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Neue Kompetenzen für neue Arbeitsplätze (S4J)

«Skills for Jobs» (S4J) ist ein Projekt der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und wird von Swisscontact Albanien umgesetzt. Es ist Teil des Bereichs Wirtschaftliche Entwicklung der Schweizer Kooperationsstrategie für Albanien (2018-2021), mit besonderem Schwerpunkt auf der Förderung von Beschäftigungsmöglichkeiten und Kompetenzentwicklung.

Das Projekt konzentriert sich auf vier Sektoren mit Wachstums- und Beschäftigungspotenzial in Albanien: 

  • Tourismus und Gastronomie,
  • Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT),
  • Textilsektor und
  • Bausektor (mit Fokus auf energieeffiziente Gebäude).

Das Projekt

Das Projekt befindet sich in seiner zweiten Phase. Sie startete im April 2019 und dauert bis Juni 2023. Das Ziel dieser zweiten Phase ist es, 10'000 Schülerinnen und Schüler von Berufsschulen (6'360 mehr als in Phase I) und 6'000 Absolventinnen und Absolventen von Berufsbildungszentren (1'500 mehr als in Phase I) zu unterstützen.

«Skills for Jobs» (S4J) wurde entwickelt, um die wichtigsten Herausforderungen der beruflichen Aus- und Weiterbildung anzugehen, wie z.B.: geringe Qualität und Status, unzureichende Finanzierung, schwache Arbeitsmarktorientierung und geringes Engagement des Privatsektors.

Das Projekt begegnet diesen Herausforderungen, indem ein systemischer Wandel herbeigeführt wird, Entwicklung von Kapazitäten und die Befähigung von Schlüsselakteuren. Basierend auf diesem Ansatz unterstützt S4J Phase II ihre Partner hinsichtlich:

  • Beziehungen zu Arbeitgebern und Partnern,
  • Diversifizierung des Berufsbildungsangebots,
  • Neue Wege des integrativen Lernens und der Qualität,
  • Work-Based Learning in Zusammenarbeit mit Arbeitgebern und
  • Organisationsentwicklung.

Im Fokus der Umsetzung von S4J stehen: praxisorientiertes Lernen, der Einsatz von Technologien im Unterricht, Blended Learning und individualisiertes Lernen, das Angebot der Berufsausbildung für Studierende relevant zu machen, Schulungen zu Industriestandards sowie die Stärkung einer unternehmerischen Denkweise in der Führung von Berufsbildungseinrichtungen.

Sieben Anbieter in fünf ausgewählten Regionen profitieren vom Projekt: die Berufsschule «Hamdi Bushati» in Shkodra, die Berufsschule «Kolin Gjoka» in Lezha, die elektrotechnische Fachschule «Gjergj Canco» in Tirana, die Berufsschule «Kristo Isak» in Berat und die Handelsschule, die gewerbliche Schule «Pavarësia» und das Berufsbildungszentrum in Vlora.

Vier weitere Berufsschulen werden sich dem Projekt in der zweiten Phase anschliessen, davon 2 im ersten und zwei im dritten Jahr. Weitere öffentliche Anbieter profitieren von den Initiativen, die das Projekt in den Partnerschulen in der ersten Phase pilotiert hat.

Resultate

Phase I (2016-2019):

    1. 9'716 Jugendliche (102% des Ziels für Phase I) haben Zugang zu verbesserten Angeboten zur Förderung beruflicher Kompetenzen (IT-basiert, innovativ und attraktiv, nachfrageorientiert und geschlechtersensibel) in den Sektoren Tourismus & Gastgewerbe, Smart Construction, Textilien und IKT in den Regionen Shkodra, Lezha, Tirana, Berat und Vlora. 
    2. 433 Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung mit ausgewählten Anbietern zur Förderung beruflicher Kompetenzen und boten Lehrlingsprogramme für Lernende, ihre Beteiligung an der Förderung beruflicher Kompetenzen auf finanziellem Weg oder durch Sachleistungen und die Teilnahme an der Entwicklung von Berufsbildungsnetzwerken und -lehrplänen an. 
    3. Davon bieten 422 Unternehmen Lehrstellen für 1422 Lernende an.
    4. Unternehmen unterstützten die Anbieter einer Förderung beruflicher Kompetenzen auf finanziellem Weg oder durch Sachleistungen. Der geschätzte Gesamtwert der Förderungen beträgt CHF 520’000.
    5. Sieben Berufsbildungseinrichtungen bieten Laufbahnberatungen und Arbeitsvermittlungsdienste an. Die Leistungen umfassen die Einrichtung von Karrierezentren, arbeitsplatzbasiertes Lernen, kurze bedarfsorientierte Kurse, personalisierte Entwicklungspläne sowie Systeme zur Nachbetreuung der Absolventinnen und Absolventen.
    6. Die Modernisierung der Schulen erfolgte über virtuelle Lern- und Schulleitungsplattformen sowie Investitionen in die EDV-Ausstattung. Die Infrastruktur wurde mit verbesserten Lern- und Erholungsräumen attraktiver gestaltet.
    7. Zu den Lernenden in Berufsbildungsprogrammen mit guten wirtschaftlichen Aussichten wie zum Beispiel im Bereich ICT zählt eine immer grössere Zahl junger Frauen. Unter den neu eingeschriebenen Lernenden im Schuljahr 2018-2019 beträgt der Anteil der Frauen 16,6%.
    8. Frühzeitiger Abbruch der Ausbildung wird gemindert durch umfassende Beratungen, individualisierte Lernpläne, eine verbesserte Schulkultur und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen und Eltern. Die Drop-out-Rate wurde auf 9.3% gesenkt (Zielwert 10%)
    9. Die Berufsbildung als die vorrangige Bildungs- und Laufbahnwahl wird durch nationale Kampagnen und regionalen Messen gefördert. Die Berufsbildungsanbieter haben begonnen, die Verbesserung ihrer Angebote über institutionelle Marketingaktivitäten zu kommunizieren, dazu zählen unter anderem: Gespräche mit Lernenden der 9. Schulstufe und deren Eltern, Öffnung der Schulen für die lokale Bevölkerung, verbesserte Online-Präsenz über interaktive Websites und die wirksame Nutzung von sozialen Medien.
    10. Immer mehr Absolventinnen und Absolventen von Berufsschulen treten erfolgreich in den Arbeitsmarkt ein. Von den Jugendlichen, die 2016 die Berufsschule abgeschlossen haben, hatten ein Jahr später 34% einen Job. Bei denjenigen, die 2017 ihren Abschluss machten, stieg der Anteil der Erwerbstätigkeit auf 49%. Eine Pre-Tracer-Studie mit Absolventinnen und Absolventen von Berufsschulen im Jahr 2018 ergab, dass 53% von ihnen schon vor dem Schulabschluss ein Stellenangebot erhalten hatten.

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