Stabilisierung und Wiederaufbau in Zentralmali

Das Projekt unterstützt die lokale wirtschaftliche Entwicklung durch Ausbildung, soziale und berufliche Integration. Es ermöglicht jungen Erwachsenen in den zentralen Regionen Malis (Mopti und Ségou), rasch ein Einkommen zu erwerben, um ihre dringendsten wirtschaftlichen Bedürfnisse zu befriedigen und die Arbeitslosigkeit zu verringern.

Die sozio-politische Krise in Mali im Jahr 2012 führte zu massiven Bevölkerungsverschiebungen und verschärfte die prekäre sozio-ökonomische Lage in den nördlichen und zentralen Regionen des Landes. Trotz der Fortschritte seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens von 2015 ist die sozioökonomische Lage des Landes nach wie vor instabil. Die fragile Sicherheitslage im Norden hat sich auf das Zentrum des Landes ausgeweitet.

Die konfessionsübergreifenden Konflikte verschärfen sich weiter, vor allem in der Region Mopti. Die Bevölkerung leidet dort unter Ungerechtigkeiten, der Zerstörung von Dörfern, gezielten Attentaten, Entführungen und massiven Vertreibungen in den Süden des Landes.

Die Regierung Malis setzt sich eine integrative Entwicklung zum Ziel, möchte das Land einen und Ungleichheit und Armut verringern. Projekte zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie zur Förderung von Ausbildungen, die eine Erwerbstätigkeit ermöglichen, sind hierbei wichtige Instrumente.

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segou, mali
13.4316597
-6.2482149
Projektdauer
2019 - 2021
Finanziert durch
  • European Union Emergency Trust Fund for Africa

Das Projekt

PROJES hat zum Ziel, die Stabilisierung und den sozioökonomischen Aufschwung in Zentralmali zu fördern, die grundlegenden Dienstleistungen und den Zugang der Bevölkerung zu diesen zu stärken und gleichzeitig den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaften zu unterstützen. Gefährdete Bevölkerungsgruppen werden dabei unterstützt, ein Einkommen und eine Beschäftigung zu finden.

Benachteiligte, arbeitslose oder unterbeschäftigte Jugendliche im Alter von 16 bis 40 Jahren bilden die Zielgruppe von Swisscontact Mali. Doch auch für die weitere Bevölkerungen unterstützen die Aktivitäten von PROJES die Schaffung direkter und indirekter Arbeitsplätze. Ein innovativer Prozess stützt sich auf neue Fachkräfte (z.B. Berufsberater, Unternehmer-Coaches und Arbeitsvermittler). Über diese Fachleute führt das Projekte ein Instrument zur beruflichen Orientierung und Eingliederung sowie Arbeitsvermittlungsbüros ein. Über diese Instrumente ist es Swisscontact möglich, auch übergreifende Schulungen anzubieten (z.B. Schulungen in Organisation, Buchhaltung, unternehmerischen Fähigkeiten, Unternehmensgründung und Entwicklung, Management von Kleinst- und Kleinunternehmen) und die Zielgruppe finanziell und logistisch zu unterstützten.

Projektziele:

  • Stärkung der Berufsausbildung und der Lehrlingsausbildung
  • Stärkung der Informations-, Orientierungs- und Unterstützungsdienste zur Erleichterung der Arbeitsvermittlung für Jugendliche in städtischen und ländlichen Interventionsgebieten.
  • Unterstützung bestehender Aktivitäten zur Einkommenserzeugung, auch für bereits ausgebildete Jugendliche.

Projektpartner

  • GIZ
  • Zentralregierung
  • Lokalregierungen
  • Ausbildungsinstitutionen
  • Handelskammern
  • Jugendorganisationen
  • Berufsverbände

Resultate

Erwartete Resultate:

Aus- und Weiterbildung:

  • 180 Lernende erhalten zusätzliches Training in einem Berufsbildungszentrum
  • 375 junge Erwachsene entwickeln ihre Fähigkeiten in durch kurze Trainings
  • 657 junge Erwachsene absolvieren ein Training in Unternehmertum

Zur weiterführenden Begleitung der Jugendlichen:

  • Eröffnung von 7 Büros zur Arbeitsvermittlung und Arbeitsmarktintegration in stadtnahen Gebieten
  • Eröffnung von 6 Arbeitsvermittlungsbüros in ländlichen Gebieten