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Qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung auf dem Land (ASTHA)

In Bangladesch leben immer noch etwa 47 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze. Eine grosse Herausforderung stellt auch zukünftig der erhebliche Mangel an qualitativ guten und erschwinglichen Gesundheitsdienstleistungen sowie an ausgebildeten Arbeitskräften im Gesundheitswesen dar. Besonders kritisch ist die Situation in ländlichen Regionen, in denen die Mehrheit (75%) der Bevölkerung lebt. Die gut ausgebildeten Ärzte und Pflegekräfte sind in städtischen Zentren tätig und kaum bereit, in entlegenen Gebieten die lokale Bevölkerung zu versorgen.

Das Projekt fördert das Gesundheitsverständnis der Bevölkerung und motiviert junge Erwachsene zu einer 2-jährigen Ausbildung zur Gesundheitsfachkraft, die in ländlichen Gebieten dringend nachgefragt sind und eine erste medizinische Versorgung leisten können. Nach Abschluss ist es den lokalen Fachkräften möglich, häufig auftretende und wenig komplexe Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln. Ausserdem sind sie in der Lage, Schwangerschaften professionell zu begleiten und Geburtshilfe zu leisten. Als selbständig Erwerbende (Praxis, Gemeindeapotheken) oder Angestellte in lokalen Kliniken/Zentren stellen sie ihre Dienstleistungen der ländlichen Bevölkerung zur Verfügung.

Swisscontact arbeitet konkret mit lokale Ausbildungsinstituten zusammen, damit diese ein qualitativ hochwertiges Lehrangebot für Gesundheitspersonal anbieten und die Absolventen beim Arbeitseinstieg in ihren Heimatgemeinden umfassend unterstützen können.

Das Projekt

Projektaktivitäten

  1. Stärkung von Ausbildungsinstituten, Ausbildung junger Erwachsener
    Junge Männer und Frauen aus den ländlichen Projektregionen eignen sich während 2 Jahren im Klassenzimmer sowie in einem 6-monatigen Spitalpraktikum medizinisches Wissen und fachliche Kompetenzen an. Die lokalen Ausbildungsinstitutionen werden von Swisscontact darin unterstützt, ihr Lehrangebot inhaltlich und methodisch zu verbessern, ihr Management effizienter zu strukturieren sowie einen aktiven Austausch mit lokalen und nationalen Autoritäten im Gesundheitsbereich zu pflegen.
  2. Marktentwicklung für lokale Gesundheitsfachkräfte
    Das Projekt baut u.a. zusammen lokalen Ärzten und Gesundheitszentren ein Überweisungssystem auf, sodass Patienten von Gesundheitsfachkräften auch Leistungen von anderen Fachpersonen in Anspruch nehmen können.
  3. Information der Bevölkerung
    Die Menschen in den Projektdistrikten können an Informationsveranstaltungen, Marktplatztreffen und Theateraufführungen zu Themen wie Ernährung, Hygiene und Gesundheit teilnehmen. In diesem Bereich arbeitet Swisscontact mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen, da diese in den Gemeinden verankert sind und die lokalen Verhältnisse am besten kennen. Diese Aktivitäten stärken das Vertrauen in neuen Gesundheitsfachkräfte und präsentieren die jungen Menschen als wirkungsvolle Alternative oder Ergänzung zu traditionellen Heilern.

Projektziele 2015 - 2018

Begünstigte

  • 480 junge Erwachsene (mind. 50% weiblich) absolvieren den 2-jährigen Ausbildungskurs, davon machen sich 260 selbstständig.
  • Rund 180‘000 Menschen in den Projektdistrikten sind informiert und haben Zugang zu den Gesundheits-Dienstleistungen.
  • Min. 39‘000 Personen nutzen das lokale Angebot.

Wirkung

  • 6 lokale Ausbildungsinstitute bieten hochwertige medizinische Ausbildungen an.
  • Die Anzahl der Untersuchungen während der Schwangerschaft steigt in den Projektdistrikten um 15% und nach Geburt um 10%.
  • Ende 2019 hat sich das Einkommen von Dreiviertel der selbstständigen Gesundheitsfachpersonen um 20% gesteigert.

Resultate

Projektfortschritt im Jahr 2017

  • 6 Ausbildungseinrichtungen der Gemeinschaft für Rettungssanitäter wurden geschult, wie sie ihre Managementpraktiken und Finanzverwaltungsverfahren verbessern können.
  • 20 Dozenten (8 Frauen, 12 Männer) aus 10 Ausbildungseinrichtungen wurden in Bezug auf den überarbeiteten Lehrplan für Rettungssanitäter der Gemeinschaft und die Grundausbildung und Moderationsfähigkeiten geschult.
  • Im Jahr 2017 waren 465 CP-Studenten (281 Frauen) in das Programm aufgenommen worden.
  • Beschäftigungsquote: 215 junge Männer und Frauen vom Projektstandort sind bis Ende 2017 als Community Paramedics beschäftigt.
  • Im Berichtsjahr wurden insgesamt 42724 Gemeindebewohner (29888 Frauen) als qualifizierte Gesundheitsdienstleister in den örtlichen Gemeinde-Sanitäter eingeführt.

Qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung auf dem Land

Projektpartner

Novartis, Laguna Foundation

Projektländer

  • Bangladesch

Projektdauer

2017 - 2020

Finanzierung

  • DEZA
  • Novartis
  • Laguna Foundation

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
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Hardturmstrasse 123
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