In Guatemala arbeiten drei von vier wirtschaftlich aktiven Personen im informellen Sektor (75 %), ohne Arbeitsvertrag, sozialen Schutz oder stabiles Einkommen. Zudem lebt fast 60 % der Bevölkerung in Armut. Von diesen Bedingungen sind insbesondere Frauen, junge Menschen, indigene Bevölkerungsgruppen sowie Menschen in ländlichen Regionen betroffen, wo der Zugang zu qualitativ hochwertiger Berufsbildung begrenzt ist. Ohne Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt anerkannt sind, haben viele Menschen nur geringe Chancen auf eine formelle und besser bezahlte Beschäftigung.
Das Projekt zur Ausbildung, technischen Qualifizierung und Zertifizierung von Kompetenzen für die Begünstigten des guatemaltekischen Programms „Empleo Digno“ (Menschenwürdige Arbeit) wird von Swisscontact umgesetzt und von der Europäischen Union finanziert. Es trägt dazu bei, Qualifikationslücken zu schliessen und den Zugang zu menschenwürdiger Beschäftigung in Guatemala zu verbessern, insbesondere für junge Menschen, Frauen und andere benachteiligte Bevölkerungsgruppen.
Das Projekt kombiniert Beschäftigungscoaching, arbeitsmarktorientierte technische Ausbildung, Kompetenzzertifizierung, die Förderung von Soft Skills sowie Unterstützung bei der Arbeitsvermittlung. So wird das Ausbildungsangebot gezielt an den Bedarf der Unternehmen angepasst. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Kapazitäten von Unternehmen und Institutionen, um inklusive Einstellungspraktiken zu fördern und die Nachhaltigkeit der erzielten Ergebnisse sicherzustellen.
Im Fokus stehen Frauen, Jugendliche, indigene Bevölkerungsgruppen, Menschen in ländlichen Regionen, zurückgekehrte Migrantinnen und Migranten sowie Menschen mit Behinderungen. Gemeinsam mit dem Privatsektor, öffentlichen Institutionen, Bildungsanbietern und lokalen Organisationen schafft das Projekt Verbindungen zwischen Ausbildungsangeboten und konkreten Beschäftigungsmöglichkeiten.
Der innovative Ansatz verbindet eine an regionale Gegebenheiten angepasste Umsetzung mit nachfrageorientierter Ausbildung, individueller Begleitung sowie der Förderung grüner und digitaler Kompetenzen in den von der Global-Gateway-Initiative priorisierten Wirtschaftssektoren.
Verbesserung des Zugangs zu menschenwürdiger Beschäftigung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen und Beitrag zur Verringerung von Informalität und Armut durch technische und berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Zertifizierung von Kompetenzen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf grünen, kreislaufwirtschaftlichen, digitalen und energiespezifischen Sektoren.
Die Innovation des Projekts liegt in der Integration und territorialen Anpassung von Beschäftigungsdiensten. Zu den wichtigsten Merkmalen gehören: