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Nepal: Praktische Berufsbildung ermöglicht jungen Menschen den Einstieg ins Arbeitsleben

Das Projekt YEP hat zum Ziel, die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Nepal zu verringern. Die Begünstigten erhalten Zugang zu marktorientierten, qualitativ hochstehenden Berufsbildungskursen. Damit erhöhen sich ihre Chancen auf eine nachhaltig erfolgreiche Integration in die Berufswelt. Sie verdienen als Angestellte oder Selbständige ihren Lebensunterhalt und verbessern ihre Lebensumstände.


Eine der grössten Herausforderungen Nepals ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Ein Grund dafür ist der Mangel an adäquaten Berufsbildungsmöglichkeiten. Die Privatwirtschaft ist sich zwar zunehmend der Bedeutung gut ausgebildeter Fachkräfte bewusst. Trotzdem zögert sie, ausreichend in deren Qualifikation zu investieren, und viele junge Menschen können sich eine Berufsausbildung nicht leisten.

Das Projekt

Das Projekt bietet jungen Menschen in der nepalesischen Region Terai eine Berufsausbildung und unterstützt sie beim Einstieg in die Berufswelt. Die Kurse sind auf den lokalen Arbeitsmarkt ausgerichtet. Sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Berufsbildungssystems in der Projektregion. Über Aktivitäten, die sich auf den Arbeitsmarkt beziehen, verbessert das Projekt die Chancen der Jugendlichen, einen Arbeitsplatz zu finden oder sich selbständig zu machen und ihr Einkommen zu erhöhen.


Die Ausbildungskurse sind in Module gegliedert, die unabhängig voneinander belegt werden können. Damit wird den unterschiedlichen Bildungsniveaus der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Rechnung getragen.


Zudem trägt Swisscontact zum sozialen Zusammenhalt der ethnisch sehr heterogenen Bevölkerung im Südosten Nepals bei und fördert das unternehmerische Denken der jungen Migrantinnen und Migranten, die in ihre Heimatregionen zurückkehren.

Projektziele

Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensbedingungen von 2 310 jungen nepalesischen Frauen und Männern aus den südlichen ländlichen Distrikten Sarlahi, Mahottari, Sindhuli, Morang, Sunsari und Dhakuta zu verbessern. Dies geschieht durch die Förderung von Unternehmertum sowie durch Aus- und Weiterbildung. Dazu werden die Kapazitäten lokaler NGOs und privater Institutionen ausgebaut, damit sie eine Reihe von Fachrichtungen und Trainings für Unternehmertum anbieten können. Das Projekt arbeitet in drei Bereichen:

  1. Förderung des Unternehmertums: 400 Jugendliche, darunter auch rückkehrende Migranten, nehmen an einem Training für Unternehmertum teil. Davon gründen 240 (60% der Auszubildenden) ein eigenes Unternehmen und üben einen Beruf aus, der ihren Lebensunterhalt sichert.

  2. Berufsbildung: 2 500 arbeitslose Jugendliche profitieren von einer marktorientierten, qualitativ hochwertigen Ausbildung, die sich aus Theorie und Praxis zusammensetzt. 1 750 (70% der Auszubildenden) finden eine feste Anstellung oder machen sich selbständig. Sie tragen nach Abschluss des Trainings wesentlich zum Familieneinkommen bei.

  3. Weiterbildung: 400 erwerbstätige Jugendliche verbessern ihre Fähigkeiten in Theorie und Praxis. 320 (80% der Auszubildenden) erhöhen ihr Einkommen um 50% im Vergleich zu vor der Ausbildung.

 

Resultate

Resultate 2017 - 2018

  • 2 941 junge Männer und Frauen absolvierten ein Training in Unternehmertum, eine Berufsausbildung oder eine Weiterbildung.

  • 114 Jugendliche, die ein Training in Unternehmertum absolviert hatten, gründeten ein eigenes Unternehmen, das ihren Lebensunterhalt sichert.

  • 1 962 Absolventinnen und Absolventen einer Berufsausbildung fanden eine Beschäftigung oder machten sich selbständig. Sie tragen nun wesentlich zum Familieneinkommen bei.

  • 225 Jugendliche bildeten sich weiter und erhöhten ihr Einkommen um 50%.

  • Die kumulierte Einkommenssteigerung dank der Projektinterventionen beläuft sich auf insgesamt 4'444’936 CHF.

 

Projektpartner

•    Kleinste, kleine und mittlere Unternehmen
•    Ausbildungsinstitute
•    Finanzinstitutionen
•    Lokale Radiosender

Projektländer

  • Nepal

Projektdauer

2016 - 2020

Finanzierung

  • DEZA
  • Symphasis Foundation, Fondation Tibetania
  • Happel Foundation
  • The Social Entrepreneurs Charitable Foundation

Arbeitsthema

Beruf

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