NURTURE - Wealthy People, Healthy Landscapes

Das Projekt testet gerade ein naturfreundliches, klimaresistentes Wirtschaftsmodell im Norden Kenias. Es will das ungenutzte Potenzial der Wertschöpfungsketten für Honig und Gummi arabicum nutzen, um die Lebensbedingungen von gefährdeten Gemeinschaften in schwierigen Situationen zu verbessern und gleichzeitig die Wiederherstellung von Ökosystemen voranzutreiben. Dazu werden sowohl Gemeinschaften als auch der Privatsektor motiviert und innovative, naturfreundliche Geschäftsmodelle innerhalb der Wertschöpfungsketten für Honig und Gummi arabicum durch den Privatsektor getestet.
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Projektdauer
2025 - 2026
Finanziert durch
  • Wyss Academy for Nature

Die Region Gambella im Norden Kenias hat mit einer akuten Kombination aus Klimavulnerabilität, wirtschaftlicher Ausgrenzung und Umweltzerstörung zu kämpfen. Die Gemeinden hängen stark von der Viehzucht ab, aber diese Lebensgrundlage ist durch nicht nachhaltige Praktiken, häufige Klimakatastrophen und schwache Marktsysteme immer mehr gefährdet. Das Vordringen in Feuchtgebiete und Wildkorridore auf der Suche nach Ressourcen hat die Zerstörung des Ökosystems beschleunigt und die Konflikte zwischen Mensch und Tierwelt verschärft, was die Biodiversität beeinträchtigt. Begrenzte technische Fähigkeiten und schwache Marktverbindungen in Verbindung mit kulturellen und nomadischen Barrieren betreffen insbesondere Frauen, schließen sie von formellen Finanzdienstleistungen aus und schränken ihre Möglichkeiten zur Erzielung nachhaltiger Einkommen ein.

Das Projekt

Mit einem Markt-System-Entwicklungsansatz geht das Projekt komplexe, miteinander verknüpfte Herausforderungen an – wirtschaftliche Marginalisierung, Klimaanfälligkeit und Umweltzerstörung – und versucht, diese durch integrierte, marktbasierte Lösungen zu lösen. Die Initiative nutzt Vertragslandwirtschaft, maßgeschneiderte technische Schulungen, klimafreundliche Produktion sowie inklusive Finanz- und Aggregationssysteme, um nachhaltige Lebensgrundlagen zu schaffen und die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme zu unterstützen.

In der ersten Phase konzentriert sich das Projekt auf drei Bereiche:

  • Identifizierung und Bewertung privater und öffentlicher Akteure, die in der Lage sind, inklusive, naturorientierte Geschäftsmodelle in den Wertschöpfungsketten für Honig und Gummi arabicum voranzutreiben.
  • Stärkung der technischen Fähigkeiten, des Marktzugangs und der finanziellen Inklusion durch gemeinsam durchgeführte Schulungen, Aggregation und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen.
  • Dokumentation der Auswirkungen, Weitergabe von Erkenntnissen und Einbindung von Interessengruppen, um die Übernahme und Nachahmung in öffentlichen und privaten Sektoren voranzutreiben.

Förderung nachhaltiger Lebensgrundlagen: Kapazitätsaufbau, Marktintegration und inklusive Finanzdienstleistungen für ökologisches Wirtschaften

  1. Aufbau technischer Kapazitäten für eine nachhaltige Produktion durch partizipative Schulungen, Mentoring und kontextspezifische Lerninstrumente mit Schwerpunkt auf nachhaltiger Ernte, Bienenstockmanagement und ökologischen Wiederherstellungspraktiken.
  2. Stärkung von Marktverbindungen und Aggregationssystemen durch formelle Verträge, gemeinsame Aggregationsinfrastruktur und Vertrauensbildung zwischen Käufern und Produzenten, um den Zugang zu konsistenten, hochwertigen Märkten zu verbessern.
  3. Erweiterung des Zugangs zu Finanzmitteln durch Kredit- und Finanzierungsbedürfnisse für Frauen und Jugendliche durch gemeinsam entwickelte Finanzlösungen, die Anreize für den privaten Sektor mit Umweltverantwortung in Einklang bringen.

Expected results

  • Förderung naturbasierter Wirtschaftsmodelle in den Wertschöpfungsketten für Honig und Gummi arabicum durch Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft, um eine wirtschaftlich tragfähige, ökologisch regenerative und zukunftsfähige Produktion zu fördern.
  • Steigerung des Einkommens und der Widerstandsfähigkeit von 1000 Frauen, Jugendlichen und Akteuren durch strukturierte Schulungen, besseren Marktzugang und Instrumente, die den Übergang von einer Subsistenzwirtschaft zu einem nachhaltigen Unternehmen fördern, bei gleichzeitiger Stärkung der Netzwerke von Sammelstellen (Dukawalas).
  • Förderung von inklusiver Finanzierung und Unternehmertum durch integrierte Kredite, kollektive Mechanismen und katalytische Subventionen, die wirtschaftliche Anreize mit ökologischer Nachhaltigkeit in Einklang bringen.
  • Wiederherstellung der Ökosysteme in Trockengebieten, Verbesserung der biologischen Vielfalt und Förderung emissionsarmer Wertschöpfungsketten, um zu zeigen, dass fragile Landschaften eine prosperierende und klimaresistente Wirtschaft beherbergen können.
  • Stärkung des kollektiven Handelns durch Gruppensysteme und faire Verträge, die die Verhandlungsmacht der Produzenten und ihre nachhaltige Teilnahme an den Märkten verbessern.
  • Stärkung der Rolle der Frauen als Entscheidungsträgerinnen und Hüterinnen der natürlichen Ressourcen, indem die Geschlechtergerechtigkeit in den Mittelpunkt der wirtschaftlichen Teilhabe und des ökologischen Managements gestellt wird.