Guatemala: Ausbildung und Zertifizierung für menschenwürdige Arbeit

Das Projekt stärkt die technischen und überfachlichen Kompetenzen von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Guatemala, darunter Frauen, Jugendliche, indigene Gemeinschaften, ländliche Bevölkerungsgruppen, zurückgekehrte Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderungen. Durch hochwertige technische Aus- und Weiterbildungsangebote, Kompetenzzertifizierungen, Beschäftigungscoaching und arbeitsmarktorientierte Vermittlungsdienste verbessert es den Zugang zu wirtschaftlichen Perspektiven und menschenwürdiger Arbeit. Zudem soll das Humankapital in strategischen Sektoren und Regionen gestärkt werden, die im Rahmen von Global Gateway priorisiert werden, insbesondere durch die Förderung grüner und digitaler Kompetenzen.
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Ciudad de Guatemala
14.6349149
-90.5068824
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Quetzaltenango
14.8446068
-91.5231866
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Alta Verapaz
15.5942883
-90.14949879999999
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Baja Verapaz
15.1255867
-90.37483540000001
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Petén
16.912033
-90.2995785
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Zacapa
14.966528
-89.5254702
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Chiquimula
14.7965052
-89.54644789999999
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El Progreso
Projektdauer
2025 - 2028
Finanziert durch
  • Europäische Union
vertragspartner: Ministerium für Wirtschaft von Guatemala

In Guatemala arbeiten drei von vier wirtschaftlich aktiven Personen im informellen Sektor (75 %), ohne Arbeitsvertrag, sozialen Schutz oder stabiles Einkommen. Zudem lebt fast 60 % der Bevölkerung in Armut. Von diesen Bedingungen sind insbesondere Frauen, junge Menschen, indigene Bevölkerungsgruppen sowie Menschen in ländlichen Regionen betroffen, wo der Zugang zu qualitativ hochwertiger Berufsbildung begrenzt ist. Ohne Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt anerkannt sind, haben viele Menschen nur geringe Chancen auf eine formelle und besser bezahlte Beschäftigung.

Das Projekt

Das Projekt zur Ausbildung, technischen Qualifizierung und Zertifizierung von Kompetenzen für die Begünstigten des guatemaltekischen Programms „Empleo Digno“ (Menschenwürdige Arbeit) wird von Swisscontact umgesetzt und von der Europäischen Union finanziert. Es trägt dazu bei, Qualifikationslücken zu schliessen und den Zugang zu menschenwürdiger Beschäftigung in Guatemala zu verbessern, insbesondere für junge Menschen, Frauen und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

Das Projekt kombiniert Beschäftigungscoaching, arbeitsmarktorientierte technische Ausbildung, Kompetenzzertifizierung, die Förderung von Soft Skills sowie Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung. So wird das Ausbildungsangebot gezielt an den Bedarf der Unternehmen angepasst. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Kapazitäten von Unternehmen und Institutionen, um inklusive Einstellungspraktiken zu fördern und die Nachhaltigkeit der erzielten Ergebnisse sicherzustellen.

Im Fokus stehen Frauen, Jugendliche, indigene Bevölkerungsgruppen, Menschen in ländlichen Regionen, zurückgekehrte Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit dem Privatsektor, öffentlichen Institutionen, Bildungsanbietern und lokalen Organisationen schafft das Projekt Verbindungen zwischen Ausbildungsangeboten und konkreten Beschäftigungsmöglichkeiten.

Der innovative Ansatz verbindet eine an regionale Gegebenheiten angepasste Umsetzung mit nachfrageorientierter Ausbildung, individueller Begleitung sowie der Förderung grüner und digitaler Kompetenzen in den von der Global-Gateway-Initiative priorisierten Wirtschaftssektoren.

Ziel des Projekts

Verbesserung des Zugangs zu menschenwürdiger Beschäftigung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und Beitrag zur Verringerung von Informalität und Armut durch technische und berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Zertifizierung von Kompetenzen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf grünen, kreislaufwirtschaftlichen, digitalen und energiespezifischen Sektoren.

Innovation

Die Innovation des Projekts liegt in der Integration und territorialen Anpassung von Beschäftigungsdiensten. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören:

  • Zusammenarbeit mit Unternehmen: Die Kooperation mit dem Privatsektor stärkt inklusive Einstellungspraktiken, Diversitätsmanagement und die Entwicklung von Personalressourcen, einschliesslich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz.
  • Nachfrageorientierte Ausbildung: Arbeitsmarktanalysen und Unternehmensdialoge dienen als Grundlage für die Auswahl von Berufen und Ausbildungsangeboten und berücksichtigen gleichzeitig die Interessen und Profile der Teilnehmenden.
  • Individuelle Begleitung: Beschäftigungscoaching unterstützt die Teilnehmenden dabei, persönliche Ziele und Lebenspläne mit Bildungs- und Berufsentscheidungen zu verknüpfen.
  • Kompetenzen für den grünen und digitalen Wandel: Im Einklang mit den Prioritäten von Global Gateway umfasst das Ausbildungsangebot Kompetenzen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Energie, basierend auf den identifizierten Anforderungen des Arbeitsmarktes.

Wichtigste Aktivitäten

  • Durchführung von Arbeitsmarktanalysen sowie Identifizierung prioritärer Sektoren, Berufe sowie Aus- und Zertifizierungsbedarfe in den Zielregionen.
  • Aufbau von Partnerschaften und Rekrutierung von Teilnehmenden durch Identifizierungs-, Profiling- und Auswahlverfahren.
  • Bereitstellung von Beschäftigungscoaching und Berufsberatung zur Stärkung der Motivation sowie zur Entwicklung von Ausbildungs- und Berufswegen.
  • Vergabe von Stipendien für technische Aus- und Weiterbildung mit praxisnahen und arbeitsmarktrelevanten Inhalten, die sich am Bedarf der Privatwirtschaft orientieren.
  • Bewertung und Zertifizierung beruflicher Kompetenzen, ergänzt durch zusätzliche Qualifizierungsmassnahmen zur Schliessung identifizierter Kompetenzlücken.
  • Förderung von Sozial- und Beschäftigungskompetenzen durch das Diplomprogramm „Empower Yourself for the Future“ sowie Workshops zu Stellensuche, Lebenslaufgestaltung und Bewerbungsgesprächen.
  • Unterstützung beim Zugang zum Arbeitsmarkt durch Partnerschaften mit Unternehmen, Arbeitsvermittlung, Jobmessen, Beschäftigungskioske und arbeitsbasiertes Lernen.
  • Stärkung der Kapazitäten von Unternehmen und institutionellen Partnern durch die Förderung inklusiver Einstellungspraktiken und die Sensibilisierung für menschenwürdige Arbeit.
  • Nachverfolgung der Bildungs- und Berufswege sowie der Ergebnisse der Teilnehmenden, Begleitung nach der Arbeitsvermittlung und Dokumentation von Lernerfahrungen zur kontinuierlichen Verbesserung und nachhaltigen Wirkung des Projekts.

Erwartete Resultate 2025 - 2028

  • 3'400 Personen nehmen an technischen Aus- und Weiterbildungsprogrammen teil.
  • 600 Personen erwerben eine Zertifizierung ihrer beruflichen Kompetenzen.
  • 4'000 Personen werden durch die Projektaktivitäten erreicht.
  • 1'200 Personen finden eine Beschäftigung.