im Rahmen der Unterstützung der Reform der dualen Berufsbildung in Senegal
Viele junge Menschen in Senegal, besonders in ländlichen Regionen, haben nach wie vor kaum Zugang zu einer guten Ausbildung und zu nachhaltigen wirtschaftlichen Perspektiven. Gleichzeitig finden Unternehmen nur schwer Arbeitskräfte mit den benötigten Kompetenzen. Der Arbeitsmarkt verändert sich, und die Produktionssysteme müssen sich an Herausforderungen wie den Klimawandel anpassen. Deshalb muss die Berufsbildung stärker auf die lokalen wirtschaftlichen Gegebenheiten eingehen. Das Projekt unterstützt daher die nationale Reform der dualen Berufsbildung in Senegal und stärkt die Verbindung zwischen Ausbildung, Unternehmen und Beschäftigung.
Aufbauend auf den Ergebnissen von Sahel Opportunités II trägt das Projekt dazu bei, das duale Berufsbildungssystem in Senegal langfristig zu stärken. Es setzt auf drei sich ergänzenden Ebenen an: national, regional und wirtschaftlich.
Auf nationaler Ebene unterstützt es staatliche Institutionen bei der Umsetzung der Reform der dualen Berufsbildung. Auf regionaler Ebene stärkt es Ausbildungszentren und integrierte landwirtschaftliche Ausbildungsstätten. Diese sollen zu Orten des Lernens, Erprobens und der Innovation werden, die auf die lokalen wirtschaftlichen Gegebenheiten ausgerichtet sind.
Zudem verbindet das Projekt junge Menschen enger mit der Arbeitswelt. Dazu bringt es Ausbildungszentren, Unternehmen, Berufsverbände und Finanzierungsakteure zusammen. Die Unternehmen ermitteln, welche Kompetenzen sie brauchen, nehmen Lernende auf und wirken an der Entwicklung von Ausbildungsgängen mit, die sich stärker an der Nachfrage des Arbeitsmarkts orientieren.
Darüber hinaus fördert das Projekt das Unternehmertum junger Menschen, agrarökologische Innovationen und inklusivere Finanzierungslösungen. Zu den Begünstigten gehören junge Menschen und Frauen sowie ländliche Produzentinnen und Produzenten, Ausbildungszentren, Unternehmen und Berufsverbände.
Fokus auf systemischen Wandel
Über die Ausbildung hinaus will das Projekt ein förderliches Umfeld für die wirtschaftliche Integration junger Menschen schaffen und gleichzeitig die ländlichen Wirtschaftsräume stärken. Besondere Aufmerksamkeit gilt Frauen und jungen Unternehmerinnen und Unternehmern.
Der Privatsektor spielt dabei eine zentrale Rolle. Unternehmen bieten Praktikumsplätze an, übernehmen Mentoring und wirken bei der Entwicklung von Ausbildungsprogrammen mit. So entsprechen die erworbenen Kompetenzen besser den Bedürfnissen des Marktes.
Die integrierten landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten werden schrittweise zu regionalen Innovationszentren ausgebaut. Sie umfassen Bereiche wie Agrarökologie, erneuerbare Energien, Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Fischzucht. Die gewonnenen Erfahrungen und Ansätze werden dokumentiert und geteilt. Sie sollen in die nationale Reform einfliessen und die Übertragung auf andere Regionen Senegals fördern.
Projektpartner