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Saubere Luft (Aire Limpio)

Die Luftverschmutzung in den Städten Lateinamerikas ist zu einem schwerwiegendem Problem geworden. Die Emission von Feinstaub, toxischen Gasen und die stete Ozon-Bildung führt zu einer progressiven Verschlechterung der Luftqualität. Das rapide Wachstum der Wirtschaft und der urbanen Zentren Boliviens führt zu einer Zunahme der Verkehrsteilnehmer. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl von motorisierten Verkehrsteilnehmern verdoppelt.

Das Projekt

Swisscontact beteiligte sich seit dem Beginn des Luftreinhaltungsprojekts "Aire Limpio" im August 2003 an seiner Umsetzung in La Paz, El Alto, Cochabamba und Santa Cruz de la Sierra, den grössten und verkehrsreichsten Städten des Landes. Als die Anzahl der Fahrzeuge im Laufe der Zeit weiter anstieg, wurde Aire Limpio ausgeweitet und umfasst jetzt acht der neun regionalen Hauptstädte sowie zwei weitere Städte. Aus den Massnahmen zur Förderung eines nachhaltigen städtischen Nahverkehrs, die in jüngster Zeit umgesetzt wurden oder deren Umsetzung kurz bevorsteht, sind öffentliche Dienstleistungen geworden. Swisscontact hat in Bolivien 14 Jahre in diese Prozesse investiert.

Das Projekt hat die Aufgabe, die verschiedenen Akteure bei der Umsetzung der Massnahmen zur Verringerung der Luftverschmutzung in den Städten Boliviens zu unterstützen und fachlich zu begleiten.

"Aire Limpio" konzentriert sich darauf,

die Kommunen und die Zentralregierung bei der Vervollständigung des Rechtsrahmens für die Luftqualität und den städtischen Verkehr zu unterstützen;

dem öffentlichen und dem privaten Sektor technische Hilfe zu leisten, damit sie Massnahmen zur Verringerung und Verhütung der Luftverschmutzung anwenden können.

Der Ansatz von Aire Limpio schafft keine Abhängigkeit und ermöglicht es dem Projekt, sich zurückzuziehen, wenn das System ordnungsgemäss funktioniert und die Kapazitäten entsprechend aufgebaut sind.

Überwachung der Luftqualität
Ein wichtiges Element des Luftverschmutzungsproblems ist das Verständnis der tatsächlichen Luftqualität in den Städten Boliviens. Die Überwachung ist durch das Air Quality Monitoring Network (Red MoniCA) möglich, das die Planung und Messung der Wirksamkeit von Luftqualitäts- und Stadtverkehrsmassnahmen erleichtert.

Fahrzeugtechnische Inspektionen
Technischen Fahrzeuginspektionen sind der Ausgangspunkt für eine verbesserte Fahrzeugwartung und -kontrolle. Das führt zu einer schrittweisen Erneuerung des Fuhrparks und verringert somit die Umweltverschmutzung und den Kraftstoffverbrauch. Die Verkehrssicherheit wird verbessert.

Nachhaltiger Stadtverkehr
Die Bevölkerung profitiert viel von einer Verbesserung des Verkehrs. Der Zugang zu effizienteren, moderneren und sichereren Systemen wird erleichtert, grössere Gebiete über längere Zeiträume abgedeckt und auch ein wesentlicher Beitrag zur Verringerung der Luftverschmutzung geleistet.

Resultate

Die Erfolge von Aire Limpio

  • 12 kommunale Netzwerke zur Überwachung der Luftqualität geschaffen und durch Ausrüstung, Schulung und Beratung gestärkt.
  • Nationales Referenzlabor für Luftqualität an der Universidad Mayor de San Andrés eingerichtet und verstärkt. Es bietet Schulungen an, führt Nachdiplomkurse durch und überwacht die Betriebsqualität der Überwachungsnetzwerke.
  • Nationales Luftqualitätsprogramm mit dem Ministerium für Umwelt und Wasser erstellt. Bisher wurden 5 nationale Luftqualitätsberichte mit Daten aus den Überwachungsnetzwerken veröffentlicht.
  • In 4 Städten in Bolivien wurden 4 Zentren für technische Fahrzeuginspektionen eingerichtet. 2 weitere befinden sich im Bau.
  • Dank Interventionen des Projekts schreibt das Allgemeine Transportgesetz Nr. 165 die Umsetzung des Nationalen Technischen Inspektionssystems für Fahrzeuge vor und beinhaltet eine ganzheitliche Vision einer nachhaltigen städtischen Mobilität.
  • 6 Städte haben städtische Mobilitätsgesetze.
  • 4 Städte haben Sekretariate für urbane Mobilität eingerichtet.
  • 9 Stadtverkehrsprogramme wurden entwickelt.
  • La Paz hat den städtischen Verkehrsbetrieb "La Paz Bus - Puma Katari" mit 6 Linien in Betrieb genommen. Das Ziel sind 20 Linien bis 2020. Bis Dezember 2017 wurden 40 Millionen Fahrten gezählt.
  • Die nationale Regierung hat die Nationale Seilbahngesellschaft "Mi Teleférico" gegründet, die bis heute 100 Millionen Passagiere befördert hat.
  • El Alto hat den Stadtverkehr "Wayna Bus" mit 2 Linien in Betrieb genommen.
  • Integration von La Paz Bus mit dem Seilbahnsystem erreicht.
  • Cochabamba hat bereits 10 km städtische Fahrradwege gebaut, mit einem Ziel von 100 km bis 2020.
  • In 14 Jahren hat das Projekt eine Reduktion von 370'000 t CO2 in den verschiedenen realisierten Projekten erreicht.

Projektpartner

  • Produktionsministerium, Generaldirektion für Umwelt
  • Umweltministerium, Direktion für Umweltmanagement und Generaldirektion für Klimawandel, Wüstenbildung und Wasserressourcen

Projektländer

  • Bolivien

Projektdauer

2010 - 2017

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Umwelt

Swisscontact
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