Nachhaltige Landwirtschaft: Wege zu widerstandsfähigen Lebensgrundlagen, Ernährungssicherheit und einer gesunden Umwelt

Die Landwirtschaft steht weltweit unter Druck: Klimawandel, Bodenverlust und Marktungleichgewichte bedrohen die Lebensgrundlage von Millionen Menschen. Ein starker, integrativer Agrarsektor ist deshalb entscheidend für stabile Einkommen und Ernährungssicherheit. Swisscontact setzt sich für zukunftsweisende Lösungen ein, die vor allem Kleinbetriebe produktiver, klimaresilienter und umweltschonender machen.

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Warum ist nachhaltige Landwirtschaft zentral?

Weil sie weit mehr ist als reine Nahrungsmittelproduktion. Nachhaltige Landwirtschaft sichert Existenzen, schützt Ökosysteme und ist eine tragende Säule im Kampf gegen Armut und Klimawandel. Gerade in ländlichen Regionen braucht es widerstandsfähige sowie umweltschonende Agrarlösungen für wirtschaftliche Stabilität und soziale Gerechtigkeit. Wenn wir in klimaintelligente und agrarökologische Anbaumethoden, verlässliche Dienstleistungen und den Wissensaustausch investieren, ermöglichen wir nicht nur höhere Erträge – wir stärken das Fundament für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Swisscontact fördert dabei grüne Technologien, stärkt Marktverbindungen und setzt auf Kapazitätsaufbau lokaler Akteure.

Eine Erfolgsgeschichte aus Bangladesh

Marktentwicklung für Mikroversicherungen
 
Das Projekt unterstützt landwirtschaftliche Kleinbetriebe dabei, ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Mit klimasensitiven Mikroversicherungsprodukten und -dienstleistungen wird die Anfälligkeit gegenüber Klimaextremen verringert, was sich positiv auf die Ernährungssicherheit und das Wirtschaftswachstum in Bangladesch auswirkt.

Unsere Ansätze

  1. Stärkung lokaler Kapazitäten
    Durch die Entwicklung gezielter Schulungs- und Beratungsangebote mit lokalen Partnern fördern wir praktisches Wissen und stärken die Anpassungsfähigkeit von Landwirtinnen und Landwirten und relevanten Dienstleistern, um Produktivität, Effizienz und Widerstandsfähigkeit der Produktion zu verbessern.
  2. Förderung nachhaltiger Praktiken und grüner Technologie
    Wir unterstützen die Einführung lokal angepasster nachhaltiger Praktiken und ressourcenschonender Technologien, die Ökosysteme erhalten, die Klimakrise adressieren und die Landwirtschaft für aktuelle und zukünftige Herausforderungen rüsten.
  3. Entwicklung inklusiver Marktsysteme
    Wir arbeiten mit dem Privatsektor, Behörden und der Zivilgesellschaft zusammen, um einen gerechten Zugang für Kleinbäuerinnen und -bauern (einschliesslich Jugendlicher und Frauen) zu lokalen und internationalen Märkten zu verbessern – für faire Preise und stabile Einkommen.
“Viele Jahre lang waren wir abhängig von unserem Einkommen aus dem Verkauf von Fisch und Gemüse. Es war schwierig, eine vierköpfige Familie zu ernähren. Wir verdienten uns durch den Anbau von Reis und Kartoffeln etwas dazu. Aber auch das war riskant, denn heftiger Regen, dichter Nebel, Trockenheit und Stürme konnten die Ernte zerstören. Im Jahr 2021 erfuhr ich von Ernteversicherungen und schloss daraufhin eine ab. Ich bekam wöchentlich Wettervorhersagen und kostenlose landwirtschaftliche Beratung. Im April 2022 erlitt ich grosse Verluste, als meine Kartoffelfelder durch einen Sturm beschädigt wurden. Da ich versichert war, wurde mir der Schaden grösstenteils erstattet. Das gab mir ein Gefühl von Sicherheit. Nach und nach habe ich begonnen, in den Anbau anderer Feldfrüchte zu investieren.„
Tohura Khatun, Bäuerin aus Bangladesch, Projektteilnehmende 

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