Skills to Build

Durch die Einführung kompetenzbasierter Ausbildung und Zertifizierung in öffentlichen und privaten Ausbildungszentren wird das Projekt die Einkommen und Beschäftigungsmöglichkeiten für benachteiligte junge Menschen sowie bereits beschäftigte, gering qualifizierte Arbeiter und Arbeiterinnen sowie Werkstattbesitzer und Werkstattbesitzerinnen erhöhen.
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Província de Maputo, Mozambique
-25.2569876
32.5372741
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Província de Manica, Mozambique
-19.5059787
33.438353
Projektdauer
2017 - 2026

Phase I: 2017 - 2020
Phase II: 2021 - 2024
Phase III: 2025 - 2026

Mosambik gehört trotz seiner strategischen Lage und seines Reichtums an natürlichen Ressourcen weiterhin zu den einkommensschwächsten Ländern der Welt. Eine hohe Armutsrate und eine erhebliche Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Menschen, schränken die Zukunftsperspektiven der jungen Mosambikaner stark ein.

Unter anderem bietet der wachstumsstarke Bausektor eine ideale Möglichkeit, um gering qualifizierte junge Erwachsene in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Um diese Chancen auf Beschäftigung oder Selbstständigkeit nutzen zu können, müssen junge Menschen praktische Fähigkeiten erwerben, die ihnen ein regelmässiges Einkommen ermöglichen.

Durch die Verbesserung der Qualität der technischen Ausbildung sowie die Stärkung der Verbindung zwischen Ausbildungszentren und dem privaten Sektor zielt das Projekt darauf ab, die Beschäftigungsfähigkeit und Einkommen junger Menschen zu steigern und gleichzeitig die Verfügbarkeit und Qualität technischer Kompetenzen für den privaten Sektor zu verbessern.

Das Projekt

Das Projekt trägt dazu bei, die Beschäftigungsmöglichkeiten für benachteiligte und ungelernte Jugendliche sowie für gering qualifizierte Arbeitskräfte zu verbessern. Dies wird durch die Förderung kompetenzbasierter Ausbildung und Zertifizierung in Zusammenarbeit mit Akteuren des öffentlichen und privaten Sektors erreicht. Durch diesen Ansatz werden 3000 junge Menschen (30% Frauen) sowie 50 Arbeiter und Arbeiterinnen sowie Werkstattbesitzer und -besitzerinnen (10% Frauen) marktrelevante Fähigkeiten erwerben oder ihre bestehenden Kompetenzen zertifizieren lassen, wodurch ihre Beschäftigungsfähigkeit verbessert wird.

Das Projekt setzt auf eine grundlegende Reform der Berufsbildung, damit kompetenzbasierte Ausbildung und Zertifizierung langfristig in den Ausbildungszentren von zwei Provinzen verankert werden.

Zu den zentralen Akteuren gehören öffentliche Ausbildungsinstitutionen, die die Schulungen durchführen, private Unternehmen, die Praktika und Arbeitsplätze bereitstellen, sowie die nationale Behörde für Berufsbildung, die für die Zertifizierung und Einhaltung von Standards zuständig ist. Die Begünstigten des Projekts sind junge Menschen, Arbeiter und Arbeiterinnen sowie Werkstattbesitzer und -besitzerinnen, die ihre Fähigkeiten verbessern, besseren Zugang zu Arbeitsmöglichkeiten erhalten und somit zum Arbeitsmarkt beitragen.

Das Projekt konzentriert sich unter anderem auf folgende Schlüsselbranchen:

  • Elektroinstallation
  • Maurerarbeiten
  • Industrielle und Kfz-Mechanik
  • Wasser- und Sanitärtechnik

Zu den wichtigsten Massnahmen gehören die Einführung kompetenzbasierter Ausbildungsprogramme, die Erweiterung der Aktivitäten auf die Provinz Manica, die Förderung von Partnerschaften mit Arbeitgebern sowie die Aufwertung der Berufsbildung durch Praktika.

Das Projekt verankert zudem eine systemische Veränderung, indem es bestehende Strukturen und Rahmenwerke integriert, sicherstellt, dass diese mit den nationalen Richtlinien übereinstimmen, und gleichzeitig die Schaffung von Arbeitsplätzen und die wirtschaftliche Entwicklung vorantreibt.

Resultate 2021 - 2024 (Phase II)

  • 5 392 junge Erwachsene (25% Frauen) nahmen an modular aufgebauten Ausbildungen teil und erhielten Zugang zu Kursen zum Thema „Unternehmertum“.
  • 8 Ausbildungszentren wurden seitens der Nationalen Behörde für Berufsausbildung (ANEP) akkreditiert und bieten kompetenzbasierte Schulungen gemäss dem neuen Qualifikationsrahmen für berufliche Bildung an.
  • 39 Bauarbeiter und Bauarbeiterinnen sowie Werkstattbesitzer und Werkstattbesitzerinnen erwarben eine formelle berufliche Zertifizierung ihrer bereits vorhandenen Fähigkeiten.
  • 12 vom Staat akkreditierte Ausbildungszentren bieten kompetenzbasierte Zertifizierungen von informell erworbenen Fähigkeiten an.

Projektziele 2025 - 2026 (Phase III)

  • Die Umsetzung der kompetenzbasierten Ausbildung stärken, indem ihre Kapazitäten und Reichweite erweitert werden.
  • Die Zusammenarbeit zwischen dem privaten Sektor und den Ausbildungszentren fördern, indem mehr Praktikumsmöglichkeiten im Rahmen der kompetenzbasierten Ausbildung geschaffen werden.
  • Die Machbarkeit eines landesweiten Standards für die Berufsbildung nachweisen, indem Ausbildungsangebote und Zertifizierungsprozesse harmonisiert werden.
  • Den Rahmen für die Anerkennung bereits erworbener Kompetenzen erweitern, damit beschäftigte Arbeitskräfte eine offizielle Zertifizierung erhalten und so ihre Arbeits- oder Selbstständigkeitschancen verbessern.
  • Kleine und mittlere Werkstattbesitzer und -besiterinnen mit gezielten Geschäftsschulungen und Investitionen unterstützen, um Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze für Absolventen und Absolventinnen der Berufsbildung zu schaffen.

Erwartete Resultate 2025 - 2026

  • 2000 junge Menschen in den Provinzen Maputo Stadt und Maputo sowie 1000 in der Provinz Manica (30 % Frauen) nehmen an modularen Ausbildungsprogrammen teil.
  • 55 % der ausgebildeten Personen finden eine Anstellung oder machen sich selbstständig, mit einer durchschnittlichen Einkommenssteigerung von 650 CHF pro Jahr.
  • 6 Ausbildungszentren gewährleisten die Nachhaltigkeit der kompetenzbasierten Ausbildung in den Provinzen Maputo Stadt und Maputo, während vier neue Partnerschaften mit Ausbildungszentren in der neuen Provinz Manica aufgebaut werden.
  • 50 bereits beschäftigte Fachkräfte und Werkstattbesitzer durchlaufen das Verfahren zur formellen beruflichen Zertifizierung ihrer Kompetenzen, und 80 % von ihnen steigern ihr Jahreseinkommen um durchschnittlich 100 CHF.
  • 50 Unternehmen beteiligen sich an Praktikumsprogrammen, während 10 kleine Unternehmen Beiträge zur Wachstumsförderung erhalten, um gefährdete junge Erwachsene zu beschäftigen.
  • 150 gefährdete Schulabbrecher (50 % Frauen) erhalten Zugang zu einer erweiterten Grundbildung, um ihren obligatorischen Bildungsabschluss zu zertifizieren.

Finanzierungspartner

Das Projekt ist finanziert von der Medicor Foundation, Happel Foundation und Linsi-Stiftung. Es ist Teil von Swisscontact’s Entwicklungsprogramm, welches von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA kofinanziert wird.

Aktuelles

Nepal, Mosambik, El Salvador, Guatemala
Berufliche Erstausbildung, Arbeitsmarktintegration
21.09.2022
Berufliche Fähigkeiten anerkennen – Eingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtern
Die berufliche Aus- und Weiterbildung bildet seit je einen Schwerpunkt in den Projekten von Swisscontact. Bei diesen Projekten gehört es zum Standard, dass die erworbenen Qualifikationen zertifiziert werden und die Menschen somit bessere Chancen haben, in die Wirtschaft eingegliedert zu werden. In Entwicklungs- und Schwellenländern verfügen viele Leute jedoch über berufliche Fähigkeiten, aber über kein Dokument, das diese Arbeitserfahrung nachweist. Swisscontact setzt sich mit verschiedenen Projekten und Initiativen für die Anerkennung und die Zertifizierung der beruflichen Fähigkeiten dieser Betroffenen ein.