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Tourismusförderung in Tunesien

Der Tourismus stellt in Tunesien einen der Hauptwirtschaftszweige dar und ist die zweitgrösste Devisenquelle des Landes. Dieser Sektor steckt seit der Revolution 2011 in einer schweren Wirtschaftskrise und ist auch aus einem strukturellen Blinkwinkel in einer Krise: Die exklusiven tunesischen Badeorte am Meer kämpfen mit einer wachsenden und überwältigenden globalen Konkurrenz. Dies führte zu einem relativen Rückgang der Wertschöpfung des Sektors, der zusätzlich noch schwer überschuldet ist.

Die Diversifizierung des Fremdenverkehrs Tunesiens im Rahmen eines alternativen, „sanften“ Tourismus, der auf Achtung für die Umwelt und die Bevölkerung ausgerichtet ist und den Gästen kulturelle Produkte bzw. Entspannungsprodukte abseits des Angebots an den Stränden bietet, stellt einen unausweichlichen Paradigmenwechsel für die Wirtschaft Tunesiens dar. Dies ist umso interessanter, als der Massentourismus sich weiterhin auf die wirtschaftlich am meisten entwickelten Küstenregionen beschränkt. Er hat nur wenig Auswirkungen auf die ärmeren Gebiete im Inneren des Landes - die Quelle der Revolution - die aufgrund der Bevölkerungsabwanderung und Emigration stärker betroffen sind.

Das Projekt

Das Projekt, das mit finanzieller Unterstützung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) durchgeführt wird, will den Fremdenverkehr in der Gebirgsregion ​​Djebel Dahar entwickeln. Es handelt sich dabei um eine benachteiligte Region im Südosten Tunesiens (Gouvernements Gabès, Medenine und Tataouine), die ganz besonders von Arbeitslosigkeit und der Bevölkerungsabwanderung junger Einheimischer betroffen ist. Dies wird durch die Einsetzung einer Destination Management Organisation (DMO) erreicht. Es sollen damit Einkommen und Arbeitsplätze geschaffen werden, um es Frauen zu ermöglichen, ein eigenes Einkommen zu verdienen, und Jugendlichen, sich eine Zukunft in der Region aufzubauen, während gleichzeitig das Potenzial der Region (die aus der Perspektive der Tourismusentwicklung interessant ist) verbessert und die Identität der diversen Bevölkerungsgruppen gestärkt wird. Das Hauptziel des Projekts ist die Förderung eines integrierten Fremdenverkehrs, die Erhaltung und Verbesserung des lokalen Erbes – besonders der Tradition der Berber – sowie die Achtung und der Schutz der Umwelt.

Das Projekt zielt auch auf die Förderung eines Arbeitsplätze schaffenden Fremdenverkehrs ab. Da ein möglichst hoher Anteil des wirtschaftlichen Nutzens in der Region verbleiben soll (Wertschöpfung, Gewinne, indirekte Einnahmen), wird dabei auf das Engagement der lokalen Anbieter und Bevölkerungsgruppen sowie vor allem der lokalen Förderer und Investoren gebaut.

Resultate

    Das Projekt wird ein neues touristisches Angebot schaffen, das alternativ und ergänzend zum Badeort Djerba in der gleichen Region liegt, die bereits sehr alt und weltweit bekannt ist. Dieses Angebot wird Besucher in eine Region in der Nähe von Djerba locken, die reich an Potenzial ist, aber noch wenig oder gar nicht von bestehenden Tourismusagenturen genutzt wird. Außerdem werden neue Touristen in die Region und ganz allgemein nach Tunesien gezogen.


    Die zweite Phase des Projekts zielt darauf ab, eine professionelle Struktur zur Verwaltung und Förderung des Ziels ("DMO-Struktur") nach einem Organisations- und Rechtsmodell zu schaffen, das von den Akteuren auf der Grundlage unterschiedlicher Erfahrungen aus anderen Ländern, die das Projekt einbringen kann, ausgewählt wird.


    Diese Struktur wird der Region eine autonome Organisation zur Verfügung stellen, die ohne Projektunterstützung arbeiten kann: (i) ein angemessenes professionelles Marketing durchzuführen, (ii) die Professionalisierung und Erweiterung des Angebots der Dienstleister fortzusetzen, (iii) die in Bezug auf Qualität und Umwelt einzuhaltenden Normen festzulegen und zu überwachen und einen "authentischen" Tourismus aufrechtzuerhalten, der negative Auswirkungen minimiert. 

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