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Adibul Islam, Senior Vice President von Shahi Export Pvt. Ltd., einem führenden Bekleidungshersteller, berichtet: «Das Ausbildungsprogramm für Näherinnen und Näher hat die Fähigkeiten, Produktivität und Bindung unserer Mitarbeitenden deutlich verbessert – ein entscheidender Faktor für eine langfristige Personalplanung. Wir sind entschlossen, sie fortzuführen – auch über die Projektunterstützung hinaus.»
Dieses Engagement verdeutlicht einen grundlegenden Wandel: Unternehmen sind längst nicht mehr nur Empfänger von Entwicklungsinitiativen, sondern werden zunehmend zu aktiven Mitgestaltern, mit dem Ziel, eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.
Das BYETS-Projekt von Swisscontact ist in den Bereichen Konfektionsbekleidung (RMG), Agroverarbeitung (AP) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) aktiv. In den Branchen RMG und AP arbeitet BYETS direkt mit Fabriken zusammen, um bestehende betriebsbasierte Ausbildungssysteme zu stärken oder neue aufzubauen. So wird sichergestellt, dass Arbeitskräfte weiterqualifiziert oder umgeschult werden, um den sich wandelnden Anforderungen der Industrie gerecht zu werden. Ein zentraler Bestandteil sind sogenannte „Training-of-Trainers“-Schulungen: Dabei werden in den Fabriken Master-Trainerinnen und -Trainer ausgebildet, die ihr Wissen anschliessend an die Mitarbeitenden weitergeben.
Parallel dazu kooperiert das BYETS-Projekt mit privaten Ausbildungszentren in ganz Bangladesch zusammen, um jungen Menschen praxisnahe Schulungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu ermöglichen.
Das Projekt stärkt zudem die Kapazitäten dieser Zentren, indem es ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt verbessert. Mit dem Ziel, 25 000 junge Menschen weiterzubilden oder umzuschulen, hat BYETS bereits bemerkenswerte Fortschritte erzielt – darunter Beiträge von über 2,6 Millionen Euro aus der Privatwirtschaft.
Die Einbindung einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen als Produzentinnen, Mitarbeitende oder Kunden in Wertschöpfungsketten schafft beidseitige wirtschaftliche und soziale Vorteile.
Trotz wachsender Bedeutung solcher Initiativen in Bangladeschs Unternehmenslandschaft werden sie häufig noch als Zusatzkosten mit begrenztem Nutzen wahrgenommen. Dabei liegt die eigentliche Chance darin, soziale Verantwortung strategisch zu verankern – etwa durch Massnahmen, die Produktivität steigern, Kosten senken und die Resilienz der Belegschaft stärken.
Ein wirkungsvolles Beispiel sind Investitionen in die Kompetenzentwicklung: Sie helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen, Fluktuation zu verringern und die Anpassungsfähigkeit der Mitarbeitenden zu fördern.