Fondation Audemars Piguet For Common Good
Swisscontact
Ruanda hat mit starkem Bevölkerungsdruck zu kämpfen, da immer mehr Menschen dort leben. In ländlichen Gegenden haben junge Menschen immer noch kaum Chancen auf Bildung und Arbeit. Für benachteiligte Jugendliche auf dem Land ist es besonders schwer, eine Berufsausbildung zu machen: Die Wege sind lang, die Kosten für die Unterkunft sind hoch, sie müssen sich um ihre Familien kümmern und verdienen während der Ausbildung kein Geld.
Das Projekt „Dual+ for Rural” baut auf der bewährten Wirksamkeit dualer Ausbildungsansätze auf, die Swisscontact in der Westprovinz Ruandas getestet hat. Die Regierung weitet dieses Modell nun aus, konzentriert sich dabei aber bisher auf städtische Gebiete.
Das Projekt entwickelt lokale Ausbildungsmodelle, die vom dualen System inspiriert sind. Dieser Prozess wird von vielen verschiedenen Leuten begleitet. Diese Modelle werden mit 500 benachteiligten Jugendlichen in einigen der ärmsten Bezirke Ruandas getestet. Der Fokus liegt dabei auf Schulabbrechern aus ländlichen Gebieten, jungen Müttern in schwierigen Situationen und Menschen mit Behinderungen. Die Ausbildungsmodule werden in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern, Behörden und TVET-Schulen (Technische Sekundarschulen bzw. Berufsbildungszentren) entwickelt.
In enger Zusammenarbeit mit dem „Rwanda TVET Board“ unterstützt das Projekt die Integration von Jugendlichen in den lokalen Arbeitsmarkt. Es werden mehrere Unterstützungspakete auf ihre Wirksamkeit getestet, die jeweils Folgendes umfassen:
Das erfolgreiche zweijährige Pilotprojekt wird eine Reihe von getesteten, massgeschneiderten und bewährten Lösungen für die Berufsausbildung und die Integration in den Arbeitsmarkt für junge Leute aus ländlichen Gebieten hervorbringen. Diese passen zur Priorität der Nationalen Transformationsstrategie „menschenwürdige und produktive Arbeitsplätze zu schaffen“, und können auf mehrere ländliche Bezirke in Ruanda ausgeweitet werden. Die skalierbaren Modelle werden mit den lokalen Behörden und der nationalen Regierung besprochen, um sie zu institutionalisieren und eine nationale Finanzierung zu sichern.
Nach der Ausbildung haben junge Menschen aus ländlichen Gebieten die Möglichkeit, in das formale Bildungssystem Ruandas einzusteigen, eine sichere Anstellung zu finden oder sich selbstständig zu machen. Bis zum Ende des Pilotprojekts werden 350 der 500 ausgebildeten benachteiligten Jugendlichen erfolgreich in den Arbeitsmarkt integriert sein, wodurch sie ihr Einkommen steigern und mehr finanzielle Stabilität für sich und ihre Familien erreichen können.