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Swisscontact: 60'000 Personen in Mali ausgebildet

Nach zwölf Jahren schliesst Swisscontact in Mali das «Programme d’Appui à la Formation Professionelle (PAFP)» zur Förderung der Berufsbildung erfolgreich ab. In dieser Zeit konnten mehr als 60'000 Personen in Mali eine Berufsausbildung abschliessen. Die Umsetzung einer regional abgestimmten, technischen Berufsausbildung bestätigte sich als wirksames Instrument zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Das Programm wurde von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Königlichen Dänischen Botschaft finanziert.

Mali hat weltweit die drittjüngste Bevölkerung. 2015 lag der Altersmedian im westafrikanischen Land bei 16 Jahren. Ein Grossteil der Bevölkerung in ländlichen Gebieten lebt von der Landwirtschaft. Das Bildungsniveau ist tief. In manchen Gebieten beträgt die Alphabetisierungsrate lediglich 30 Prozent.

 

Berufliche Integration als Chance für die nachhaltige Entwicklung

Ein fundiertes, an den Bedürfnissen der Privatwirtschaft ausgerichtetes Berufsbildungssystem schafft gute Voraussetzungen für die wirtschaftliche Entwicklung in Mali. Hier knüpfte das «Programme d’Appui à la Formation Professionelle» (PAFP) an. Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, die berufliche Integration in Mali zu stärken und ein regional gestütztes Berufsbildungssystem aufzubauen. Die Massnahmen der beruflichen Eingliederung konzentrierten sich auf Wachstumssektoren. So ermöglichte das Projekt, den Zugang der Begünstigten zur Beschäftigung zu verbessern und ihr Einkommen zu erhöhen.

 

Zweijährige Testphase für Bedürfnisevaluation

2006 startete Swisscontact das Programm mit einer Testphase: In Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmern und Bildungsstätten wurden während zwei Jahren Jugendliche in zehn Berufen ausgebildet. Diese Zeit wurde genutzt, um die Bedürfnisse zu verifizieren und auszuwerten.

 

Öffentlich-private Partnerschaft als Erfolgsmodell

Nach der Testphase wurde das Berufsbildungsprogramm 2008 geografisch und inhaltlich ausgeweitet. Swisscontact arbeitete dazu eng mit allen relevanten Akteuren im Bildungsmarkt zusammen: nationalen und regionalen Behörden, Bildungsinstitutionen und Unternehmen. Von der Weiterentwicklung des Ausbildungsangebots profitierten Jugendliche mit oder ohne Beschäftigung sowie Erwachsene, die bereits eine Beschäftigung hatten, aber keine Qualifikation dafür vorweisen konnten.

 

Ausbildung für 60'000 Personen in 26 Berufen

Das Programm verlief in gesamt vier Phasen. Bis zum Projektabschluss konnten 60'000 Personen in 26 Berufen ausgebildet werden. Die meisten Personen wurden in den Bereichen Mast, Gemüseanbau, Geflügelzucht und der Verarbeitung von Agrarprodukten ausgebildet. Das Programm arbeitete mit über 1'000 Personen zusammen, die für die Ausbildung der Jugendlichen und Erwachsenen verantwortlich waren. Das Ausbildungspersonal wurde vor Ort rekrutiert und geschult. Es setzte sich zusammen aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Ausbildungszentren, lokalen Unternehmen, wirtschaftlichen Interessengruppen, Unternehmensberatern oder NGO.

 

Langfristige Verbesserung der Ausbildungssituation

Swisscontact zieht sich Ende 2018 planmässig aus dem Programm zurück. Zurück bleibt ein Berufsbildungssystem, das funktioniert. In Mali läuft derzeit ein Dezentralisierungsprozess. Dank diesem wurde das System der Berufsbildung, welches das PAFP aufgebaut hatte, von den malischen Behörden auf nationaler und regionaler Ebene vollumfänglich übernommen. Die Zusammenarbeit von Behörden, Privatwirtschaft und Bildungssektor ist etabliert und wird auch in Zukunft jungen Maliern und Malierinnen eine Ausbildungsmöglichkeit bieten.


Mehr Informationen zum Programme d’Appui à la Formation Professionnelle (in Französisch)

Medienmitteilung Mali Beruf

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