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Das Abfallentsorgungssystem in Ghana läuft über offizielle und inoffizielle Wege. Es ist geprägt von der schnellen Urbanisierung, dem Bevölkerungswachstum und den begrenzten Infrastrukturen. Das Land ist zu einem wichtigen Ziel für Elektronikschrott geworden und erhält jährlich etwa 150.000 Tonnen davon. Während es in den Städten einige organisierte Müllabfuhrdienste gibt, sind die ländlichen Gebiete meist auf traditionelle Methoden wie offene Deponien und Verbrennung angewiesen. Selbst in städtischen Gebieten besteht eine erhebliche Lücke zwischen dem anfallenden Abfallvolumen und der Sammelkapazität, wobei Deponien nach wie vor die wichtigste Entsorgungsmethode sind. Diese Praktiken tragen zu schwerwiegenden Umwelt- und Gesundheitsproblemen bei, darunter Luft- und Wasserverschmutzung sowie Atemwegserkrankungen und Krankheiten, die mit verunreinigtem Wasser in Verbindung stehen.
Abfall ist in Ghana ein großes soziales und ökologisches Problem. Die Abfallwirtschaft im Land funktioniert nicht wie vorgesehen. Der Sektor ist größtenteils informell und nur sehr wenige Unternehmen sind in diesem Bereich formalisiert tätig. Einige der identifizierten Pilotprojekte und Interessengebiete betreffen die Optimierung der Abfallwertschöpfungskette, die Abwasserbehandlung und die kommunale Abfallwirtschaft.
Im Rahmen seiner umfassenden Agenda für Dekarbonisierung und Nachhaltigkeit geht Swisscontact Ghana diese Herausforderungen mit einer Reihe gezielter Maßnahmen an. Diese zielen darauf ab, den Sektor zu formalisieren, lokale Kapazitäten aufzubauen und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu fördern.
Eine der wichtigsten Initiativen ist das „Sustainable E-Waste Solutions and Training Centre“ (SesaTec), das in Zusammenarbeit mit „Electro Recycling Ghana“ (ERG) entwickelt wurde.
Ergänzt wird dieses Projekt durch ReCircle Ghana, eine von Swisscontact ins Leben gerufene Dialogplattform für Interessengruppen, die die Zusammenarbeit entlang der gesamten Recycling-Wertschöpfungskette fördert.
Zusammen spiegeln diese Initiativen das Engagement von Swisscontact wider, den Abfallsektor Ghanas zu einem Motor für ökologische Nachhaltigkeit und integratives Wirtschaftswachstum zu machen. Durch die Integration technischer Innovationen, die Stärkung der Gemeinden und politisches Engagement trägt Swisscontact dazu bei, eine widerstandsfähige, kohlenstoffarme Zukunft aufzubauen, die auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft basiert.