Nachhaltige Landnutzung in Indonesien (SLPI-LASR)

Das Programm (SLPI-LASR, Sustainable Landscape Program Indonesia-Leuser Alas-Singkil River Basin) zielt darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen lokaler Regierung, Industrie, Kleinbauern und indigenen Gruppen zu fördern. Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen verbesserten Lebensbedingungen, wirtschaftlicher Entwicklung und dem Erhalt des Regenwaldes herzustellen.
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aceh
4.695135
96.7493993
Projektdauer
2023 - 2029
Finanziert durch
  • Staatssekretariat für Wirtschaft SECO
PARTNERS

Earthworm Foundation
Koltiva AG

Das Leuser Alas-Singkil River Basin Project (LASR) liegt innerhalb des Leuser-Ökosystems. Es umfasst den längsten Fluss in Aceh, den Alas, sowie das artenreiche Rawa-Singkil-Wildreservat und tiefe, kohlenstoffreiche Torfkuppen, die schätzungsweise 541 Megatonnen CO₂ speichern. Das ist gleichzusetzen mit den jährlichen CO₂-Emissionen von rund 118 Millionen PKWs.

Diagnostische Analysen zeigen, dass das Leuser-Ökosystem aufgrund der zunehmenden Ausweitung der Landwirtschaft einem hohen Risiko der Entwaldung und Bodendegradation ausgesetzt ist. Die drei Distrikte des LASR-Projekts bergen Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt. Das Gebiet umfasst ausgedehnte Primärwälder mit einer hohen Artenvielfalt. Die Distrikte stehen jedoch auch auf der Prioritätenliste der Zentralregierung für Ölpalmenplantagen, wodurch der Druck auf die verbleibenden natürlichen Ökosysteme steigt.

Das Projekt

Das „Leuser Alas-Singkil River Basin Project“(Teil des SECO-Programms für nachhaltige Landschaftsentwicklung in Indonesien) unterstützt Multi-Stakeholder-Plattformen in drei Distrikten rund um das Leuser-Ökosystem. Diese Plattformen verbessern die Koordination zwischen staatlichen und privaten Akteuren, um nachhaltige Landnutzungspraktiken und nicht-extraktive Einkommensmöglichkeiten für von Wäldern abhängige Gemeinschaften zu fördern. Erwartete Ergebnisse des Projekts sind eine Verringerung der Entwaldung, eine Verbesserung der Biodiversität und eine Erhöhung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit.

Angesichts des Klimawandels ist der Verlust tropischer Wälder nicht mehr nur ein lokales Problem. Die Fernerkundung schärft das Bewusstsein auf globaler Ebene, was zu Forderungen nach Rechenschaftspflicht seitens Aktivistengruppen und Verbrauchern führt. Die Partner aus dem Privatsektor kartieren im Rahmen des LASR-Projekts die Herkunft ihrer nachhaltigen Palmöl- und Kakaolieferketten. Mithilfe von Satellitenbildtechnologie überwacht das LASR-Projekt Entwaldungsrisiken in Echtzeit und unterstützt die Bezirksregierungen dabei, auf diese Bedrohungen zu reagieren, indem es die Landnutzungsrichtlinien und deren Durchsetzung stärkt.

Die zugrunde liegenden Probleme der Entwaldung sowie der Durchsetzung von Landnutzungs- und den Rechten indigener Völker sind auf unklare Landbesitzverhältnisse zurückzuführen. Grundstücksspekulanten nutzen Lücken im Landbesitzrecht aus, um die Entwaldung und die Besetzung traditioneller Gebiete voranzutreiben. Dies führt häufig zu Konflikten und Blutvergiessen.

Das Projekt befasst sich mit anhaltenden Landbesitzkonflikten in besonders gefährdeten Dörfern und setzt dabei auf die Methode der partizipativen Landnutzungsplanung (PLUP). Das LASR-Projekt arbeitet mit politischen Entscheidungsträger:innen zusammen, um PLUP-Daten in die Raumplanungsmassnahmen der Bezirksregierungen einzubeziehen und die Prioritäten der indigenen Völker zu berücksichtigen. Im Rahmen eines Pilotprojekts werden 300 unabhängige Palmöl-Kleinbauern in eine rückverfolgbare Lieferkette eingebunden und erhalten eine Bewilligung zur Landbewirtschaftung, die einem Landbesitzrecht entspricht.

Projektpartner

  • Indonesisches Koordinierungsministerium für Wirtschaftsfragen
  • Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP)
  • Provinzregierung von Aceh
  • Bezirksregierungen von Subulussalam, Aceh Singkil und Aceh Selatan (einschliesslich der Bezirksplanungsbehörden)
  • Palmölplantagen und -konzessionen
  • Acehnische Nichtregierungsorganisationen, die sich für den Schutz von Lebensräumen und die Rechte und Lebensgrundlagen indigener Völker einsetzen
  • Organisationen von Kleinbauern, darunter Genossenschaften und KKMU

Erwartete Resultate

  • 30% weniger Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Praktiken.
  • 60 000 Hektar natürliche Ökosysteme mit verbesserten nachhaltigen Praktiken und/oder zum Schutz oder zur Wiederherstellung ausgewiesen.
  • 50% der von Phase II betroffenen Bauernhaushalte erzielen einen Anstieg des netto zurechenbaren Jahreseinkommens um mindestens 20 %.