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Swisscontact Ghana ist das neueste Mitglied im Swisscontact-Netzwerk. Es wurde im August 2024 gegründet und ist seit dem 1. Januar 2025 voll einsatzfähig. Mit unserem ehrgeizigen „Umbrella Approach” als Leitfaden lernen wir kontinuierlich dazu, um unsere Arbeit zu verbessern und die Entwicklungsziele Ghanas verstärkt zu unterstützen. Wir haben ein junges, dynamisches Team, das aktiv an innovativen Lösungen arbeitet. Wir haben damit begonnen, unsere Massnahmen zu 'branden', da sich dies als effektiv erwiesen hat, um Partner zu gewinnen und Entwicklungsherausforderungen anzugehen. Unser Fokus liegt darauf, die Wirtschaft Ghanas zu unterstützen und den ökologischen Wandel voranzutreiben. Dazu identifizieren und lösen wir vor allem für Akteure des Privatsektors wichtige Herausforderungen, um eine inklusive Entwicklung zu fördern und wirkungsvolle Produkte und Dienstleistungen auszubauen.
Ghana galt noch vor fünf Jahren als Vorzeigewirtschaft für den gesamten Kontinent, befindet sich jedoch seit 2022 in einer Wirtschaftskrise. Es gibt jedoch Anzeichen für eine Erholung. Ghana ist jetzt auf internationaler Ebene gut aufgestellt, da es als politisch stabil gilt und über eine widerstandsfähige Bevölkerung sowie ein solides demokratisches System verfügt. Trotz der Ambitionen von „Ghana Beyond Aid” sind internationale Entwicklungsakteure nach wie vor wichtig für die Entwicklung primärer Sektoren wie Bildung, Landwirtschaft und Wirtschaft. Der Privatsektor in Ghana ist trotz der schwierigen Wirtschaftssituation sehr dynamisch.
Es gibt auch viele internationale Unternehmen, darunter zahlreiche Schweizer Firmen. Allerdings mangelt es an Investitionen im privaten Sektor. Die Wirtschaft besteht überwiegend aus Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen und nur wenige grosse lokale Unternehmen. Es gibt kaum Verbindungen zwischen Wirtschaft und Bildungssektor, die das Problem des Fachkräftemangels angehen könnten. Die Regierung Ghanas möchte ebenfalls zu einer grünen Wende der Wirtschaft beitragen, indem sie den Fokus auf erneuerbare Energien, Recycling und Initiativen im Zusammenhang mit dem Klimawandel legt.
Wir unterstützen Zusammenarbeit mit dem Privatsektor, Entwicklungspartnern, Stiftungen, mit NGOs und mit allen anderen, die bereit sind, sich an der Lösung von Entwicklungsproblemen zu beteiligen.
Der Umbrella-Ansatz ist für Swisscontact in Ghana wichtig, da er im Einklang mit den Zielen der globalen Swisscontact-Strategie 2028 steht. Die Strategie konzentriert sich auf langfristige strategische Partnerschaften, um auf globale Entwicklungsherausforderungen zu reagieren. Im Mittelpunkt unserer Mission steht unsere feste Überzeugung, dass private Initiativen ein wichtiger Motor für Innovation, Wandel und wirtschaftliche Entwicklung sind und dass Menschen gemeinsames Handeln unterstützen können und wollen. Im Mittelpunkt des Umbrella-Ansatzes stehen der Aufbau von Partnerschaften, das Testen und Aufzeigen von Lösungen, die Förderung der Koordination, die Stärkung von Beziehungen und die Gewährleistung von Transparenz.
Der Dachansatz für Ghana besteht darin, mehrere Netzwerke von Partnerschaften in verschiedenen Themenbereichen zu bilden, wie Recycling, erneuerbare Energien, nachhaltige Landwirtschaft, IT und unternehmerisches Ökosystem. In seiner übergreifenden Rolle sorgt Swisscontact dafür, dass Synergien zwischen den verschiedenen Bereichen zum Nutzen der Gesamtwirkung des Umbrella-Ansatzes gefördert werden.
Die „Toolbox“ von Swisscontact zur Gestaltung von Interventionen umfasst verschiedene bewährte Ansätze, die sich in zwei Kategorien einteilen lassen:
Dieses leistungsstarke Rahmenwerk ermöglicht einen sehr flexiblen Ansatz und kann Lösungen für verschiedene lokale Gegebenheiten oder Ausgangslagen bieten. Während fehlende grüne Kompetenzen in einem Sektor ein wesentliches Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung darstellen können, kann der Mangel an grünen Arbeitsplätzen in einem anderen Sektor der Grund für mangelndes Wachstum sein.
Bei allen Interventionen strebt Swisscontact an, Fragen des Klimawandels anzugehen. Dieser Ansatz umfasst sowohl Anpassungs- als auch Minderungsmassnahmen, je nach den identifizierten Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der Umwelt. Bei Aktivitäten ohne spezifischen Fokus auf den Klimawandel wendet Swisscontact einen strengen „Do no harm“-Ansatz an. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Partner und Interventionen nicht aktiv zu negativen Auswirkungen auf die Umwelt beitragen.