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Qualifizierungsprogramm Kambodscha (SDP)

Das Qualifizierungsprogramm SDP (Skills Development Programm) verfolgt das Ziel, die Einkommen und Beschäftigungsmöglichkeiten von benachteiligten jungen Frauen und Männern in den drei ländlichen Provinzen Preah Vihear, Stung Treng und Kratie in Kambodscha zu verbessern. Um diese Ziele zu erreichen, bietet das Programm Zugang zu arbeitsmarktrelevanten Qualifizierungsmassnahmen in Berufsbereichen, in denen Chancen für eine Beschäftigung bestehen.

Durch Arbeit an der Basis gemeinsam mit den Provinzregierungen, Ausbildungsanbietern, Unternehmen sowie benachteiligten jungen Frauen und Männern will SDP zur Schaffung eines inklusiven, relevanten, hochwertigen und gut koordinierten Berufsausbildungssystems auf nationaler Ebene beitragen.

Es handelt es sich um ein DEZA-Projekt, das durch Swisscontact in einem Konsortium mit INBAS implementiert wird.

Das Projekt

Das Projekt ist in drei Interventionsbereiche unterteilt. Jeder Interventionsbereich weist einen arbeitsmarktbezogenen Ansatz auf. Die Ausbildungsmassnahmen sind derart aufgebaut, dass sie den Lernenden einen verbesserten Zugang zu Kompetenzen bieten. Die Ausbildungsprogramme werden mit dem Input der Branchen entwickelt. Der Unterricht stützt sich auf Best-Practice-Prinzipien. Das heisst, dass den Lernenden berufsbezogene Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden und dass sie die Möglichkeit haben, diese Kenntnisse und Kompetenzen in einem realen Arbeitsumfeld anzuwenden und einzuüben.

Interventionsbereich 1: Duale Berufsausbildung

Die duale Berufsausbildung ist eine Kombination von Lernen in einem Ausbildungszentrum und in einem Betrieb. Die Lernenden erwerben fachliche Kompetenzen, Soft Skills sowie unternehmerische Fähigkeiten, die sie für den Einstieg in einen Beruf qualifizieren. Dieses Modell erfordert die Beteiligung von Unternehmen, wobei die Lernenden ihre beruflichen Kompetenzen auch erlernen, einüben und anwenden können. Den Absolventinnen und Absolventen wird ein national anerkanntes Zeugnis ausgestellt.

Nach Besuch der Ausbildung unterstützt das Qualifizierungsprogramm SDP in einem sechsmonatigen Aufbauprogramm die Lernenden bei der Suche nach einer Erwerbstätigkeit.

Interventionsbereich 2: Ausbildung im Gastgewerbe

Die Ausbildung im Gastgewerbe umfasst eine Reihe von Ausbildungsprogrammen, die derart konzipiert sind, dass sie die Bedürfnisse der Lernenden und des Umfelds optimal erfüllen.

  • Ein spezifisch entwickeltes Einzelcoachingprogramm für Unternehmer und  Geringqualifizierte bietet eine auf die Bedürfnisse ländlicher Gastgewerbe zugeschnittene Ausbildung in der Gastronomie.
  • Ein Vollzeitausbildungsprogramm bietet eine gezielte Ausbildung in Gastgewerbeberufen für arbeitslose Jugendliche, die derzeit keine Schule besuchen.Die Kurse ermöglichen es den Lernenden, jene Kenntnisse und Kompetenzen zu erwerben, die sie für eine Beschäftigung in Einstiegsberufen benötigen. Gleichzeitig mit dem dreimonatigen Ausbildungsprogramm nehmen die Lernenden an Praktika in Hotels und Restaurants teil, wo sie ihre Fähigkeiten einüben und anwenden können. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten Unterstützung bei der Suche nach einer Beschäftigung.
    • In Lehrausbildungen bieten Hotels und Restaurants strukturierte Lern- und Arbeitsprogramme für arbeitslose Jugendliche, die derzeit keine Schule besuchen, auf der Grundlage des Prinzips, dass sie hier Geld verdienen können und gleichzeitig einen Beruf erlernen. Obwohl die Lehrlinge ihre Kompetenzen vor allem am Arbeitsplatz erwerben, besuchen sie regelmässig theoretische Unterrichtseinheiten an einer Ausbildungseinrichtung für das Gastgewerbe.

Interventionsbereich 3: Unterstützende Massnahmen und Reform der Berufsausbildung

Dieser Interventionsbereich hat den Schwerpunkt auf der Förderung der Entwicklung des Berufsausbildungssystems Kambodschas. Dabei ist eine der Hauptaktivitäten die Einrichtung eines Mechanismus zur Anerkennung bereits erworbener Lerninhalte. Bei dieser Anerkennung von bereits erworbenen Lerninhalten handelt es sich um einen systematisierten Beurteilungsprozess, in dessen Rahmen formell jene Kenntnisse und Kompetenzen anerkannt werden, die Arbeitskräfte im Laufe ihres Arbeitslebens bzw. über andere Erfahrungen erworben haben, und diese einem national anerkannten Qualifikationsniveau zugeordnet werden.

Ferner liegt der Fokus bei diesem Interventionsbereich auf dem Capacity Building der derzeitigen Akteure des Berufsausbildungssystems und er bietet die Möglichkeit, ein nachhaltigeres und inklusiveres Berufsausbildungssystem aufzubauen.

Resultate

Das Projektziel besteht darin, sicherzustellen, dass 70% der Auszubildenden einer eine Erwerbstätigkeit mit angemessenem Einkommen nachgehen.

70% der Absolventen der Vollzeitausbildung im Gastgewerbe konnten sechs Monate nach der Ausbildung als Erwerbstätiger nachgewiesen werden. 86% der angestellten der Gastgewerbe Absolventen steigerten ihr Einkommen nach der Ausbildung um 80-100%. Alle Absolventen berichten, dass die erworbenen Fähigkeiten entweder relevant oder sehr relevant für den Arbeitsplatz sind. Darüber hinaus unterzeichneten 182 Privatunternehmen aus 5 Wirtschaftszweigen in den Zielländern Vereinbarungen mit dem SDP, um Qualifizierungsmassnahmen durchzuführen und Schulungen zur Verbesserung ihrer Kapazitäten zu erhalten.

Projektpartner

  • INBAS 

Projektländer

  • Kambodscha

Projektdauer

2016 - 2020

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
Swiss Foundation for Technical Cooperation
Hardturmstrasse 123
CH-8005 Zürich

Tel. +41 44 454 17 17
Fax +41 44 454 17 97
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