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Projekt zur Förderung beruflicher Kompetenzen (VSDP)

Myanmar befindet sich zurzeit in einer wichtigen Übergangsphase und die umfassenden Reformen der letzten Jahre zeigen ihre Wirkung im politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben und im Bereich Menschenrechte. Im Zuge des Umbruchs öffnet sich das Land mehr und mehr für die internationale Zusammenarbeit sowie im Bereich des Handels, der Investitionen und des Tourismus.

Die ASEAN Wirtschaftsgemeinschaft wird die regionale Integration im Jahr 2015 fördern und so den Weg für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung des Landes ebnen. Die Regierung Myanmars strebt eine BIP-Wachstumsrate von 9,1 % für den Zeitraum 2014 bis 2015 an. Dieses schnelle Wachstum hat unter anderem einen gravierenden Mangel an gelernten und angelernten Arbeitskräften zur Folge.

Das Projekt

Das Projekt zur Förderung beruflicher Kompetenzen (Vocational Skills Development Program, VSDP) hat zum Ziel, wichtige berufliche Kompetenzen von Frauen und Männern mit geringen Aussichten auf dem Arbeitsmarkt zu fördern und so ihre Beschäftigungsfähigkeit und ihre Einkommensperspektiven zu verbessern.

Das Programm umfasst drei Komponenten zur Erweiterung der Ausbildungsmöglichkeiten in Myanmar.

Ausbildungsinitiative in der Hotellerie
Im Mittelpunkt dieser Komponente steht die Zusammenarbeit mit ausgewählten Mittelklassehotels in Yangon und Nay Pyi Taw, die es benachteiligten Frauen und Männern ermöglicht, als Lehrlinge an kompetenzbasierten Lehrgängen im Gastgewerbe teilzunehmen. Die Ausbildung erfolgt bei dieser Komponente anhand eines mehrstufigen "Kaskadenmodells". Dieses Modell beginnt mit einem neunmonatigen Kurs für achtzehn "Master Instructors", die langfristig als Pool von Ausbildungsexperten im Land fungieren werden. Weiter haben sie die Aufgabe, etwa 150 derzeitige Mitarbeitende der ausgewählten Hotels für Aufsichts- und Managementtätigkeiten in der Hotellerie auszubilden.

Mit der Ausbildung und dem Coaching der Master Instructors wurde die Schweizerische Hotelfachschule Luzern (SHL) beauftragt. Das von den Master Instructors ausgebildete Aufsichts- und Managementpersonal wird in acht Wochen zu "Hospitality Instructors" geschult, die später sechswöchige Kurse für Lehrlinge und Hotelmitarbeiter durchführen. Mit Hilfe dieses Modells ist eine Schulung in der Hotelumgebung möglich, die den Lehrlingen praktische Erfahrung vermittelt und die Kenntnisse der bereits im Hotel tätigen Teilnehmer erweitert. Ein Bestandteil dieser Komponente ist auch die Zusammenarbeit mit Hotel- und Tourismusverbänden zur Verbesserung der Finanzierungsmodalitäten für die Kompetenzförderung im Gastgewerbe und der Koordination von Ausbildungsanbietern.

Lokale Berufsausbildung
Im Mittelpunkt dieser Komponente steht die Verbesserung der Kompetenzen von benachteiligten Frauen und Männern (Lehrlinge) im Südosten von Myanmar (Staaten der Mon und der Kayin) durch dreimonatige Berufsbildungskurse. Der geografische Schwerpunkt liegt auf dem Mon-Staat und dem Kayin-Staat, wo jahrzehntelange Konflikte die sozioökonomische Entwicklung bis vor Kurzem behindert haben. Es wurde zunächst ermittelt, in welchen Wirtschaftszweigen und Berufen die benachteiligten Frauen und Männer voraussichtlich die Möglichkeit haben werden, als Angestellte oder auf selbstständiger Basis erwerbstätig zu werden und ein Einkommen zu erzielen. Auf der Grundlage der bestehenden Standards der nationalen Behörde für Berufsbildungsstandards (National Skills Standards Authority, NSSA) sowie neuer Standards, die in Zusammenarbeit mit der NSSA entwickelt wurden, werden im Rahmen der lokalen Berufsausbildung "Master Instructors" in der Entwicklung von Lehrplänen und in didaktischen Methoden geschult. Diese Master Instructors entwickeln Lehrpläne für verschiedene Berufsbildungskurse, z. B. im Elektro-, Schneider-, Kosmetik- und Friseurhandwerk sowie für "Gemeindetechniker" und andere Berufe.

Unterstützung der nationalen Behörde für Berufsbildungsstandards (National Skills Standards Authority, NSSA)
Diese Komponente fördert die Entwicklung von Kompetenzstandards sowie eines glaubwürdigen Systems für die Prüfung und Zertifizierung der erworbenen Fähigkeiten und ergänzt damit die Aktivitäten der beiden oben beschriebenen Komponenten. Erreicht wird dies durch die Unterstützung der NSSA, einer Regierungsorganisation, die dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und Soziale Sicherheit untersteht.

Resultate

  • Unterzeichnung einer Übereinkunft mit dem Ministerium für Hotellerie und Tourismus und dem Ministerium für Arbeit, Beschäftigung und soziale Sicherheit
  • Durchführung einer schnellen Marktbewertung für die lokale berufliche Aus- und Weiterbildung in Thailand und Südost-Myanmar, um nachfrageorientiert Berufe für berufliche Aus- und Weiterbildungsmassnahmen auszuwählen
  • Durchführung einer Grundlagenerhebung für die Zielgruppen in Yangon und Nay Pyi Taw
  • Bewertung des Hotelbedarfs und der Kapazität für die Hotel Training Initiative, um die richtige Kooperationsstrategie mit dem Privatsektor zu entwickeln
  • Ausbildung von 24 Instruktoren in der Entwicklung von Lehrplänen und Schulungsmaterialien für die lokale berufliche Aus- und Weiterbildung
  • Entwicklung von Lehrplänen und Schulungsmaterialien für 8 Berufe (bei 5 Berufen für die lokale berufliche Aus- und Weiterbildung, bei 3 Berufen für die Hotel Training Initiative)
  • Vermittlung von pädagogischen Fähigkeiten an 204 Ausbildner, damit diese die berufliche Aus- und Weiterbildung durchführen können
  • 1 883 Lernende absolvierten mit Erfolg Ausbildungskurse (48% Frauen)
  • Entwicklung und Verbesserung von Verfahren, Standards und Tests für die nationale Behörde für Ausbildungsstandards
  • Unterstützung der Bewertung von 418 Kandidaten aus 11 Berufen bei Pilottests der nationalen Behörde für Ausbildungsstandards

Projektdateien

Projektländer

  • Myanmar

Projektdauer

2014 - 2018

Finanzierung

  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

Swisscontact
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CH-8005 Zürich

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