In Mali stehen junge Menschen vor erheblichen Hürden beim Zugang zu Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung. Aufgrund der unsicheren Lage mussten viele Schulen schliessen, während zahlreiche Kinder und Jugendliche ausserhalb des Bildungssystems bleiben oder ohne ausreichende Qualifikationen in den Arbeitsmarkt eintreten. Non-formale Bildungs- und Berufsbildungsangebote sind oft fragmentiert, und die Verbindungen zwischen Lernen, Ausbildung und konkreten wirtschaftlichen Perspektiven sind häufig schwach. Zusätzliche Herausforderungen betreffen insbesondere junge Frauen, Binnenvertriebene, Flüchtlinge, Menschen mit Behinderungen sowie Jugendliche in abgelegenen Regionen. Baaradégé begegnet diesen Herausforderungen, indem es praxisnahe und inklusive Bildungs- und Beschäftigungspfade schafft, die in den lokalen Gemeinschaften verankert und mit wirtschaftlichen Chancen verbunden sind.
Baaradégé schafft einen durchgängigen Weg von der Bildung über die Berufsbildung bis zur sozioökonomischen Integration.
Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren, die keine Schule besuchen oder die Schule abgebrochen haben, können sich in gemeindebasierten Bildungs-, Ausbildungs- und Lernzentren für junge Menschen einschreiben. Dort stärken sie ihre Grundkompetenzen, nutzen Beratungsangebote und bereiten sich auf eine berufliche Laufbahn vor.
Junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren erhalten Zugang zu Ausbildungen, die sich am Bedarf des Arbeitsmarkts orientieren. Sie entwickeln Lebens- und unternehmerische Kompetenzen, erhalten Berufsberatung und werden gezielt auf dem Weg in eine Anstellung oder in die Selbstständigkeit begleitet.
Das Programm arbeitet mit lokalen Behörden, Gemeinschaften, öffentlichen Diensten, Bildungsanbietern und dem Privatsektor zusammen. Gemeinsam ermitteln sie vielversprechende Berufsfelder und gestalten Ausbildungen, die der lokalen Nachfrage entsprechen. Zudem stärkt das Programm die Kompetenzen von Lehrpersonen, Ausbildenden, Beratenden und Bildungsanbietern und unterstützt lokale Koordinations- und Finanzierungsmechanismen.
Wo nötig, gehören psychosoziale Unterstützung und die Förderung sozio-emotionaler Kompetenzen dazu. Dies gilt besonders für junge Menschen, die von Unsicherheit oder Vertreibung betroffen sind.
Swisscontact und Enfants du Monde treten als Fazilitatoren auf und unterstützen lokale Akteure dabei, diese Angebote zu verbessern, zu verwalten und langfristig zu sichern.
Das Programm verbindet drei eng miteinander verknüpfte Interventionsbereiche: inklusive alternative Bildung für Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren, Berufsbildung und Arbeitsmarktintegration für junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren sowie eine gestärkte lokale Steuerung von Bildungs-, Ausbildungs- und Beschäftigungsangeboten.
Der Ansatz ist territorial und partizipativ. Lokale Behörden und Gemeinschaften gestalten die Angebote mit. Arbeitgebende und weitere Akteure des Privatsektors helfen dabei, den Qualifikationsbedarf zu ermitteln, Ausbildungsprogramme zu entwickeln und Wege in die Beschäftigung zu schaffen.
Gleichstellung der Geschlechter, soziale Inklusion und Konfliktsensibilität sind im gesamten Programm verankert. Besondere Aufmerksamkeit gilt jungen Frauen, Binnenvertriebenen, Flüchtlingen, jungen Menschen mit Behinderungen sowie Jugendlichen in abgelegenen Regionen.
Projektpartner