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Neue Marktchancen durch effiziente Produktion im Golf von Fonseca

Der Trockenkorridor ist eine der ärmsten und wirtschaftlich am stärksten benachteiligten Regionen Honduras. Hier leben 65% der Haushalte unterhalb der Armutsgrenze, hohe Unterernährungsraten begünstigen zusätzlich die negativen sozialen Folgen. Die kommerzielle Landwirtschaft für den Export ist die Haupteinnahmequelle der Saisonarbeitsplätze für arme Menschen, während die kleinbäuerliche Landwirtschaft die dominierende Wirtschaftstätigkeit und die grösste Einkommensquelle in der Region ist.

Die Konkurrenz um Wasser und Land, vor allem in Küstengebieten ist gross. Extreme klimatische Ereignisse verschärfen die Situation zusätzlich, da sie die ländlichen Wirtschaftstätigkeiten zusätzlich gefährden. Die Regierung von Honduras und ihre Verbündeten in der Entwicklungszusammenarbeit sind überzeugt, dass integratives Wirtschaftswachstum den Kreislauf der Armutsfalle und der sozialen Entfremdung im Trockenkorridor durchbrechen kann. Die Landwirtschaft gilt als vorrangiger Sektor, in dem die erforderlichen Anstrengungen auf Produktivitätsfragen, Markt- und Infrastrukturentwicklung konzentriert werden. Auch nicht landwirtschaftliche Tätigkeiten bieten zusätzliche Chancen durch die Schaffung einer dynamischen und diversifizierten lokalen Wirtschaft.

Das Projekt

Das Projekt unterstützt Kleinunternehmen und Bauernbetriebe dabei, effizienter zu arbeiten und zu produzieren. Das eröffnet neue nationale und internationale Marktchancen. Auf staatlicher Ebene sollen harmonisierte Wirtschaftsentwicklungspläne und die Schaffung eines günstigen Wirtschaftsumfeldes zum Projekterfolg beitragen.
Der Projektansatz für die Entwicklung des ländlichen Privatsektors zielt darauf ab, Stärken im gesamten lokalen Wirtschaftssystem aufzubauen. Kleinbetriebe sollen effizienter und effektiver arbeiten können, dies durch die Vermittlung neuer Produktionsmethoden, dem erleichterten Zugang zu lokalen, nationalen Märkten und Exportdestinationen.
Das Projekt arbeitet in 33 Gemeinden. Ausgewählte Wertschöpfungsketten wie Bio-Trockenfrüchte, tropische Früchte, Konzentrate, Cashew, Sesam, Honig oder Land- und Ökotourismus werden gestärkt.

Projektziele

Das Projekt wird 7000 Haushalte mit 36 000 Personen innerhalb benachteiligter Bevölkerungsgruppen erreichen, davon 70 Prozent Frauen und/oder Jugendliche. Das Projekt konzentriert sich auf folgende Ziele:

  • Verbesserung der Geschäfts-, Technik-, Produktions- und/oder Finanzierungspraktiken von Kleinunternehmen
  • Steigerung der Produktivität und des Umsatzes von Klein- und Bauernbetrieben
  • Das Projekt ermöglicht zudem, ressourceneffiziente, klimaschonende Technologien für die Herstellung und Verarbeitung von Produkten zu nutzen, die den Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards entsprechen. Dazu gehören Studien, Schulungen, technische Unterstützung und Erleichterung der Beziehungen zwischen den Klein- und Bauernbetrieben und Gross-, Einzelhändlern, Exporteuren und anderen Marktteilnehmern.
  • 80 % der Begünstigten werden das Netto-Haushaltseinkommen um 40 % (bei Frauen) resp. 30 % (bei Männern) gegenüber dem Ausgangswert erhöhen, was zu einem geschätzten Kosten-Nutzen-Verhältnis von 4:1 bei Investitionen führt.

Resultate

Resultate 2018

  • 802 Produzenten (47% Frauen) setzten Biodünger ein zur Verbesserung von Böden, Pflanzenernährung und Produktivität.
  • 83% der Produzenten setzten Bio-Dünger ein.
  • 619 Produzenten (45% Frauen) stutzten ihre alten Plantagen; 471 (44% Frauen) pflanzten insgesamt 56.168 Cashewnüsse auf einer Fläche von 289,6 Hektaren.
  • In der Milchproduktionskette haben 64 Verarbeitungsbetriebe Tests für die Milchqualität entwickelt und sie analysiert; fünf von ihnen haben begonnen, Analysehilfsmittel in ihrem Geschäftsalltag und -modell zu implementieren.
  • 223 nicht-landwirtschaftliche KKMUs implementieren Instrumente zur Marktanalyse und ihre Geschäftsmodelle (95% davon sind Frauen). 41% dieser Unternehmen sind für den Tourismussektor bestimmt und bieten Verpflegungs- und Unterkunftsdienstleistungen an.
  • 21 neue Unternehmen haben ihr Geschäftsmodell durch einen strukturierten Beratungsprozess weiterentwickelt. Neue Unternehmer haben angegeben, dass sie Bankkonten eröffnen und nutzen konnten; sie haben das Geschäft auf das vielversprechendste Kundensegment ausgerichtet und die Kosten ihrer Produkte übernommen.
  • Das Projekt förderte einen schrittweisen Veränderungsprozess in den Molkereibetrieben, 43% von ihnen testeten die Qualität der Rohmilch als Grundvoraussetzung für deren Kauf, denn jetzt wissen die Unternehmen um die Bedeutung der Milchqualitätskontrolle.
  • 40% der Verarbeitungsbetriebe setzen die Grundstufe der zentralamerikanischen Technischen Verordnung (RTCA 67.01.33: 06) um. Diese Bewertung hilft bei der Erstellung eines Verbesserungsplans in den Betrieben, um die schrittweise die Anforderungen für die Erlangung der Zertifizierung zu erfüllen.
  • 33% der Cashew-Verarbeitungsbetriebe begannen, die Aflatoxinanalyse an den Cashewnüssen durchzuführen.

Haciendo vivieros

Projektpartner

  • Ministerium für Landwirtschaft und Viehzucht
  • Sekretariat für wirtschaftliche Entwicklung
  • CDEMIPYME

Projektländer

  • Honduras

Projekt-Links

Projektdauer

2017-2022

Finanzierung

  • Global Affairs Canada

Arbeitsthema

Unternehmen

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