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Neue Kompetenzen für neue Arbeitsplätze (S4J)

«Skills for Jobs» (S4J) wurde entwickelt, um die wichtigsten Herausforderungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung anzugehen, wie z.B.: geringe Qualität und Status, unzureichende Finanzierung, schwache Arbeitsmarktorientierung und geringes Engagement des Privatsektors.

S4J ist ein Projekt, das von von der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert und von Swisscontact Albanien durchgeführt wird. Es ist Teil des Bereichs Wirtschaftliche Entwicklung der Schweizer Kooperationsstrategie für Albanien (2014-2017 und 2018-2021), mit besonderem Schwerpunkt auf der Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten und Kompetenzentwicklung.

Das Projekt

Das Projekt begegnet diesen Herausforderungen durch Unterstützung von Berufsbildungseinrichtungen in Albanien bei deren Aktivitäten, ihre Angebote an innovativen Lernmethoden, arbeitsplatzbasierten Ausbildungsprogrammen sowie karrierebezogenen Leistungen für einen sanfteren Übergang von der Schule ins Arbeitsleben auf den letzten Stand zu bringen. Im Fokus der Umsetzung von S4J ist die Nutzung von Smartphones und sozialen Medien unter Anwendung einer Mischung von Blended Learning und individualisierten Lernprozessen sowie einer arbeitsplatzbasierten Ausbildung.

Das Projekt konzentriert sich auf vier Sektoren mit Wachstums- und Beschäftigungspotenzial in Albanien: 

  • Tourismus und Gastronomie,
  • Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT),
  • Textilsektor und
  • Bausektor (mit Fokus auf energieeffiziente Gebäude).

Begünstigte des Projekts sind sieben Anbieter in den fünf ausgewählten Regionen: die Berufsschule «Hamdi Bushati» in Shkodra, die Berufsschule «Kolin Gjoka» in Lezha, die elektrotechnische Fachschule «Gjergj Canco» in Tirana, die Berufsschule «Kristo Isak» in Berat und die Handelsschule, die gewerbliche Schule «Pavarësia» und das Berufsbildungszentrum in Vlora. 

Direkte Begünstigte des Projekts sind 9’500 Lernende und Auszubildende; die Leitung und Lehrpersonen aller sieben Berufsbildungseinrichtungen sowie 180 privatwirtschaftliche Unternehmen.

Projektziele

Das Hauptziel des Projekts „Skills for Jobs“ (S4J) besteht darin, den Jugendlichen Albaniens die beste Berufsausbildung anzubieten. Bessere Qualifikationen werden die Jugendlichen dabei unterstützen, einen Beruf zu finden, den sie gerne ausüben und der gut bezahlt ist. 

Um dies zu erreichen, liegt der Schwerpunkt des Projekts auf den folgenden drei Hauptbereichen:

  • Verbesserung der Lernangebote, sodass der Lernprozess sowohl für die Lernenden als auch für die Lehrenden wieder an Attraktivität gewinnt und Spass macht, durch Einführung von Technologien und neuen Lernmethoden sowie neuen Zugängen zur Arbeitswelt;
  • Zusammenführung von Schulen und Unternehmen durch Förderung individueller Kontakte mit Unternehmen zur Entwicklung von Ausbildungsprogrammen für Lehrende, Angebote an praxisbezogenem Lernen für Lernende sowie Beteiligung an GSD und Sponsorenprogrammen;
  • Angebote von Laufbahnberatungen und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für Lernende und Auszubildende sowie Ermöglichung von deren Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Resultate

Im Rahmen des Projekts erzielte Fortschritte bis Juni 2018

    • 5’970 Jugendliche (63% der Zielgruppe) haben Zugang zu verbesserten Angeboten zur Förderung beruflicher Kompetenzen (IT-basiert, innovativ und attraktiv, nachfrageorientiert und geschlechtersensibel) in den Sektoren Tourismus & Gastgewerbe, Smart Construction, Textilien und IKT in den Regionen Shkodra, Lezha, Tirana, Berat und Vlora. 
    • 297 Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung mit ausgewählten Anbietern zur Förderung beruflicher Kompetenzen und boten Lehrlingsprogramme für Lernende, ihre Beteiligung an der Förderung beruflicher Kompetenzen auf finanziellem Weg oder durch Sachleistungen und die Teilnahme an der Entwicklung von Berufsbildungsnetzwerken und -lehrplänen an. 
    • Davon bieten 251 Unternehmen Lehrlingsprogramme für 761 Lernende an.
    • Unternehmen unterstützten die Anbieter einer Förderung beruflicher Kompetenzen auf finanziellem Weg oder durch Sachleistungen. Der geschätzte Gesamtwert der Förderungen beträgt CHF 520’000.
    • Sieben Berufsbildungseinrichtungen bieten Laufbahnberatungen und Arbeitsvermittlungsdienste an. Die Leistungen umfassen die Einrichtung von Karrierezentren, arbeitsplatzbasiertes Lernen, kurze bedarfsorientierte Kurse, personalisierte Entwicklungspläne sowie Systeme zur Nachbetreuung der Absolventinnen und Absolventen.
    • Die Modernisierung der Schulen erfolgt über virtuelle Lern- und Schulleitungsplattformen sowie Investitionen in die EDV-Ausstattung. Die Infrastruktur wird mit verbesserten Lern- und Erholungsräumen attraktiver gestaltet.
    • Zu den Lernenden in Berufsbildungsprogrammen mit guten wirtschaftlichen Aussichten wie IKT-Programmen zählt eine immer grössere Zahl junger Frauen. Unter den neu eingeschriebenen Lernenden stieg der Anteil der Frauen auf 18,6%.
    • Die Massnahmen zur Bekämpfung des Phänomens des frühzeitigen Abbruchs von Bildungsmassnahmen umfassen Beratungen zur Förderung der beruflichen Kompetenzen, individualisierte Lernpläne, eine verbesserte Schulkultur und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern. Die Drop-out-Rate wurde auf 7% gesenkt (Zielwert 10%)
    • Die Berufsbildung als die vorrangige Bildungs- und Laufbahnwahl wird durch nationale Kampagnen wie die Veranstaltung von „Kompetenzolympiaden“ und regionalen Messen gefördert. Die Berufsbildungsanbieter haben begonnen, die Verbesserung ihrer Angebote über institutionelle Marketingaktivitäten zu kommunizieren, dazu zählen unter anderem: Gespräche mit Lernenden der 9. Schulstufe und deren Eltern, Öffnung der Schulen für die lokale Bevölkerung, verbesserte Online-Präsenz über interaktive Websites und die wirksame Nutzung von sozialen Medien.

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