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Sicheres, gesundes und nachhaltiges Bauen in den Armenvierteln Perus

In Peru hat die Landflucht der letzten 30 Jahre zu einem starken Bevölkerungswachstum in den Küstenstädten geführt. Fehlende Planung führte zum Bau vieler informeller Siedlungen in Gebieten, die nie für Wohnhäuser gedacht waren. Heute leben etwa 16 Millionen Menschen unter gesundheits- und sicherheitsgefährdenden Bedingungen. Dazu kommt, dass Peru eines der am stärksten erdbebengefährdeten Länder der Welt ist. Allein in der Hauptstadt Lima wird die Zahl der Behausungen die bei einem Erdbeben der Stärke 8,5 einstürzen würden auf über eine halbe Million geschätzt.

Das Projekt

Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Berufsbildungsprojekt im informellen Bausektor Perus. Die Hauptziele sind die Steigerung der Fachkompetenzen und des Einkommens der Bauarbeiter. Dadurch werden in informellen Wohngebieten sicherere Häuser gebaut und die Lebensqualität der betroffenen Bevölkerung steigt.

Swisscontact setzt sich ein:

  • für die Entwicklung guter Baupraktiken
  • für eine qualitativ gute und den lokalen Verhältnissen angepasste Ausbildung der Bauarbeiter
  • für die Sensibilisierung von Hausbesitzern damit die Nachfrage nach qualitativ besseren Baudienstleistungen steigt

Das Projekt startete 2015 und baut auf wertvollen Erfahrungen aus einem gleichgerichteten Bauprojekt in Kolumbien auf. In Peru ist das Projekt neben Lima auch in weitere regionalen Zentren im Norden und Süden aktiv.

Ziele 2017-2018

Begünstigte

  • 5’000 Bauarbeiter werden technisch geschult, darunter 750 auch im Unternehmertum
  • 15'000 Hauseigentümer werden direkt und/oder indirekt sensibilisiert, 3'000 von ihnen gezielt geschult

Wirkung

  • Mindestens 2'500 Bauarbeiter steigern ihr jährliches Nettoeinkommen um 15-30%
  • 18'500 Einwohner informeller Siedlungen profitieren von qualifizierten Baudienstleistungen und verbessern so Ihre Wohnsituation
  • In mindestens vier Landesregionen Perus werden die von dem Projekt entwickelten Konzepte von lokalen Partnern angewendet.

Projektaktivitäten

  1. Aufbau und Betrieb eines attraktiven Kursangebotes für informelle Bauarbeiter.
    Erarbeitung von Ausbildungsmodulen für Berufsbildner und Bauarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsinstitut SENCICO und mehreren Firmen. Diese Module werden in verschiedenen Städten Perus angeboten. In den Kursen geht es sowohl um fachlich-technische Inhalte als auch um Betriebswirtschaft.
  2. Informationskampagnen, Schulungen und Beratungsangebote für Besitzer informeller Häuser
    Angepasste und leicht verständliche Informations- und Schulungsangebote, mit denen lokale Partner die Besitzer informeller Häuser gezielt angehen. Dabei geht es um Risikoaufklärung und um Informationen zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität.

Resultate

Resultate 2017

  • 1'779 Bauarbeiter erhielten eine Ausbildung in sichereren Bautechniken und 435 wurden in den Bereichen Betriebswirtschaft und Unternehmertum ausgebildet.
  • 1'251 Hausbesitzer wurden in Workshops und Schulungen für sicheres und gesundes Bauen sensibilisiert und über 10'000 Bewohner und Bauarbeiter durch Medien gezielt erreicht.
  • Im Jahr 2017 wurden zwei Wirkungsstudien durchgeführt. Sie zeigen, dass bis Ende 2017 insgesamt 1'487 Arbeitnehmer ihr Jahreseinkommen von CHF 4'200 auf durchschnittlich CHF 6'600 erhöhen könnten. Die seismische Anfälligkeit ist in mehr als der Hälfte aller untersuchten Häuser gesunken und 80% der ausgebildeten Arbeiter leisten bessere Arbeit als ungeschulte Kollegen.

Projektfortschritt 2015-2016

  • 7 öffentliche und 7 privatwirtschaftliche Projektpartner konnten gewonnen werden. Ausbildungs-Curricula wurden erarbeitet und schlechte Baupraktiken wurden dokumentiert.
  • Das Projekt schulte in Pilotkursen über 800 Bauarbeiter.
  • 750 Einwohner wurden persönlich sensibilisiert. Mit Hilfe von Massenmedien wurden über 2 Mio. Einwohner erreicht.

Swisscontact
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