Die Menschen in Myanmar stehen aufgrund von Konflikten, Klimakatastrophen und anhaltender wirtschaftlicher Instabilität weiterhin vor grossen Herausforderungen. Landwirte, Kleinunternehmer und informell Beschäftigte haben aufgrund des begrenzten Zugangs zu Märkten, hochwertigen Produktionsmitteln und relevanten Qualifikationen Schwierigkeiten, ein stabiles Einkommen zu erzielen. Trotz dieser Einschränkungen bieten Sektoren wie Landwirtschaft, Textilindustrie und Infrastrukturwartung ein grosses Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen und nachhaltigen Lebensgrundlagen – vorausgesetzt, sie werden integrativer, wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger. Dieses Programm geht auf diese Bedürfnisse ein, indem es Marktsysteme stärkt, Kompetenzen aufbaut und dauerhafte wirtschaftliche Möglichkeiten schafft, insbesondere für Kleinst, kleine und mittlere Unternehmen, Frauen, Jugendliche und andere benachteiligte Gruppen.
Dieses Programm unterstützt die Menschen in Myanmar beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlagen durch die Stärkung lokaler Marktsysteme in den Bereichen Landwirtschaft, Textilindustrie und Infrastrukturwartung. Unter Anwendung eines Marktentwicklungskonzepts (Market Systems Development, MSD) werden Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen (KKMU), Landwirte und Jugendliche durch verbesserte Qualifikationen, optimierte Dienstleistungen und einen besseren Marktzugang gestärkt. Aufbauend auf zwei früheren Phasen, die sich auf die Erprobung und Ausweitung beruflicher Bildungsmassnahmen konzentrierten, vertieft Phase 3 die Wirkung mit einem starken Fokus auf Resilienz und lokaler Eigenverantwortung.
Zu den wichtigsten Aktivitäten gehören der Kapazitätsaufbau der Marktakteure, die Unterstützung inklusiver Wertschöpfungsketten und die Einführung digitaler Tools – wie beispielsweise der SuBuu-App –, um den Zugang zu Wissen und Dienstleistungen zu verbessern. Das Projekt arbeitet eng mit privaten Unternehmen, internationalen Nichtregierungsorganisationen, Nichtregierungsorganisationen und Verbänden zusammen, um eine nachhaltige Wirkung sicherzustellen. Zu den Innovationen gehören lokalisierte, nachfrageorientierte Modelle und die stärkere Förderung integrativerer und widerstandsfähigerer Marktsysteme.
Zu den Begünstigten zählen KKMU, Landwirte, Jugendliche, Frauen und Textilhandwerker in den Zielgebieten. Durch die Förderung integrativer, wettbewerbsfähiger und widerstandsfähiger Systeme schafft das Projekt langfristige Möglichkeiten für menschenwürdige Arbeit und Einkommensgenerierung.
Vision für den Agrarsektor
Ein widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger Agrarsektor schafft und sichert Arbeitsplätze und fördert widerstandsfähige Lebensgrundlagen für Gemeinden in Mon, Süd-Shan und Yangon. Gestärkte KKMU und qualifizierte Landwirte in den Wertschöpfungsketten für schwarze Gram-Bohnen, Sojabohnen, Gemüse und Düngemittel sorgen für eine nachhaltige Produktion, minimieren Verluste und verbessern den Zugang zu zuverlässigen Betriebsmitteln und Märkten.
Vision für den Textilsektor
Ein widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger Textilsektor in Mon, Süd-Shan, Mandalay und Yangon schafft inklusive Arbeitsplätze durch stärkere Verbindungen zu den heimischen und regionalen Exportmärkten. Besser qualifizierte KKMU und Heimproduzenten verbessern die Produktqualität, erweitern den Marktzugang, haben mehr Möglichkeiten zur Wertschöpfung und profitieren von einem nachhaltigen digitalen Ökosystem.
Vision für den Sektor der Infrastrukturwartung
Ein widerstandsfähiger und wettbewerbsfähiger Sektor in Mon, Süd-Shan, Mandalay und Yangon schafft mehr Arbeitsplätze und trägt zu resilienten Lebensgrundlagen bei. KKMU, die sich mit sichereren Baupraktiken und zuverlässigen Installations- und Wartungsdienstleistungen für Solaranlagen befassen, liefern lokalisierte, marktorientierte technische Lösungen für den Bau erdbebensicherer, kostengünstiger Wohnungen und für Solarenergietechnologie.
3. Phase (2023 - 2027):