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Entwicklung wirtschaftlicher Möglichkeiten der Abfallsammlung – das Projekt «Taka ni Mali»

Das Projekt „Taka ni Mali“ zielt darauf ab, angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich der Sammlung und des Recycling von festen Abfallstoffen zu schaffen und gleichzeitig Umweltschäden und Gesundheitsrisiken durch ein wirksames und nachhaltiges Abfallwirtschaftssystem (AWS) zu verringern.

Das schnelle Bevölkerungswachstum und die Urbanisierung haben die städtischen Dienstleistungen und die Abfallwirtschaft unter starken Druck gesetzt. Das Abfallaufkommen steigt weiterhin ebenso rasant wie der Konsum. Mangelhafte Abfallwirtschaftssysteme in wachsenden Stadtzentren, die Segregation der Marktakteure sowie Führungsschwäche in den Gemeinden sind die Herausforderungen, welchen sich die Bewohnerinnen und Bewohner von Mwanza und Morogoro gegenübersehen.

Meistens wird der Abfall nicht an der Quelle getrennt, wodurch nur wenige Tonnen für die Rückgewinnung verwertet werden können; riesige Berge von nicht eingesammeltem Abfall im öffentlichen Raum sind die Folge. Die Akteure der Privatwirtschaft haben keinen Zugang zur Abfallverwertungstechnologie und kein ausreichendes Wissen über Recycling, wodurch ihre Möglichkeiten zur Schaffung eines Einkommens begrenzt sind. Die wichtigsten Abfallsammler – gemeinschaftsbasierte Organisationen (CBOs) einerseits und kleine und mittlere Unternehmen (KMU) andererseits – sehen ihre Arbeit oft als Teilzeitaufgabe.

Das Projekt

Das Projekt „Taka ni Mali“ widmet sich den Nachteilen der Urbanisierung, schafft angemessene Beschäftigungsmöglichkeiten und stärkt die Erbringung von Dienstleistungen. Es baut Kapazitäten auf Gemeindeebene auf und unterstützt die Stärkung des Ordnungsrahmens für Abfallwirtschaftssysteme (AWS).

Das Projekt verfolgt einen Inclusive-Markets-Ansatz, der darauf abzielt, Abfallwirtschaftsysteme (AWS) zu entwickeln, die langlebig sind und mit schnell wachsenden Bevölkerungszahlen Schritt halten können. Durch die Erleichterung bei der Schaffung von Arbeitsplätzen führt es zu einer Stärkung der öffentlichen und privaten Dienstleister, die im Bereich der Abfallsammlung, -behandlung und  verwertung in den Städten tätig sind.

Die Nutzniesser des Projekts sind die Bewohnerinnen und Bewohner (Haushalte), Abfallsammler und -verwerter in den Gemeinden Mwanza und Morogoro. Es unterstützt das Wachstum des städtischen Marktes durch Erleichterung des Zugangs zu Beiträgen und Dienstleistungen, indem es Aktivitäten wie Schulungen über Vermögenswerte durchführt. Ferner spricht es Problembereiche im ermöglichenden Umfeld an, wie schwachen Vorschriften und Durchführungsbestimmungen, wodurch die Gemeinden gestärkt werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Verringerung der Kohlendioxidemissionen (CO2-Emissionen) und Umweltschäden, die durch nicht eingesammelte Abfälle verursacht werden.

Das Projekt verfolgt das Ziel, zur Verbesserung der sozioökonomischen Lage von einer Million Einwohnerinnen und Einwohner der Städte beizutragen, indem 12’000 Haushalte in die Lage versetzt werden, feste Abfälle ordnungsgemäss zu sortieren und zu entsorgen (einschliesslich Kompostierung); ferner soll damit die Umweltverschmutzung und -belastung um 41'500 Tonnen CO2-Emissionen verringert werden.

Um seine Ziele zu erreichen, legt das Projekt in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, der Privatwirtschaft und Nichtregierungsorganisationen den strategischen Fokus auf die folgenden Hauptinterventionsbereiche:

  1. Verbesserung der Kapazitäten der Abfallsammler;
  2. Verbesserung der Kapazitäten der Abfallverwerter;
  3. Unterstützung der Entwicklung angepasster Finanzdienste, die sowohl die Abfallsammler als auch die Abfallverwerter ansprechen; sowie
  4. Stärkung der institutionellen Kapazitäten ausgewählter Gemeinden zur Koordination des AWS-Sektors.

Resultate

  • 174 Abfallsammler in gemeinschaftsbasierten Organisationen (CBOs) konnten ihr jährliches durchschnittliches Nettoeinkommen um CHF 238 steigern.
  • Es wurden 25 neue Arbeitsplätze im Abfallsammelsystem in den Gemeinden Mwanza und Morogoro geschaffen.
  • 5 in der Abfallsammlung tätige CBOs konnten ihre finanziellen Möglichkeiten durch Mavuno-Gruppen und Kontakte mit Finanzinstituten verbessern.
  • 26’500 Bewohnerinnen und Bewohner (5'300 Haushalte) konnten feste Abfälle ordnungsgemäss sortieren und entsorgen, einschliesslich Kompostierung; gleichzeitig zahlten 121’840 Bewohnerinnen und Bewohner (24'368 Haushalte) Abfallgebühren. 
  • Abfallsammler sammelten 21’952 Tonnen wiederverwertbarer Abfälle (PET, Hartplastik, Dosen) und handelten damit.

Sorting  recyclable material

Projektpartner

  • Gemeinderat von Morogoro (MMC)

  • Gemeinderat von Ilemela (IMC)
  • Stadtrat von Mwanza (MCC)

Projektländer

  • Tansania

Projektdauer

Januar 2017 – Dezember 2018

Finanzierung

  • DEZA
  • République et canton de Genève, Bureau de la Solidarité Internationale

Arbeitsthema

Umwelt

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