Kurse über Verarbeitungstechniken für 1’000 Bäuerinnen und Bauern durchgeführt.
  4. 90% der Haushalte, die mit dem Projekt erreicht werden konnten, verbesserten ihre Ernährungsgewohnheiten, indem sie mehr Gemüse zu sich nahmen.

Die Hauptzielgruppen von CHAIN 2 sind folgende:

  1. 9’750 Bauernhaushalte (58’500 Personen) profitieren von den im Rahmen von CHAIN durchgeführten Aktivitäten.
  2. 3’150 gewerbliche Bauernbetriebe (50% Frauen, 10% Indigene) durch ein um €520 erhöhtes Durchschnittseinkommen aufgrund des Verkaufs von Gemüse.
  3. 3’100 teilweise gewerbliche Bauernbetriebe (70% Frauen, 10% Indigene) durch ein um € 180 erhöhtes Durchschnittsnettoeinkommen aufgrund des Verkaufs von Gemüse.
  4. 2’300 Bauernbetriebe (95% Frauen, 10% Indigene) durch ein um €45 erhöhtes Durchschnittsnettoeinkommen aufgrund des Verkaufs von Gemüse.
  5. 25’000 Personen aus Bauernhaushalten mit Ernährungsbewusstsein.