Finanziert durch: Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, vertreten durch die Schweizer Botschaft in Bangladesch
Bangladesch sieht sich mit wachsenden Herausforderungen in den Bereichen Wasser- und Abfallwirtschaft konfrontiert, insbesondere in klimabedingt betroffenen Gebieten wie dem salzgefährdeten Küstenstreifen und dem dürregefährdeten Nordwesten des Landes. Versalzung, Wasserknappheit und unzureichende Abfallentsorgungssysteme schränken den Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und einer gesunden Umwelt ein.
Dies hat Gesundheitsrisiken und eine verminderte Lebensqualität zur Folge. Diese Herausforderungen sind nicht nur ökologischer, sondern auch institutioneller Natur, da den lokalen Behörden oft die Planungskapazitäten, Koordinationsfähigkeiten und Ressourcen fehlen, um wirksam darauf zu reagieren. Infolgedessen haben die Gemeinden, insbesondere Frauen und schutzbedürftige Gruppen, täglich mit Schwierigkeiten beim Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen zu kämpfen. Es ist deshalb wichtig, lokale Systeme zu stärken, um klimaresiliente und inklusive öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen.
GO4IMPact ist in zwei klimagefährdeten Regionen Bangladeschs verwurzelt, die jeweils mit unterschiedlichen, aber gleichermassen schwerwiegenden Herausforderungen konfrontiert sind. Im Nordwesten (Distrikt Naogaon) ist das Projekt in den Unterdistrikten Dhamoirhat und Niamatpur sowie in der Gemeinde Dhamoirhat tätig. Diese Region, die Teil des Barind-Gebiets ist, leidet unter anhaltenden Dürren, extremer Hitze und einem rapide sinkenden Grundwasserspiegel. Die stark vom Reisanbau abhängigen Bauerngemeinden kämpfen mit schrumpfenden Anbauflächen, unregelmässigen Niederschlägen und Wasserknappheit, die ihre Lebensgrundlage und Ernährungssicherheit unmittelbar bedrohen. Im Südwesten (Distrikt Satkhira) erstrecken sich die Aktivitäten auf die Unterdistrikte Shyamnagar und Assasuni sowie auf die Gemeinde Satkhira. Hier zerstören der Anstieg des Meeresspiegels und das Eindringen von Salzwasser die Böden und Süsswasserreserven. Da das Meerwasser jedes Jahr weiter ins Landesinnere vordringt, versalzen Tausende Hektar Ackerland, wodurch Familien ohne sicheres Trinkwasser zurückbleiben.
Um diese Herausforderungen anzugehen, arbeitet das Projekt mit lokalen Regierungsstellen, dezentralen Fachbehörden, der Zentralregierung, zivilgesellschaftlichen Organisationen, Gemeinden sowie dem privaten Sektor zusammen.
Kommunale Institutionen und lokale öffentliche Dienstleister sind rechenschaftspflichtiger und inklusiver:
Bürger auf lokaler Ebene – insbesondere Frauen, benachteiligte Menschen, Jugendliche und sozial ausgegrenzte Gruppen – sowie Akteure des Privatsektors arbeiten effektiver mit lokalen Regierungsinstitutionen und öffentlichen Dienstleistern zusammen:
Durch die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren engagieren sich die Institutionen der Zentralregierung wirksamer für Lernprozesse und politische Anpassungen: