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Qualifizierungsprogramm Kambodscha (SDP)

Das Projekt verfolgt das Ziel,  benachteiligten jungen Frauen und Männern mit geringen Qualifikationen in fünf ländlichen Provinzen Kambodschas (Preah Vihear, Stung Treng, Kratie, Mondul Kiri und Ratanak Kiri) Zugang zu einer menschenwürdigen Beschäftigung und einem höheren Einkommen zu verschaffen. Das Programm verfolgt zwei Umsetzungslinien: 1) Das kambodschanische System der technischen Berufsausbildung (Technical Vocational Education and Training, TVET) wird in seiner Effizienz gestärkt, 2) Benachteiligte junge Männer und Frauen und gering qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Abrbeitnehmer werden ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihr Einkommen durch technische Fertigkeiten, Soft Skills und unternehmerische Fähigkeiten verbessern.

SDP ist von der DEZA finanziert und wird von Swisscontact und INBAS in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit und Berufsbildung (MoLVT) und dem Ministerium für Tourismus (MoT) umgesetzt.
Das Programm arbeitet eng mit der Regierung auf nationaler und regionaler Ebene zusammen und wird von Partnern wie der Nationalen Arbeitsagentur (NEA), öffentlichen und nichtstaatlichen Ausbildungsanbietern sowie privaten Unternehmen und Kleinbetrieben im Gastgewerbe und anderen Sektoren unterstützt.

Das Projekt

Die Projektaktivitäten gliedern sich in vier Interventionsbereiche:

  • Schwerpunkt liegt auf der Qualitätsverbesserung des Angebots der Bildungszentren in den Provinzen durch einen ganzheitlichen und kooperativen Schulentwicklungsprozess
  • die Förderung innovativer Ansätze für die Entwicklung von Lösungen um die grundlegenden Probleme für die Arbeitsmarktintegration der Absolventinnen und Absolventen anzugehen
  • die Bereitstellung arbeitsmarktrelevanter technischer und unternehmerischer Fähigkeiten, um arme und benachteiligte Jugendliche an eine selbständige Erwerbstätigkeit heranzuführen
  • Förderung der Ausbildung im Gastgewerbe für gering qualifizierte Arbeitskräfte und Kapazitätsaufbau für Inhaber und Manager von Gastgewerbeunternehmen sowie Ausbildnerinnen und Ausbildner aus den regionalen Tourismusministerien und dem Privatsektor.

Querschnittsthemen wie Gleichstellung der Geschlechter und soziale Eingliederung (GESI), konfliktsensitives Projektmanagement (CSPM), Katastrophenrisikominderung (DRR), Umweltschutz und gute Regierungsführung werden in alle Interventionen mit einbezogen.

INTERVENTIONSBEREICH 1: Förderung und Entwicklung der Berufsbildungszentren
Als Vermittlerin unterstützt das Projekt die Entwicklungsprozesse, indem technische Hilfe und (Ko-)Finanzierung von Ausrüstung und Werkzeugen angeboten wird. Es wird ein kontinuierlicher politischer Dialog mit den Leitungsgremien (MoLVT und NEA) geführt, um die gewonnenen Erkenntnisse und Erfolge in das nationale Ausbildungssystem einzubringen.

INTERVENTIONSBEREICH 2: Innovationslabor
Dabei analysiert das Projekt die Bedürfnisse und Herausforderungen des Arbeitsmarktes, innovative Lösungen zur Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für arbeitslose und unterbeschäftigte Jugendliche zu schaffen, die Innovationen zu pilotieren, das Gelernte zu verbreiten und erfolgreiche Ansätze zu institutionalisieren.

INTERVENTIONSBEREICH 3: Ausbildung für benachteiligte Jugendliche
Das Projekt arbeitet mit öffentlichen und privaten Ausbildungsdienstleistern zusammen, um benachteiligten Jugendlichen eine qualitativ hochwertige Ausbildung anzubieten und ihnen den Weg in die Selbständigkeit zu bieten. Dieser Prozess beinhaltet:

  • Vorbildung: Die Ausbildung, die benachteiligten Jugendlichen angeboten wird, richtet sich nach der tatsächlichen Arbeitsmarktnachfrage.
  • Während der Ausbildung: Alle Absolventinnen und Absolventen erhalten am Ende der Ausbildung in den Bereichen Technik, Soft Skills und Unternehmertum ein Zertifikat, mit dem sie ihre Qualifikationen nachweisen und gegebenenfalls ihr Studium fortsetzen können.
  • Nach der Ausbildung: Ausbildungszentren knüpfen Beziehungen zum privaten Sektor und werden über offene Stellen und Möglichkeiten für Praktika informiert.

INTERVENTIONSBEREICH 4: Gastgewerbe
Das Angebot basiert auf einem nachfrageorientierten Ausbildungsmodell. Eigentümer und Manager sowie das Aufsichtspersonal von Hotels, Pensionen, Ressorts, Restaurants und Cafés verbessern ihre betrieblichen Ausbildungsprozesse und werden in der Gestaltung von Lehrplänen unterstützt. Die modularen Kurse umfassen technische Fertigkeiten, Ausbildungsdidaktik und -methodik sowie sämtliche Bereiche des Hotelmanagements.

Resultate

Erwartete Resultate:

Das Projekt wird wärend seiner zweiten Phase 12.550 Begünstigte erreichen, davon 11.640 arme und benachteiligte Jugendliche, die von einer zielgerichteten Berufsausbildung profitieren.  910 Ausbildnerinnen und Ausbildner, Personal und Management von Berufsbildungszentren, die Nationale Beschäftigungsagentur (NEA) und andere Ausbildungsanbieter profitieren vom Kapazitätsaufbau in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen. Dazu gehören auch Manager, Eigentümer und Aufsichtspersonal von Gastgewerbebetrieben und weiteren Unternehmen.

Projektpartner

  • INBAS 

Projektdateien

Projektländer

  • Kambodscha

Projektdauer

2020 - 2024

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
Swiss Foundation for Technical Cooperation
Hardturmstrasse 123
CH-8005 Zürich

Tel. +41 44 454 17 17
Fax +41 44 454 17 97
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