Kenia: Projekt "Fokus Augengesundeit"

Das Projekt „Fokus Augengesundheit” zielt darauf ab, den Zugang zu hochwertigen und erschwinglichen Augenbehandlungsleistungen für die Bevölkerung in ländlichen und stadtnahen Gebieten Kenias zu verbessern und somit die Gesundheitsversorgung und die allgemeine Produktivität zu steigern. Zu diesem Zweck stärkt das Projekt die lokalen Gesundheitsmärkte und etabliert nachhaltige öffentlich-private Partnerschaften im Bereich der Augenheilkunde.
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Kilifi
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39.8484317
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Kiambu
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36.8342727
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Makueni
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Projektdauer
2025 - 2027
Finanziert durch
  • Novartis
  • The Fred Hollows Foundation

In Kenia sind vermeidbare Blindheit und Sehbehinderungen weit verbreitet. Allerdings zögern Menschen in städtischen und ländlichen Gebieten oft, sich behandeln zu lassen, da ihnen das Bewusstsein dafür fehlt und sie nur begrenzten Zugang zu entsprechenden Dienstleistungen haben. Die ungleiche Verteilung und der kritische Mangel an Augenärztinnen und -pflegern sowie die schlecht ausgestatteten öffentlichen Einrichtungen verschärfen die geringe Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen. Diese Situation führt zu einer übermässigen Abhängigkeit von Eigenzahlungen, schafft Ungleichheit und macht die unterversorgte ländliche Bevölkerung in hohem Masse anfällig für wirtschaftliche Schocks und geringere Produktivität.

Das Projekt

Das Hauptziel des Projekts ist die Stärkung des Augengesundheitssystems in Kenia.

Das Projekt nutzt einen Marktentwicklungsansatz (Market Systems Development, MSD), um die hohen Kosten und den begrenzten Zugang zur Augenversorgung in Kenia zu bekämpfen. Gemäss der 'Theorie des Wandels' werden mehr Menschen Zugang zu erschwinglicher, hochwertiger Augenversorgung haben und vermeidbare Erblindungen werden reduziert, wenn der Privatsektor Anreize erhält, in Dienstleistungen für die letzte Meile zu investieren und Partnerschaften mit dem öffentlichen Sektor einzugehen. Anstatt neue, temporäre Strukturen zu schaffen, besteht die zentrale Innovation in der Förderung bestehender Marktakteure wie Optikergeschäfte und Apotheken.

Die drei wichtigsten Aktivitäten des Projekts sind:

  • Nachfrageförderung: Kofinanzierung von Sensibilisierungskampagnen,
  • Stärkung des Angebots: Bereitstellung von Mischfinanzierungen für Partner aus dem privaten Sektor, um Dienstleistungen in ländlichen Gebieten auszubauen.
  • Integration: Formalisierung öffentlich-privater Partnerschaften durch die Ausstattung von Krankenhäusern auf Unterbezirksebene als Demonstrations- und Überweisungszentren.

Zu den wichtigsten Interessengruppen zählen private Gesundheitsdienstleister und das Gesundheitsministerium. Letztendlich profitieren die unterversorgten ländlichen und stadtnahen Bevölkerungsgruppen, die Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten.

Das Projekt wird überzeugende Belege für politische Veränderungen auf nationaler und regionaler Ebene liefern, insbesondere im Hinblick auf die Budgetierung im Bereich der Augengesundheit.

Erwartete Resultate

  • Verbesserung des Zugangs zu hochwertiger Augenversorgung in ländlichen Gebieten durch Investitionen des Privatsektors und private mobile Outreach-Massnahmen, wobei 18 neue Sektoren ins Visier genommen werden, die umfassende Diagnose- und Behandlungsleistungen im Bereich der Augengesundheit anbieten.
  • Sensibilisierung der Bevölkerung für Augenversorgungsleistungen, damit mindestens 500 000 Menschen Zugang zu Informationen über Augenversorgungsleistungen erhalten, was zu einer stärkeren Inanspruchnahme sowohl öffentlicher als auch privater Einrichtungen führt.
  • Verringerung der Reise- und Kostenbelastung für Patientinnen und Patienten durch dezentrale Dienstleistungen und höhere Überweisungsquoten durch ein digitales Überweisungssystem in einem Demonstrationszentrum.
  • Schaffung einer Evidenzbasis, um die Augenpolitik auf Kreis- und Landesebene zu beeinflussen und die Zuweisung von Mitteln für festangestelltes Augenpflegepersonal zu fördern.