Bangladesch bereitet sich auf den Austritt aus der Gruppe der am wenigsten entwickelten Länder (LDC) vor. Damit werden die Wettbewerbsfähigkeit von Exporten sowie die Einhaltung internationaler Standards zunehmend wichtiger. Gleichzeitig konzentrieren sich die Exporterlöse nach wie vor stark auf den Bekleidungssektor. Die Landwirtschaft, insbesondere der Anbau von Kürbissorten, bietet grosses Potenzial für eine stärkere Diversifizierung.
Obwohl Bangladesch jährlich über 15 Millionen Tonnen Gemüse produziert, wird weniger als ein Prozent exportiert. Ein wesentliches Hindernis ist die unzureichende Umsetzung von Gesundheits- und Pflanzenschutzstandards (SPS). Lieferungen werden regelmässig wegen Schädlingsbefall, Pestizidrückständen oder Hygienemängeln zurückgewiesen. Gleichzeitig fehlen vielen Landwirtinnen und Landwirten, Exporteuren sowie Agrar-KMU der Zugang zu Finanzdienstleistungen und die Mittel, um notwendige Investitionen zur Einhaltung der Standards zu tätigen.
SAFE BD begegnet diesen Herausforderungen durch die Verbesserung des Schädlingsrisikomanagements, die Förderung guter landwirtschaftlicher Praktiken, den Zugang zu Finanzdienstleistungen sowie eine stärkere Koordination zwischen den relevanten Institutionen. Dadurch sollen Exportablehnungen reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit des Gemüseexports langfristig gestärkt werden.
SAFE BD unterstützt die exportorientierte Wertschöpfungskette von Kürbissorten in Bangladesch. Grundlage des Projekts bildet der P-IMA-Ansatz (Prioritising SPS Investments for Market Access), der gemeinsam mit Akteuren aus dem öffentlichen und privaten Sektor die wichtigsten Hindernisse für den Gemüseexport identifiziert hat.
Dabei wurden vier zentrale Herausforderungen identifiziert:
SAFE BD arbeitet in vier miteinander verknüpften Bereichen:
Durch diese Massnahmen trägt SAFE BD dazu bei, Gesundheits- und Pflanzenschutzstandards dauerhaft im bangladeschischen Gemüseexport zu verankern und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors zu stärken.