In Kenia sind vermeidbare Blindheit und Sehbehinderungen weit verbreitet. Allerdings zögern Menschen in städtischen und ländlichen Gebieten oft, sich behandeln zu lassen, da ihnen das Bewusstsein dafür fehlt und sie nur begrenzten Zugang zu entsprechenden Dienstleistungen haben. Die ungleiche Verteilung und der kritische Mangel an Augenärztinnen und -pflegern sowie die schlecht ausgestatteten öffentlichen Einrichtungen verschärfen die geringe Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen. Diese Situation führt zu einer übermässigen Abhängigkeit von Eigenzahlungen, schafft Ungleichheit und macht die unterversorgte ländliche Bevölkerung in hohem Masse anfällig für wirtschaftliche Schocks und geringere Produktivität.
Das Hauptziel des Projekts ist die Stärkung des Augengesundheitssystems in Kenia.
Das Projekt nutzt einen Marktentwicklungsansatz (Market Systems Development, MSD), um die hohen Kosten und den begrenzten Zugang zur Augenversorgung in Kenia zu bekämpfen. Gemäss der 'Theorie des Wandels' werden mehr Menschen Zugang zu erschwinglicher, hochwertiger Augenversorgung haben und vermeidbare Erblindungen werden reduziert, wenn der Privatsektor Anreize erhält, in Dienstleistungen für die letzte Meile zu investieren und Partnerschaften mit dem öffentlichen Sektor einzugehen. Anstatt neue, temporäre Strukturen zu schaffen, besteht die zentrale Innovation in der Förderung bestehender Marktakteure wie Optikergeschäfte und Apotheken.
Die drei wichtigsten Aktivitäten des Projekts sind:
Zu den wichtigsten Interessengruppen zählen private Gesundheitsdienstleister und das Gesundheitsministerium. Letztendlich profitieren die unterversorgten ländlichen und stadtnahen Bevölkerungsgruppen, die Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten.
Das Projekt wird überzeugende Belege für politische Veränderungen auf nationaler und regionaler Ebene liefern, insbesondere im Hinblick auf die Budgetierung im Bereich der Augengesundheit.