Die vom Krieg betroffene Wirtschaft der Ukraine hat den Arbeitsmarkt stark beeinträchtigt. Einkommensverluste und eingeschränkte wirtschaftliche Perspektiven treffen insbesondere Binnenvertriebene, Frauen, Veteraninnen und Veteranen sowie Menschen mit Behinderungen.
Gemeinden, die früher von lokalem Handel oder der Landwirtschaft lebten, sehen sich heute mit wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten, beschädigter Infrastruktur sowie einem eingeschränkten Zugang zu Ressourcen und Märkten konfrontiert. Humanitäre Hilfe hat wichtige kurzfristige Unterstützung geleistet. Langfristige Resilienz hängt jedoch von der wirtschaftlichen Erholung und der Wiederherstellung von Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten ab.
Gleichzeitig mangelt es Unternehmen an qualifizierten Arbeitskräften und sie stehen vor strukturellen Herausforderungen, die ihr Wachstum hemmen. Dieses Ungleichgewicht zwischen dem Angebot an Arbeitskräften und der Nachfrage des Marktes behindert sowohl die Beschäftigung als auch die wirtschaftliche Erholung.
Das BLOOM-Programm unterstützt Menschen dabei, ihre Einkommensquellen wiederaufzubauen, sich erneut in funktionierende Märkte zu integrieren und in einer sich erholenden Wirtschaft eigenständiger zu werden.
Das BLOOM-Programm unterstützt vom Krieg betroffene Menschen in der Ukraine dabei, nachhaltige Lebensgrundlagen wiederaufzubauen und lokale Marktsysteme zu stärken. Durch die Verbesserung von Kompetenzen, die Förderung von Unternehmertum und die Wiederbelebung von Marktverbindungen trägt das Programm dazu bei, die Abhängigkeit von humanitärer Hilfe zu verringern und die wirtschaftliche Eigenständigkeit sowie Resilienz von Gemeinschaften zu stärken.
Im ersten Programmjahr kombinierte die von Swisscontact umgesetzte BLOOM-Komponente kurzfristige Qualifizierungsmassnahmen mit Ansätzen der Marktsystementwicklung. Ziel war es, die Beschäftigungsfähigkeit, die Einkommenssituation und die Resilienz von Menschen zu verbessern, die von den Folgen des Krieges betroffen sind.
Die Schulungen konzentrierten sich auf fünf arbeitsmarktrelevante Themenbereiche: innovative Baumethoden, Vertrieb, Finanzkompetenz, Unternehmertum sowie Geschäfts- und Marktanalyse. Die Teilnehmenden lernten online und vor Ort anhand praxisnaher Aufgaben, realer Fallbeispiele und in Zusammenarbeit mit Branchenakteuren, sodass sie ihre neuen Kenntnisse direkt im Beruf oder im eigenen Unternehmen anwenden konnten. Psychosoziale Unterstützung (Mental Health and Psychosocial Support, MHPSS) war in alle Schulungen integriert, um die Resilienz der Teilnehmenden zu stärken und ihnen zu helfen, die Kurse trotz der Krisensituation erfolgreich abzuschliessen.
Gleichzeitig analysierte die Komponente zur Marktsystementwicklung (Market Systems Development, MSD) die Sektoren Bauwesen, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Finanzdienstleistungen sowie Lebensmittelverarbeitung. Gemeinsam mit relevanten Akteuren wurden systemische Herausforderungen identifiziert und Pilotmassnahmen entwickelt. Dadurch wurde sichergestellt, dass die Förderung von Arbeitskräften den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes und der Wirtschaft entspricht.
Zielgruppen
Die Qualifizierungsmassnahmen richten sich an Menschen, deren Lebensgrundlagen durch den Krieg beeinträchtigt wurden, darunter:
BLOOM verfolgt einen zweigleisigen Ansatz:
Im zweiten Programmjahr bietet das Programm drei Unterstützungsformen an:
Das Programm richtet sich an Selbstständige, Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (MSMEs), angehende Unternehmerinnen und Unternehmer, Binnenvertriebene, Menschen mit Behinderungen, Veteraninnen und Veteranen, Angehörige ethnischer und LGBTQI+-Gemeinschaften sowie weitere Menschen in kriegsbetroffenen Regionen, deren Lebensgrundlagen beeinträchtigt wurden.
The project is implemented by the BLOOM Consortium consisting of Prosper Global, Swisscontact, and Right to Protection (R2P), with support of the Ministry of Economy, Environment and Agriculture of Ukraine, and the Ministry of Culture and Strategic Communications of Ukraine.
Swisscontact’s Program delivery partners:
Das Projekt wird vom BLOOM-Konsortium umgesetzt, das aus Prosper Global, Swisscontact und Right to Protection (R2P) besteht. Unterstützt wird es vom Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft der Ukraine sowie vom Ministerium für Kultur und Strategische Kommunikation der Ukraine.
Umsetzungspartner von Swisscontact: