Innovative Geschäftsmodelle für sauberes und bezahlbares Trinkwasser 

Obwohl das Menschenrecht auf Wasser von der bengalischen Regierung anerkannt wird, verfügen 60% der rund 160 Millionen Bangladeshi über keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Viele Menschen sind von verunreinigtem Oberflächen- oder Grundwasser abhängig. Ländliche und schnell wachsende (vor-)städtische Gebiete sind meist nicht an das öffentliche Trinkwassersystem angeschlossen. Menschen beziehen dort Wasser in fragwürdiger Qualität von inoffiziellen und informellen Anbietern zu hohen Kosten. 
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Satkhira
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Projektdauer
2022 - 2023

Das Projekt

Da die Menschen bereit sind für Trinkwasser zu bezahlen, hat Swisscontact im Shujola-Projekt (2019-2021) erfolgreich Kleinunternehmen begleitet, in vorstädtischen Gebieten Wasserkioske mit sauberem und erschwinglichem Wasser aufzubauen und zu betreiben. Da das Geschäftsmodell der Wasserkioske im urbanen Kontext gut funktioniert, testet das Projektteam anhand zweier Wasserkiosk-Modellen, ob dies auch im ländlichen Kontext der Fall ist.

Im Modell des Gemeinde-Wasserkiosks wird ein lokaler Kleinunternehmer dabei unterstützt, einen Wasserkiosk aufzubauen. Der Wasserkiosk bietet den Anwohnenden ein erschwingliches Wasserabonnement an.  Abonnentinnen und Abonnenten werden zu Mitbesitzern des Wasserkiosks. Deren Vertreter erhalten als Mitglieder des Verwaltungskomitees des Wasserkiosks ein Mitspracherecht in operativen und unternehmerischen Entscheiden und spielen bei der Sensibilisierung der Anwohner eine zentrale Rolle.

Im Modell des Schul-Wasserkiosks wird ein lokaler Kleinunternehmer unterstützt, an einer Schule einen Wasserkiosk aufzubauen. Die Schule stellt das Land und Zugang zu Wasser und Strom zur Verfügung. Die Schulleitung ist im Wasserkomitee vertreten, um die Tätigkeiten des Wasserkiosks zu steuern und zu kontrollieren. Der Kiosk hat zwei Schalter: einer Richtung Pausenhof für die Schulkinder und Lehrpersonen und der andere Richtung Strasse. Über den kommerziellen Kanal verkauft der Wasserkiosk Trinkwasser in Flaschen und Kanister an die Gemeindebewohner (zu niedrigeren Preisen) und Firmenkunden und Vertreiber (zu höheren Preisen) aus der Umgebung. Über den Schulschalter bietet der Wasserkiosk allen Schulkindern und Lehrpersonen täglich eine Ration kostenloses Trinkwasser an.

Projektziele

  • Zwei erfolgreiche Wasserkioske werden etabliert und bedienen 300 Schüler und Lehrerinnen bzw. 400 ärmere Haushalte mit ca. 1 750 Personen nachhaltig mit sauberem Wasser.
  • Es werden Solidaritätsmechanismen getestet, um auch den Ärmsten Zugang zu sauberem Trinkwasser zu verschaffen.
  • Die Erfahrungen werden dokumentiert, damit die erfolgreichen Wasserkioskmodelle andernorts repliziert werden können.

Projektpartner

  • Wassertechnologie-Unternehmen
  • Kleinunternehmer
  • Schulkomitees und Gemeindevertreter
  • Mikrofinanzinstitute
  • Konsumgüterunternehmen

Erwartete Resultate

  • Zwei lokale Kleinunternehmer betreiben je einen Wasserkiosk mit innovativem Geschäftsmodell an einer Schule, bzw. in einer ländlichen Gemeinde.
  • 300 Schülerinnen und Schüler und 1 750 Anwohner einer ländlichen Gemeinde erhalten Zugang zu sicherem Trinkwasser.
  • Über 2 000 potentielle Kunden der Wasserkioske werden für sauberes Wasser, Gesundheit und Hygiene sensibilisiert.

Finanzierungspartner

Das Projekt ist finanziert von Lokales Wasser 37 AG / Max Ditting AG. Es ist Teil von Swisscontact’s Entwicklungsprogramm, welches von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA kofinanziert wird.

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