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Peru: Förderung sicherer, solider und nachhaltiger Baupraktiken in gefährdeten städtischen Gebieten (Construya)

Die schnelle Verstädterung und der Mangel an Stadtplanung führten zu zahlreichen informellen Siedlungen in gefährdeten Gebieten. Heute leben über 16 Millionen Menschen in Siedlungen, die in einem der erdbebengefährdetsten Länder der Welt stark von Naturkatastrophen betroffen sind. Die meisten Häuser in diesen informellen Siedlungen erfüllen nicht einmal die minimalen baulichen Anforderungen wie durchgehende Strukturwände oder Betonstahl. Es wird geschätzt, dass, wenn ein Erdbeben der Stärke 8,5 Lima treffen würde, mehr als eine halbe Million Häuser einstürzen würden. Daher zielt das Projekt darauf ab, informelle Bauarbeiter in sicheren Bautechniken auszubilden und Hausbesitzer und lokale Regierungen zu sensibilisieren.
Durch Schulungen verbessert das Construya-Projekt die technischen und unternehmerischen Fähigkeiten der ungelernten Bauarbeiter, damit sie sicherere Häuser für die Bevölkerung der armen Viertel bauen können.

Das Projekt

In der ersten Phase (2015-18) stellte das Projekt schlechte Baupraktiken in informellen Siedlungen fest und entwickelte praktische Schulungen für die Bauarbeiter. Die technischen und unternehmerischen Trainings werden in Zusammenarbeit mit nationalen Trainingsanbietern durchgeführt. Parallel dazu werden Hausbesitzer informeller Häuser in der Nachbarschaft über die Risiken von unangemessenem Wohnen informiert und geschult, wie sie ihre Lebensbedingungen durch sicherere Häuser verbessern können. Erste Wirkungsstudien zeigen, dass geschulte Mitarbeiter sicherere Häuser bauen und ihr Durchschnittseinkommen erhöhen können und die lokalen Akteure beginnen, den Mehrwert des Projektansatzes zu erkennen.

In der zweiten Phase (2019-22) liegt der Fokus darauf, die Qualität der Schulungen weiterhin verbessern. Ausserdem ist es entscheidend, ein permanentes Ausbildungsangebot für den informellen Bausektor in lokalen Institutionen zu schaffen. Früher wurden die nationalen Ausbildungseinrichtungen wie Sencico und Capeco als Dienstleister bezahlt. Zukünftig arbeiten wir daran, wie sie diese Trainings dauerhaft in ihr Geschäftsmodell integrieren können und wie sie diese Trainings mit dem Leistungsversprechen von Baustoffunternehmen verknüpfen. Die peruanische Politik ist bestrebt, das Land zu formalisieren und will zeigen, dass die Schulungen zu einer konformen baulichen Unterstützung führen, dass man politische Unterstützung erhält, um ein dauerhaftes Ausbildungsangebot zu verankern.

Resultate

Resultate per 2018

  • Die spezielle Methodik ‘Construya Perú’ wurde eingeführt, basierend auf Andragogik, welche partizipativ und interaktiv ausgerichtet ist und die Handbücher und Trainingsmaterial beinhaltet.
  • 18 Ausbildner wurden analog dieser Methodik ‘Construya Perú’ weitergebildet, vor allem in den Instituten SENCICO und CAPECO.
  • Insgesamt wurden 3004 Hausbesitzer und 4198 Bauarbeiter ausgebildet. 2056 von ihnen haben neue Häuser gebaut oder renoviert; weniger gefährdete Häuser wurden durch die Umsetzung guter Baupraktiken in ihrer Baustruktur verbessert.
  • Rund 53 000 Hausbesitzer und ihre Familien leben jetzt dank der Arbeiten von ausgebildeten Baumeistern in sichereren Häusern.
  • 1399 Bauarbeiter erhöhten ihr Einkommen um mindestens 15%. Dies bedeutet eine Steigerung des Nettoeinkommens der Bauarbeiter um etwa 4,8 Mio. USD.

Projektdateien

Projektländer

  • Peru

Projekt-Links

Projektdauer

2019 - 2022

Finanzierung

  • Hilti Foundation
  • DEZA

Arbeitsthema

Beruf

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