Digitale Lernmaterialien für die technische und berufliche Bildung (DLM4TVET)

Digital Learning Materials for TVET II (DLM4TVET) unterstützt die digitale Transformation des Systems der technischen und beruflichen Bildung (TVET) in Kambodscha. Das Projekt stärkt Bildungseinrichtungen in der Entwicklung und Nutzung hochwertiger digitaler Lernmaterialien. Ziel ist es, sicherzustellen, dass diese Inhalte relevant, leicht zugänglich und nachhaltig in den Unterrichtsalltag integriert sind. Durch die Verbesserung der Systeme und Prozesse zur Erstellung digitaler Inhalte sowie durch die Schulung von Lehrkräften und Ausbildenden im effektiven Einsatz dieser Werkzeuge kommt das Projekt letztlich den Lernenden in ganz Kambodscha zugute.
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Phnom Penh
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Projektdauer
2023 - 2024
Finanziert durch
  • Liechtensteinischer Entwicklungsdienst (LED)

Das Projekt

Digital Learning Materials für die technische und berufliche Bildung – Phase II (DLM4TVET II) ist eine zweijährige Initiative (2025–2027), die vom Liechtensteinischen Entwicklungsdienst (LED) finanziert und von Swisscontact umgesetzt wird. Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit und Berufsbildung (MLVT), dem National Technical Training Institute (NTTI), ausgewählten Berufsbildungszentren, Entwicklungspartnern, NGOs und Akteuren des privaten Sektors. DLM4TVET II unterstützt die Digitalisierung des technischen und beruflichen Bildungssystems in Kambodscha durch die Förderung digitaler Lern- und Lehrmethoden und trägt so zu einer moderneren, wirksameren und inklusiveren Berufsbildung bei.

DLM4TVET II ist in drei Komponenten gegliedert, um das angestrebte Ziel zu erreichen:

  1. Institutionalisierung der Entwicklung standardisierter digitaler Lernmaterialien
    Eine spezielle Einheit für digitale Lernmaterialien (Learning Materials Unit – LMU) wird innerhalb des Ministeriums für Arbeit und Berufsbildung eingerichtet. Diese Einheit übernimmt die Koordination, Entwicklung und kontinuierliche Verbesserung der digitalen Lern- und Lehrmaterialien. Ein robuster Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess wird etabliert – abgestimmt auf die Bedürfnisse der Industrie und die nationalen Kompetenzstandards. Das Projekt fördert ausserdem die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren und den Austausch von Wissen, um Innovationen im E-Learning und in digitalen Inhalten voranzutreiben. Für langfristige Nachhaltigkeit wird strategische Advocacy die institutionelle Finanzierung unterstützen und die Rolle der LMU als zentrale Säule der TVET-Digitalisierung stärken.
  2. Entwicklung und Verbreitung digitaler Lern- und Lehrmaterialien
    Als grundlegender Schritt der digitalen Transformation des TVET-Systems in Kambodscha wird die Entwicklung digitaler Lernmaterialien für ausgewählte Berufsfelder pilotiert. Diese Pilotphase dient als praktisches Testfeld zur Verfeinerung des Gesamtprozesses vor einer breiteren Umsetzung. Nach dem Pilotprojekt werden die Materialien über benutzerfreundliche digitale Plattformen verbreitet, die Skalierbarkeit und einfache Zugänglichkeit gewährleisten. Dadurch profitieren alle Berufsbildungsinstitute in Kambodscha von hochwertigen digitalen Ressourcen – mit Fokus auf Konsistenz, Inklusion und Effizienz.
  3. Kapazitätsaufbau für die effektive Nutzung digitaler Lernmaterialien
    Um die effektive Integration digitaler Inhalte in den Unterrichtsalltag zu ermöglichen, werden Schulmanagement und „Digital Focal Persons“ (DFPs) als zentrale Akteure gestärkt. DFPs verfügen über klar definierte Rollen und erweiterte Kompetenzen im Bereich digitales Lernen, wodurch sie ihre Kolleginnen unterstützen und den Einsatz digitaler Tools fördern. Ein selbstgesteuerter Training-of-Trainers-Kurs (ToT) wird entwickelt, um die Lehrkräfte in E-Learning-Methoden und im Umgang mit digitalen Materialien und Werkzeugen zu schulen. Fortlaufende Unterstützung, einschliesslich Auffrischungstrainings, wird helfen, diese Bemühungen nachhaltig zu sichern.

Erwartete Resultate Phase 2 (2025 - 2027)

  • Eine spezialisierte Einheit innerhalb der Generaldirektion für technische und berufliche Bildung (DGTVET) des Ministeriums für Arbeit und Berufsbildung (MLVT) übernimmt die Aufsicht und Koordination der Entwicklung, Qualitätssicherung und Verbreitung standardisierter digitaler Lernmaterialien. Dabei werden Expert:innen aus dem öffentlichen und privaten Sektor eingebunden.
  • DGTVET/MLVT legt klare Prozesse und Rollen für die Erstellung standardisierter digitaler Lern- und Lehrmaterialien fest.
  • Ein nationaler Mechanismus zur Qualitätssicherung stellt sicher, dass digitale Lerninhalte den Qualitätsstandards entsprechen und eine offizielle Genehmigung erhalten.
  • Eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MoEYS), dem Privatsektor und Entwicklungsorganisationen fördert die Digitalisierung der technischen und beruflichen Bildung (TVET).
  • Ein standardisierter digitaler Weiterbildungskurs für TVET-Lehrkräfte, der auf bisherigen Massnahmen aufbaut, unterstützt die Nutzung digitaler Werkzeuge im Unterricht.
  • Auffrischungstrainings stärken die „Digital Focal Persons“ (DFPs) und Master-Trainer darin, kollegiales Lernen innerhalb ihrer Bildungseinrichtungen aktiv zu fördern.
  • Lehrkräfte und Ausbilderinnen an ausgewählten TVET-Instituten erweitern ihre Kompetenzen im Umgang mit neuen Online-Lernmaterialien.

Resultate Phase 1 (2023 - 2025)

  • Beratende Arbeitsgruppe zur TVET-Digitalisierung (AWG) wurde offiziell unter der Leitung von DGTVET eingerichtet und umfasst 27 Mitglieder.
  • Ein Schulungsprogramm zu E-Learning und der Entwicklung digitaler Inhalte wurde umgesetzt und erreichte 61 Digital Focal Persons sowie Fachlehrkräfte aus 20 technischen Ausbildungsinstituten (TTIs).
  • Kurs- und Sitzungspläne wurden erstellt, um sicherzustellen, dass digitale Lernmaterialien mit strukturierten Lehrplänen übereinstimmen.
  • Insgesamt wurden 35 Lehrvideos und 13 Animationen produziert, die auf kompetenzbasiertem Training basieren und sich auf Haushalts-Klimatechnik und Gebäude-Elektroinstallationen beziehen.
  • Die digitalen kompetenzbasierten Lernmaterialien (CBLMs) wurden auf YouTube und Google Drive gespeichert, um den Zugang zu erleichtern und sie gemäss den Lehrplänen zu strukturieren.
  • Lehrkräfte erhielten Leitfäden zur Integration von Videos und Animationen in ihren Unterricht. Plattformen wie Google Classroom und ClassIn wurden auf ihre Einsatzmöglichkeiten in der TVET-Pädagogik getestet.
  • Insgesamt 922 Lernende (davon 63 Frauen) aus 14 TVET-Institutionen griffen auf die digitalen Lernmaterialien zu.

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