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Mit grosser Betroffenheit haben wir vom Tod von Robert Jenny erfahren. Mit seinem Ableben verliert Swisscontact eine Persönlichkeit, die die Entwicklung unserer Stiftung über Jahrzehnte hinweg wesentlich mitgestaltet hat.
Robert Jenny stiess 1971 zu Swisscontact und übernahm zunächst die Funktion des Generalsekretärs. Bereits vor seinem Eintritt bei Swisscontact verfügte Robert Jenny über langjährige Erfahrung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Arbeit. Diese Erfahrungen prägten sein Verständnis für partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung.
Ab den frühen 1980er-Jahren führte er die Organisation als Geschäftsführer. Während insgesamt 24 Jahren, bis 1995, prägte er die strategische und fachliche Ausrichtung von Swisscontact entscheidend. In einer Zeit des Wandels und des Wachstums setzte er wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und stärkte die Rolle von Swisscontact als Partnerin für nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.
Unter seiner Führung weitete Swisscontact ihre Aktivitäten kontinuierlich aus und entwickelte neue Ansätze in der Berufsbildung, der Förderung landwirtschaftlicher Mechanisierung sowie der Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Auch nach seiner operativen Tätigkeit blieb Robert Jenny Swisscontact eng verbunden. Von 1995 bis 2007 engagierte er sich im Stiftungsratsausschuss.
Für viele Mitarbeitende und Weggefährten war Robert Jenny weit mehr als Geschäftsführer. Über Jahrzehnte berichtete er dem Stiftungsrat regelmässig über die Entwicklung von Projekten und Programmen, begleitete die Expansion von Swisscontact in neue Themenfelder und setzte sich dafür ein, Ausbildung und wirtschaftliche Entwicklung eng miteinander zu verbinden. Er gehörte zu jener Generation von Pionieren, die die Grundlagen von Swisscontact mit aufgebaut und deren Ausrichtung entscheidend geprägt haben. Sein Engagement, sein Unternehmergeist und seine Überzeugung, dass Menschen durch eigene Initiative und wirtschaftliche Perspektiven ihre Zukunft gestalten können, wirken bis heute nach.
Eine besondere Verbundenheit pflegte Robert Jenny mit Nepal, einem Land, das zeitlebens einen wichtigen Platz in seinem persönlichen und beruflichen Wirken einnahm.
Im Rahmen des 60-Jahre-Jubiläums von Swisscontact blickte Robert Jenny 2019 auf seine ersten Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit zurück. Er erinnerte daran, dass Fortschritt nicht allein aus grossen Visionen entsteht, sondern aus Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und neue Wege zu gehen. Diese Haltung hat auch sein eigenes Wirken geprägt.
Wir sind Robert Jenny zu grossem Dank verpflichtet. Sein Einsatz, seine Ideen und seine Persönlichkeit haben Swisscontact nachhaltig geprägt. Sein Vermächtnis lebt in unserer Arbeit weiter.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Angehörigen und allen Menschen, die ihm verbunden waren.
Im Namen von Swisscontact
Thomas D. Meyer, Präsident des Stiftungsrats und Philippe Schneuwly, CEO