Kompetenzen für den Arbeitsmarkt (Skills for Employment)

Das Projekt Skills for Employment Tanzania (SET) ist eine auf zwölf Jahre angelegte Initiative, die benachteiligte junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren, insbesondere junge Frauen und alleinerziehende Mütter, dabei unterstützt, berufliche Kompetenzen zu erwerben. Dadurch erhalten sie bessere Chancen auf eine Anstellung oder selbstständige Erwerbstätigkeit und können ihr Einkommen steigern.
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Morogoro, Tanzania
-6.8277556
37.6591144
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Iringa, Tanzania
-7.768059
35.6860723
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Dar es Salaam
-6.8165054
39.2894367
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Pwani
-7.323771400000001
38.8205454
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Tanga
39.1022029
Projektdauer
2018 - 2030
Finanziert durch
  • Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA

Das Projekt

SET arbeitet mit nationalen und lokalen Behörden, Bildungsanbietern, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen und ergänzt damit die staatlichen Bemühungen, junge Menschen wirtschaftlich zu stärken. Swisscontact übernimmt dabei eine vermittelnde Rolle, indem die wichtigsten Akteure im non-formalen Berufsbildungssystem miteinander vernetzt und gestärkt werden.

Das Projekt basiert auf drei Säulen:

  • Stärkung des Ausbildungsökosystems:
    SET baut Netzwerke auf, in denen Ausbildende ihre Kompetenzen weiterentwickeln, voneinander lernen und die Qualität und Arbeitsmarktrelevanz der Berufsbildung verbessern können. Ein Wissenszentrum bietet Zugang zu Lehrplänen, Leitfäden für Ausbildende und weiteren praktischen Instrumenten.
  • Verbesserter Zugang zu arbeitsmarktrelevanten Ausbildungen:
    SET erleichtert den Zugang zu praxisnahen, am Arbeitsmarkt orientierten Berufsbildungsangeboten von privaten und öffentlichen Bildungsanbietern. Die Ausbildung wird mit Unterstützung bei der Unternehmensgründung kombiniert, damit junge Menschen den Einstieg in den Arbeitsmarkt schaffen oder ein eigenes Kleinunternehmen gründen können.
  • Stärkung von Unterstützungsangeboten für Unternehmen junger Menschen:
    SET ermöglicht jungen Unternehmerinnen und Unternehmern gezielte Weiterbildungen und Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung. So können sie ihre Unternehmen weiterentwickeln und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.

 

Projektpartner

  • Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie (Mitglied des Projektsteuerungsausschusses)
  • Büro des Premierministers für Regionalverwaltung und lokale Regierungsbehörden (Mitglied des Projektsteuerungsausschusses)
  • Öffentliche und private Bildungsanbieter
  • Organisationen zur Unterstützung der Unternehmensentwicklung
  • Unternehmen
  • Berufsverbände
  • Lokale Nichtregierungsorganisationen und Entwicklungspartner

Erwartete Resultate Phase III (2026-2030)

  • 5 250 benachteiligte junge Menschen, darunter 60 % junge Frauen und 10 % alleinerziehende Mütter, erhalten Zugang zu gendersensiblen, non-formalen Berufsbildungsangeboten. Diese eröffnen ihnen Möglichkeiten für eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit und stärken gleichzeitig ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels sowie ihren Zugang zu Finanzdienstleistungen.
  • 900 junge Unternehmerinnen und Unternehmer nehmen an Weiterbildungen teil und erhalten Zugang zu Angeboten zur Unterstützung der Geschäftsentwicklung.
  • 200 Ausbildende von öffentlichen und privaten Bildungsanbietern in Morogoro und Iringa lernen voneinander und tauschen bewährte Praktiken im Bereich der non-formalen Berufsbildung aus.
  • Weitere 30 200 Personen profitieren indirekt von den Projektaktivitäten, darunter Haushaltsmitglieder von Absolventinnen und Absolventen, Personen, die von ihnen ausgebildet oder beschäftigt werden, sowie Lernende in Programmen, die von entsprechend qualifizierten Ausbildenden durchgeführt werden.

Resultate Phasen I & II

Phase I: August 2018 bis Juni 2022

In der ersten Phase stärkte SET das Berufsbildungssystem in Tansania, insbesondere in Morogoro. Das Projekt stärkte Bildungsanbieter und unterstützte das Morogoro Vocational Teachers Training College dabei, seine Lehrmethoden und -ansätze zu verbessern. Das College bildet Berufsschullehrpersonen aus ganz Tansania aus.

  • SET unterstützte 17 Arbeitsmarktanalysen und damit verbundene Studien. Auf dieser Grundlage konnte die Berufsbildungsbehörde Vocational Education and Training Authority (VETA) 11 Lehrpläne für die Berufsbildung überarbeiten, um sie besser auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes auszurichten.
  • SET arbeitete mit Bildungsanbietern in Morogoro zusammen, um 17 Berufsbildungskurse für 6 733 junge Menschen anzubieten. 58 % der Teilnehmenden waren Frauen und 19 % alleinerziehende Mütter.
  • Gemeinsam mit dem Morogoro Vocational Teachers Training College entwickelte SET acht Ausbildungsmodule für Lehrpersonen, die mit 156 Studierenden erprobt wurden.

Phase II: Juli 2022 bis Juni 2026

In der zweiten Phase verbesserte SET die Perspektiven junger Menschen auf eine existenzsichernde Anstellung oder selbstständige Erwerbstätigkeit weiter. Dazu stärkte das Projekt die Arbeitsmarktrelevanz, Qualität und Zugänglichkeit der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Die Aktivitäten wurden von Morogoro auf Iringa ausgeweitet. Zudem unterstützte das Projekt Folk Development Colleges, die insbesondere die ländliche Bevölkerung Tansanias erreichen, bei der Verbesserung ihrer Bildungsangebote.

  • SET arbeitete mit 16 Nichtregierungsorganisationen, 11 Unternehmen und einer öffentlichen Institution zusammen und bot 83 Berufsbildungskurse für 10 915 von Armut betroffene junge Menschen in Morogoro und Iringa an. 74 % der Teilnehmenden waren Frauen und 38 % alleinerziehende Mütter. Die Arbeitslosenquote unter den teilnehmenden Jugendlichen sank von 84 % auf 28 %.
  • SET unterstützte 12 Arbeitsmarktanalysen und entwickelte gemeinsam mit Bildungsanbietern und dem Privatsektor zehn arbeitsmarktrelevante Lehrpläne und Leitfäden für Ausbildende. Die Lehrpläne umfassen Fischzucht, Viehmast, Geflügelhaltung, Kochen, Backen, Friseurhandwerk, die Herstellung knuspriger Snacks und Gewürze, Gartenbau sowie Baumschulen für Obstbäume.
  • SET unterstützte das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Technologie bei der Entwicklung eines digitalen Verwaltungssystems für Folk Development Colleges. Damit kann das Ministerium Lernergebnisse nachverfolgen und fundiertere Steuerungsentscheidungen treffen.
  • SET unterstützte die Entwicklung eines Modells für die berufliche Weiterbildung, mit dem 492 Mitarbeitende aus 23 Folk Development Colleges erreicht wurden.

Aktuelles

Tansania
03.12.2021
Patricia Danzi, Direktorin der DEZA besucht das Projekt 'Skills for Employment Tanzania'
Patricia Danzi, Direktorin der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und Peter Bieler, Leiter der Sektion Süd und Ost bei der DEZA, besuchten letzte Woche Tansania. Gemeinsam mit dem Schweizer Botschafter in Tansania, Didier Chaussot, besuchten sie ausgewählte Projekte, darunter Skills for Employment Tanzania (SET) in Morogoro, um mit Begünstigten und Projektpartnern zu sprechen.