GreenInclusion: 
Projekt „Grüne Wirtschaft“

Das Projekt unterstützt Ghanas Übergang zu erneuerbaren Energien, reduziert dadurch CO₂-Emissionen und Energiekosten und erschliesst gleichzeitig das ungenutzte Potenzial für die Schaffung von Arbeitsplätzen im Sektor. Durch Kapazitätsaufbau und Qualifizierung der bestehenden und neuen Arbeitskräfte, die Erprobung neuer Geschäftsmodelle sowie die Entwicklung von Finanzierungsmechanismen zur Förderung von Investitionen durch Unternehmen, Privatpersonen und Institutionen in erneuerbare Energien treibt das Projekt Ghanas Wandel hin zu einer hellen und nachhaltigen Zukunft voran.
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Accra
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2024-2028

Kontext

Ghanas Übergang zu einer grünen Wirtschaft birgt enormes Potenzial, steht jedoch vor anhaltenden Herausforderungen. Weit verbreitete Jugendarbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, insbesondere in ländlichen Gebieten, führen dazu, dass 86 % der Arbeitsplätze informell bleiben und nur 25 % als produktiv gelten. Frauen und junge Menschen sind überproportional betroffen und oft auf niedrig bezahlte, gering qualifizierte Tätigkeiten beschränkt.

Trotz nationaler Strategien und Klimaverpflichtungen befindet sich Ghanas Übergang zur grünen Wirtschaft noch in den Anfängen. Schwache Infrastruktur und begrenzte Umsetzung von politischen Massnahmen bremsen den Fortschritt. Dennoch verfügt das Land über grosses Potenzial für erneuerbare Energien, insbesondere Solar- und Windenergie, wenn die Einführung beschleunigt werden kann.

Das Projekt

Das Projekt „Grüne Wirtschaft“ unterstützt Ghanas Ziel, bis 2030 einen Anteil von 10 % erneuerbarer Energien am Energiemix zu erreichen. Indem erneuerbare Energien für Unternehmen, Institutionen und Haushalte zugänglicher und vorteilhafter gemacht werden, trägt das Projekt direkt zur Swisscontact-Strategie 2028 bei, die den Klimaschutz in den Mittelpunkt stellt.

Unser Ansatz konzentriert sich auf:

  • Reduzierung von CO₂-Emissionen
  • Senkung der Energiekosten
  • Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze

Das Projekt richtet sich an zwei Hauptgruppen:

  • Energieverbraucher: Unternehmen, Institutionen und Haushalte, die erschwingliche grüne Energielösungen suchen.
  • Energie-Fachkräfte: Techniker, Installateure und Dienstleister, die Systeme für erneuerbare Energien aufbauen und warten.

Um das Potenzial erneuerbarer Energien in Ghana zu erschliessen, gehen wir drei zentrale Hindernisse an:

  • Hohe Anfangskosten für Photovoltaiksysteme
  • Begrenzter Zugang zu qualitativ hochwertiger Technologie und Dienstleistungen
  • Geringes Bewusstsein und fehlende Möglichkeiten zur Weiterbildung

Unsere integrierten Lösungen

Wir kombinieren intelligente Finanzierung, Geschäftsentwicklung und Kapazitätsaufbau durch:

  • BisaConnect: Eine Plattform zur Investitionsvorbereitung, die Unternehmen mit geprüften Beratern für erneuerbare Energien verbindet und Investitionen in saubere Energie fördert.
  • AyaSol Hubs: Containerbasierte Solar-Hubs, die Solarmodule vertreiben und unternehmerische Schulungen für von Jugendlichen geführte Solarunternehmen anbieten.
  • Green Skills Development: Zusammenarbeit mit technischen und beruflichen Bildungseinrichtungen (TVET), um Lehrpläne an die Marktbedürfnisse anzupassen und praktische Fähigkeiten wie CO₂-Bilanzierung, Energieeffizienz und digitale Kompetenzen zu vermitteln.

Durch die Überbrückung der Lücke zwischen Ausbildung und Beschäftigung ermöglicht Swisscontact jungen Fachkräften den Übergang vom Klassenzimmer zu einkommensschaffenden Möglichkeiten. Unsere Massnahmen fördern inklusives grünes Wachstum, verringern die Arbeitslosigkeit und schaffen eine qualifizierte Belegschaft, die Ghanas nachhaltige Zukunft antreibt.

Erwartete Resultate

  • BisaConnect-Plattform: Das Projekt wird eine Plattform zur Investitionsvorbereitung, BisaConnect, einrichten, die Machbarkeitsstudien für erneuerbare Energien von Drittanbietern mit zuverlässigen Installateuren und innovativen Finanzierungsoptionen verbindet. Mindestens 400 potenzielle grüne Nutzerunternehmen, darunter 20 % von Frauen geführte Betriebe, werden über die Dienstleistungen und Möglichkeiten der Plattform informiert.
  • AyaSol Hubs: Durch die Förderung der AyaSol Hubs werden neue Dienstleistungen wie die Installation und Wartung von Solarmodulen verfügbar, wodurch innovative Geschäftsmodelle gefördert und Arbeitsplätze geschaffen werden. Mindestens 700 qualifizierte Personen (20 % Frauen) werden über das Geschäftsmodell der AyaSol Hubs und deren Schulungsangebote informiert, während 3.000 grüne Energienutzer (20 % Frauen) Zugang zu Solarprodukten erhalten.
  • SkillUp-Sensibilisierung: Das Projekt wird 2.400 angelernte Arbeitskräfte (20 % Frauen) für die Möglichkeiten der Umschulung und Weiterbildung im Bereich erneuerbare Energien im Rahmen der Initiative SkillUp sensibilisieren.
  • Schulung und Einkommenssteigerung: Mindestens 90 angelernte Arbeitskräfte (16 % Frauen) erhalten Zugang zu gezielten Schulungen und beginnen, neue Dienstleistungen im Bereich erneuerbare Energien anzubieten. Dadurch wird erwartet, dass sie ihr jährliches Einkommen um etwa 6.700 CHF steigern.

 

Projektpartner

Finanzierungspartner

Dieses Projekt ist Teil von Swisscontact’s Entwicklungsprogramm, welches von der Turin-Stiftung und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA kofinanziert wird.