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Ugandas fruchtbarer Boden bringt jedes Jahr mehr als 5,7 Millionen Tonnen Obst und Gemüse hervor (FAO, 2019). Doch nur etwa 20 % davon (im Wert von 34 Millionen US-Dollar) werden exportiert – eine Zahl, die weit hinter Kenia und Tansania zurückbleibt (RUSH Exporter Baseline Study, 2022). Die Hindernisse sind für Landwirte und Exporteure allzu bekannt: endlose Formalitäten, fragmentierte Administrationssysteme, Verzögerungen an Flughäfen und kostspielige Ablehnungen in den Zielmärkten.
Der globale Handel wird für Entwicklungsländer zunehmend komplexer. Politische Spannungen, strengere Standards, neue Regeln und Nachhaltigkeitsvorgaben erhöhen die Kosten und fragmentieren Märkte. Besonders in der ugandischen Landwirtschaft machten sich diese Herausforderungen bemerkbar – Reformen zur Handelserleichterung wurden dringend nötig.
Die Ineffizienzen waren gravierend: Exporteure benötigten im Durchschnitt 15,2 Stunden pro Sendung, was jährlich rund 910 Stunden oder 38 Arbeitstage entsprach. Über die Hälfte dieser Zeit entfiel auf das manuelle Sortieren und Prüfen. Die Kosten beliefen sich auf 88 US-Dollar pro Sendung bzw. 8.600 US-Dollar jährlich, wovon 90 % auf Personalkosten entfielen. Die Verluste durch Ausschuss und Rückweisungen beliefen sich auf 300 000 US-Dollar für die Exporteure und auf 72 000 US-Dollar für die Landwirte.
Dies hat die Global Alliance for Trade Facilitation (GATF) dazu bewogen, das Projekt „Re-engineering Uganda’s Sanitary and Phytosanitary Inspection of Horticulture Exports (RUSH)” zu finanzieren. Es wurde von Swisscontact gemeinsam mit dem ugandischen Ministerium für Landwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei (MAAIF), dem Ministerium für Handel, Industrie und Genossenschaften (MTIC) sowie ugandischen Privatunternehmen wie HortiFresh umgesetzt.
Mit dem Private Sector Contribution Tracker hat Swisscontact ein Tool eingeführt, das Sachleistungen von Unternehmen misst und die Rechenschaftspflicht stärkt. Mehr als 90 % der Exporteure haben die neuen Checklisten übernommen und 80 % von ihnen haben ihr Vertrauen in diese bekundet.
Drei zentrale Innovationen prägten RUSH:
Diese scheinbar kleinen Massnahmen zeigten rasch Wirkung: In Verpackungsbetrieben sanken die Inspektionszeiten von 2,5 auf unter 2 Stunden, am Flughafen Entebbe sogar auf 29 Minuten. Die Verschwendung ging deutlich zurück: Landwirte und Exporteure sparten so jährlich fast 370 000 US-Dollar. Während der Projektlaufzeit wurde lediglich eine Sendung am Flughafen abgefangen.