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Ecuador: Neue Marktchancen für Kleinbauern im Kaffee- und Kakaosektor

Ein grosser Teil der ecuadorianischen Landbevölkerung lebt in Armut. Dieser Teil der Bevölkerung besteht vor allem aus Kleinbauern. Ihre Erträge aus dem Kaffee- und Kakaoanbau sind oft sehr gering. Die Fruchtbarkeit ihrer Böden nimmt ab und Möglichkeiten für die Bewässerung fehlen. Deshalb sind ihre Erzeugnisse auf den Weltmärkten oft nicht konkurrenzfähig. Ecuador ist jedoch ein angesehenes Herkunftsland für Kakao und Kaffee und hat grosses Wachstumspotenzial auf den Märkten für hochpreisige Agrarprodukte.

Das Projekt

Ziel des Projekts war es, Lebenssituation von rund 8'000 Kleinbauern in den ländlichen Regionen Ecuadors zu verbessern. Dies erfolgte mittels Verbesserungen in den Bereichen Produktions- und Verarbeitungsmethoden, Diversifikation der Produkte, Stärkung der Administration und Dienstleistungen der Bauernkooperativen, verbesserten Marktbedingungen und einem verbesserten Zugang zu Finanzdienstleistungen.

Ziele 2017-2019

Begünstigte

  • 2’100 Kaffee- und 3'150 Kakaobauern werden in verbesserten Anbaumethoden geschult,
  • 18 Bauernkooperativen werden in der Unternehmensführung gestärkt.

Wirkung

  • 60% der geschulten Kleinbauern steigern ihr Einkommen signifikant und verbessern so die Lebensumstände ihrer Familien.
  • Die Produktqualität wird durch bessere Verarbeitungsprozesse messbar erhöht.
  • Die geförderten Bauernkooperativen verfügen über langfristige und rentable Absatzverträge.
  • Das Angebot und der Zugang zu massgeschneiderten Finanzdienstleistungen wird verbessert.

Projektaktivitäten

  1. Produktivität: Schulung und Beratung der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen in den Bereichen Anbaumethoden, angepasste Bewässerung, Umgang mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Saatgut und umweltverträgliche Produktionsmethoden.
  2. Qualität: Schulungen der Bauernkooperativen in der Verarbeitung der Kakao- und Trocknungsanlagen.
  3. Marketing: Schulung der Bauernorganisationen im Marketing und im Aufbau von Geschäftsbeziehungen zu nationalen und internationalen Abnehmern. 
  4. Organisationsentwicklung: Stärkung der Managementkapazitäten der Bauernkooperativen durch Schulung und Beratung in Buchhaltung, Administration und Controlling.
  5. Finanzdienstleistungen: Zusammenarbeit mit Kreditgenossenschaften, damit sie Finanzprodukte anbieten, welche den Bedürfnissen der Kleinbauern und Kleinbäuerinnen entsprechen. So können die Bauern neues Saatgut oder Düngemittelsets kaufen und ihre Produktivität steigern.

Resultate

Resultate seit 2017

Kaffee und Kakao

  • 7'196 Kaffee- und 3'280 Kakaoproduzenten und -produzentinnen profitierten von einer oder mehreren Projektaktivitäten.
  • Die Kaffeebauern und -bäuerinnen konnten ihre Produktivität im Durchschnitt um 78% und ihr Jahreseinkommen um 1'107 CHF steigern.
  • Die Kakaobauern konnten ihre Produktivität im Durchschnitt um 38% gesteigert und ihr jährliches Einkommen um 735 CHF steigern.

Das Projekt konnte unter anderem folgende Dienstleistungen bei lokalen Akteuren verankern:

  • Lokale Firmen bieten massgeschneiderte Düngemittel-Kits für die Kleinbauern an.
  • Lokale Anbieter bieten preiswerte Anlagen für die Fermentierung und Trocknung an.
  • Finanzinstitute bieten massgeschneiderte Kredite für Kleinbauern und Kooperativen an.
  • Die Universität von Loja hat eine Methodologie entwickelt, um die administrativen und finanziellen Prozesse von Bauernkooperativen zu bewerten und zu verbessern.
  • In der Provinz Loja hat Swisscontact den Austausch aller relevanten Akteure (Kooperativen, lokale Universität, Behörden, Wirtschaftsverbände, Finanzinstitute) im Kaffeesektor konsolidiert. Dieser «runde Tisch für Kaffee» hat die Ursprungsbezeichnung für «Kaffee aus Loja» erhalten und treibt gemeinsam die Qualität und Vermarktung voran.

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