Wirkung im grossen Massstab erzielen: ESG-Fortschritte und Ergebnisse 2025 

Dr. Alessandra Pellegrini, Advisor Gender Equality and Social Inclusion 07.07.2026
Die drängenden Herausforderungen unserer Zeit lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Gerade dort, wo Swisscontact arbeitet, prägen politische Fragilität, wirtschaftliche Krisen und Umweltzerstörung den Alltag. Der zentrale Beitrag von Swisscontact liegt in der Implementierung von Projekten: berufliche Kompetenzen stärken, Unternehmertum fördern, klimaresiliente und inklusive Märkte unterstützen, und so Arbeitsplätze und bessere Lebensbedingungen schaffen. 

Um diesen Beitrag weiter zu stärken, hat sich Swisscontact ESG-Ziele (Umwelt, Soziales, Governance) gesetzt: sowohl für die Projekte als auch für die eigenen institutionellen Strukturen und Prozesse. Wir bewerten systematisch mögliche negative Auswirkungen (Footprint) und identifizieren Wege, unsere positive Wirkung (Handprint) weiter zu steigern. 

Starke Ergebnisse bei Beschäftigung, Einkommensförderung und Klimaschutz

2025 wurden in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance herausragende Ergebnisse erzielt. Rund hundert Projekte auf allen Kontinenten haben zur Schaffung oder Sicherung von über 36 000 Arbeitsplätzen beigetragen. Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sowie KMU wurden dabei unterstützt, zusätzliche Einkommen von mehr als 72 Millionen CHF zu erwirtschaften. Damit wurden die jeweiligen Zielwerte für 2028 bereits im zweiten Jahr der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie übertroffen. 

Durch ihren Beitrag zur Verhinderung von Waldbränden haben zwei Projekte in Guatemala und Honduras 2025 über eine Million Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden. Das liegt weit über dem Ziel für die gesamte Strategieperiode von 150 000 Tonnen; ein Ergebnis, das in diesem Ausmass nicht erwartet worden war. 

Langfristige Wirkung durch lokale Verankerung

Unsere Projekte stellen ökologische und soziale Aspekte konsequent ins Zentrum. 2025 förderten 65 % aller Projekte grüne Kompetenzen oder grüne Arbeitsplätze, und 72 % setzten Massnahmen um, die einen gleichberechtigteren Zugang zu Ressourcen und Entscheidungsmacht ermöglichten und Geschlechterstereotypen entgegenwirkten. In Niger etwa unterstützte das Projekt GWANI den Aufbau eines Netzwerks von Frauen mit aussergewöhnlichen Laufbahnen in traditionell männerdominierten Branchen, um so andere junge Frauen und Mädchen zu inspirieren und zu ermutigen. 

Wir haben auch unsere Verpflichtung zu lokal geführter Entwicklung in die Praxis umgesetzt. Das Sustainable Landscape Program Indonesia (SLPI-LASR) beispielsweise stärkte Multi-Stakeholder-Plattformen und etablierte Beschwerdemechanismen sowie Prozesse, um auf Entwaldung zu reagieren. Diese Plattformen werden von lokalen Institutionen getragen und geführt. Swisscontact unterstützt sie dort, wo sie es selbst für nötig erachten. Über alle Projekte hinweg begleitete Swisscontact 182 lokale Partner bei der Stärkung ihrer Governance. 

Auch über Implementierungsprojekte hinaus wurden bedeutende Fortschritte erzielt, um Prozesse und Strukturen auf soziale, ökologische und Governance-Ziele auszurichten. Alle Ergebnisse, welche die Geschlechtergleichstellung und Diversität bei Mitarbeitenden und Führungskräften innerhalb von Swiscontact betreffen, liegen gut im Zielbereich. Der Gender Pay Gap am Hauptsitz in der Schweiz beträgt statistisch nicht signifikante 1,4 %. Die Treibhausgasemissionen sind gegenüber den Vorjahren gesunken, und 100 % der Mitarbeitenden wurden in ethischem Verhalten sowie der Prävention von Missbrauch und Belästigung geschult. 

Auch künftig bleiben wir entschlossen, unseren Fussabdruck weiter zu reduzieren und gleichzeitig unsere positive Wirkung in den Kontexten, in denen wir tätig sind, auszubauen. Mit einem gestärkten Monitoring-Rahmen und anhaltendem Engagement werden wir unsere Ziele verantwortungsvoll und nachhaltig vorantreiben. 

Mehr dazu:
Highlights sowie die vollständige Version unseres Nachhaltigkeitsberichts 2025

 

Wirkung in der Praxis

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