GO4IMPact: Öffentliche Dienstleistungen klimaresilient und gerecht gestalten

GO4IMPact zielt darauf ab, die gerechte und klimaresiliente Bereitstellung öffentlicher Grundversorgungsleistungen in den Bereichen integrierte Wasserbewirtschaftung (Integrated Water Resource Management, IWRM) und Abfallwirtschaft (Solid Waste Management, SWM) zu stärken und zu verbessern. Dies soll durch einen systemischen, anpassungsfähigen und fördernden Ansatz erreicht werden. Dieser zielt darauf ab, die Kapazitäten der relevanten Akteure – darunter Kommunalverwaltungen (Gemeinden, Unterbezirksräte und Landräte), die Zentralregierung und ihre Fachbehörden, der Privatsektor sowie zivilgesellschaftliche Gruppen – zu stärken.
invalid
Naogaon
24.7936071
88.93180819999999
invalid
Shatkhira
22.7184852
89.07047659999999
Projektdauer
2024 - 2027

Finanziert durch: Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, vertreten durch die Schweizer Botschaft in Bangladesch

Bangladesch sieht sich mit wachsenden Herausforderungen in den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft konfrontiert, insbesondere in klimabedingt betroffenen Gebieten wie dem salzgefährdeten Küstenstreifen und dem dürregefährdeten Nordwesten des Landes. Versalzung, Wasserknappheit und unzureichende Abfallentsorgungssysteme schränken den Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und einer gesunden Umwelt ein.

Dies hat Gesundheitsrisiken und eine verminderte Lebensqualität zur Folge. Diese Herausforderungen sind nicht nur ökologischer, sondern auch institutioneller Natur, da den lokalen Behörden oft die Planungskapazitäten, Koordinationsfähigkeiten und Ressourcen fehlen, um wirksam darauf zu reagieren. Infolgedessen haben die Gemeinden, insbesondere Frauen und schutzbedürftige Gruppen, täglich mit Schwierigkeiten beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu kämpfen. Es ist deshalb wichtig, lokale Systeme zu stärken, um klimaresiliente und inklusive öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen.

Das Projekt

GO4IMPact ist in zwei klimagefährdeten Regionen Bangladeschs verwurzelt, die jeweils mit unterschiedlichen, aber gleichermassen schwerwiegenden Herausforderungen konfrontiert sind. Im Nordwesten (Distrikt Naogaon) ist das Projekt in den Unterdistrikten Dhamoirhat und Niamatpur sowie in der Gemeinde Dhamoirhat tätig. Diese Region, die Teil des Barind-Gebiets ist, leidet unter anhaltenden Dürren, extremer Hitze und einem rapide sinkenden Grundwasserspiegel. Die stark vom Reisanbau abhängigen Bauerngemeinden kämpfen mit schrumpfenden Anbauflächen, unregelmässigen Niederschlägen und Wasserknappheit, die ihre Lebensgrundlage und Ernährungssicherheit unmittelbar bedrohen. Im Südwesten (Distrikt Satkhira) erstrecken sich die Aktivitäten auf die Unterdistrikte Shyamnagar und Assasuni sowie auf die Gemeinde Satkhira. Hier zerstören der Anstieg des Meeresspiegels und das Eindringen von Salzwasser die Böden und Süsswasserreserven. Da das Meerwasser jedes Jahr weiter ins Landesinnere vordringt, versalzen Tausende Hektar Ackerland, wodurch Familien ohne sicheres Trinkwasser zurückbleiben.

Um diese Herausforderungen anzugehen, arbeitet das Projekt mit lokalen Regierungsstellen, dezentralen Fachbehörden, der Zentralregierung, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gemeinden sowie dem privaten Sektor zusammen.

  • Auf lokaler Ebene stattet das Projekt die Unterbezirksräte, Landkreise und Gemeinden mit den notwendigen Instrumenten aus, damit sie bessere Dienstleistungen planen und erbringen können.
  • Auf nationaler Ebene wirkt das Projekt auf die Rahmenbedingungen ein, damit Reformen wirksam umgesetzt werden können.

Projektpartner

  • Konsortium: WaterAid and Swisscontact
  • Umsetzungspartner: Rupantar and Eco-Social Development Organization (ESDO)

Erwartete Resultate

Kommunale Institutionen und lokale öffentliche Dienstleister sind rechenschaftspflichtiger und inklusiver:

  • 30 Kommunalverwaltungen verfügen über mehr Haushaltsmittel, wodurch sie wirksame lokale Entwicklungsinitiativen umsetzen können.
  • In 45 Fachbehörden wurden Beamte für die Aspekte Klimawandel, Wasserwirtschaft und Abfallwirtschaft sensibilisiert, sodass sie diese aktiv in die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen integrieren.

Bürger auf lokaler Ebene – insbesondere Frauen, benachteiligte Menschen, Jugendliche und sozial ausgegrenzte Gruppen – sowie Akteure des Privatsektors arbeiten effektiver mit lokalen Regierungsinstitutionen und öffentlichen Dienstleistern zusammen:

  • 20 Initiativen des Privatsektors arbeiten aktiv mit öffentlichen Diensten zusammen und verbessern so die Wasser- und Abfallwirtschaftssysteme.
  • Es werden 350 Aktionspläne für Gemeinden entwickelt, die sich mit Klimavulnerabilitäten sowie Herausforderungen im Bereich der integrierten Wasserressourcenbewirtschaftung (IWRM) und der Abfallwirtschaft (SWM) befassen.
  • 50 Unternehmer und Unternehmerinnen werden geschult und dabei unterstützt, nachhaltige Unternehmen in den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft zu gründen.

Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren engagieren sich die Institutionen der Zentralregierung wirksamer für Lernprozesse und politische Anpassungen:

  • Drei Massnahmen in den Bereichen Klimawandel, Katastrophenvorsorge und Umweltpolitik werden unterstützt, wodurch die institutionellen Kapazitäten für eine nachhaltige Entwicklung gestärkt werden.
  • Es finden Konsultationen zwischen Ministerien und Behörden statt, um eine kohärente Umsetzung von Politiken, Strategien und Leitlinien zu gewährleisten.