Der Kakaosektor Ghanas, der über 800.000 Kleinbauern unterstützt und einen wesentlichen Beitrag zu den Deviseneinnahmen des Landes leistet, steht zunehmend unter dem Druck der langfristigen Auswirkungen der Monokultur. Die abnehmende Bodenfruchtbarkeit, die zunehmende Verbreitung von Schädlingen und Krankheiten sowie Klimaschwankungen führen zu einem Rückgang der Produktivität und Destabilisierung der Einkommen der Bauern. Gleichzeitig muss das Land neue Umwelt- und Marktanforderungen wie die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) und umfassendere Klimaschutzverpflichtungen erfüllen, was zusätzlichen Druck auf die Kakaoproduktion ausübt.
Obwohl die Agroforstwirtschaft weithin als nachhaltige Lösung für diese Herausforderungen anerkannt ist, sind die derzeitigen Bemühungen zu ihrer Förderung fragmentiert, technisch inkonsistent und unzureichend institutionalisiert. Es mangelt an akkreditierten Ausbildern, die Ausbildungsinfrastruktur ist begrenzt, die Koordination zwischen den Akteuren ist schwach und die Finanzmechanismen zur Unterstützung des Übergangs der Landwirte sind unterentwickelt. Solange diese systemischen Lücken bestehen bleiben, fehlen Kleinbauern das Wissen, die Unterstützungsdienste und die Anreize, die für die Einführung höherwertiger Agroforstsysteme in großem Maßstab erforderlich sind.
Das ASKI-Pilotprojekt befasst sich mit den systemischen Hindernissen, die der Einführung der Agroforstwirtschaft im ghanaischen Kakaosektor im Wege stehen. Zu diesem Zweck stärkt das Projekt Ausbildungseinrichtungen, bildet qualifizierte Arbeitskräfte für die Agroforstwirtschaft aus, generiert angewandte Forschungsergebnisse und entwickelt innovative Finanzierungsmechanismen, die Anreize für den Übergang der Landwirte schaffen. Die zugrunde liegende Theorie besagt, dass die Agroforstwirtschaft von vereinzelten Pilotprojekten zu einer skalierbaren und institutionalisierten Praxis in der gesamten Kakaolandschaft werden kann. Dies setzt voraus, dass nationale Ausbildungszentren, Forschungseinrichtungen, Beratungssysteme und private Akteure mit standardisiertem Wissen, anerkannten Qualifikationen und koordinierten Instrumenten für die Agroforstwirtschaft ausgestattet werden. Zudem müssen Landwirte sowohl durch technische Dienstleistungen als auch durch finanzielle Anreize unterstützt werden.
Eine wichtige Innovation des Projekts ist der kombinierte Ansatz aus:
Dieses integrierte Modell verbindet Kompetenzentwicklung, institutionelles Lernen, wissenschaftliche Erkenntnisse und finanzielle Anreize zu einem kohärenten System zur Skalierung der Agroforstwirtschaft.
Die primären Begünstigten sind ghanaische Kleinbauern, die Kakao anbauen. Sie erhalten Zugang zu verbessertem Wissen, Dienstleistungen und finanziellen Anreizen, um Agroforstsysteme einzuführen. Zu den sekundären Begünstigten zählen Berater und Ausbilderinnen, die anerkannte Kenntnisse im Bereich der Agroforstwirtschaft erwerben, sowie Jugendliche und nationale Institutionen, die gestärkt werden, um eine klimaresistente Kakaoproduktion in großem Maßstab zu unterstützen.